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Malkin und Crosby sind seit 14 Jahren nicht zu bremsen

Die beiden Ausnahmestürmer der Pittsburgh Penguins sorgen seit knapp eineinhalb Jahrzehnten für konstante Erfolge

von Alexander Gammel @nhlde / NHL.com/de Freier Autor

Malkins zweites Tor des Spiels

PIT@NJD: Malkin erobert den Puck und trifft

Evgeni Malkin schnappt sich den freien Puck vor dem Tor und erzielt aus dem Handgelenk mit seinem zweiten Tor des Spiels das 4:2 der Penguins

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Die Pittsburgh Penguins wurden am Dienstag zum fünften Team der Eastern Conference und zum siebten Team der Liga, das in dieser Saison seinen 40. Sieg feiern durfte. Im Prudential Center der New Jersey Devils war das keine leichte Aufgabe, denn die Devils hatten zuvor fünf Heimspiele in Folge gewonnen, die Penguins acht der vorherigen zehn Spiele verloren. Die Superstars Sidney Crosby und Evgeni Malkin hielt das aber nicht davon ab ihren Triumphzug mit den Penguins weiter fortzusetzen, der bereits knapp eineinhalb Jahrzehnte andauert.

"Wir wussten, in welcher Situation sie sich befinden. Sie stehen in der Tabelle aber aus gutem Grund so gut. Ihre großen Spieler sind in wichtigen Spielen da", zeigte Devils-Trainer Alain Nasreddine Respekt vor Crosby und Malkin. Wenn es nicht Crosby ist, dann ist es Malkin... Heute war es Malkin und das überrascht mich nicht im Geringsten."

Das dürfte mittlerweile tatsächlich niemanden mehr überraschen. Seit Malkin und Crosby für die Penguins spielen, erleben sie die erfolgreichste Phase ihrer 53-jährigen Klubgeschichte. Beide waren nie für ein anderes NHL-Team aktiv und kommen jeweils auf über 900 Spiele für die Penguins. Diese Saison haben sie erneut gewaltigen Anteil daran, dass das Team mit 86 Punkten (40-23-6) den dritten Platz der Metropolitan Division belegt.

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Crosby wurde 2005 mit dem ersten Draft Pick in der ersten Runde von den Penguins ausgewählt. Er begeisterte mit 102 Punkten (39 Tore, 63 Assists) die Fans der Penguins bereits in seiner ersten Saison, stellte damit Franchise-Rekorde für die meisten Punkte und Assists eines Rookies auf und wurde zum jüngsten Spieler der NHL-Geschichte, der 100 Punkte in einer Saison erreichte. Trotz seiner Leistungen beendeten die Penguins die Saison mit einer Bilanz von 22-46-14 als schlechtestes Team der Eastern Conference.

Das sollte sich in der folgenden Saison mit der Ankunft von Malkin ändern. Der russische Stürmer war bereits ein Jahr vor Crosby an zweiter Stelle hinter Alex Ovechkin gedraftet worden, stieß aufgrund von Vertragsstreitigkeiten mit seinem russischen Team Metallurg Magnitogorsk jedoch erst zur Saison 2006/07 zu den Penguins. Seine Ankunft läutete den Beginn einer neuen Ära ein.

 

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Die beiden Ausnahmespieler führten die Penguins seitdem drei Mal zum Divisionstitel, vier Mal ins Stanley Cup Finale und zu drei Meisterschaften. Mit Crosby und Malkin gewannen sie zum 13. Mal hintereinander in einer vollen Saison mindestens 40 Spiele. Die einzige Ausnahme bildet die Spielzeit 2012/13, die durch den Lockout auf 48 Spiele verkürzt war, in denen sie beeindruckende 36 Siege einfuhren. Mit ihren beiden Gallionsfiguren sammelten die Penguins in zehn von 13 Saison mindestens 100 Punkte, in der laufenden Runde sind sie mit ihrer bisherigen Ausbeute auf Kurs zu 102 Punkten.

Wie Nasreddine nach der Niederlage seiner Devils ansprach, können sich die Penguins seit knapp 14 Jahren darauf verlassen, dass einer ihrer beiden Superstars in den meisten Spielen für einen Sieg sorgt. Trotz vieler Verletzungen schaffen es Crosby und Malkin, Pittsburgh konstant auf Erfolgskurs zu halten.

Crosby verpasste in seiner Karriere bereits 199 Spiele, Malkin 194. Dennoch dominieren die beiden beinahe jede Statistik der Penguins, seit sie ihre Karriere begannen. Sie teilen sich die zehn höchsten und 15 der 16 höchsten Punktzahlen, die von Penguins-Spielern in dieser Zeit erreicht wurden. Crosby kam sechs Mal auf mindestens 100 Punkte, Malkin drei Mal. Außerdem sind sie seit der Saison 2001/02 die einzigen beiden Spieler, die die Marke von 50 Toren in einer Saison erreichten. Mit 1263 Punkten (462 Tore, 801 Assists) liegt Crosby in der ewigen Statistik der Penguins in allen drei Bereichen nur hinter Mario Lemieux, der es auf 1723 Punkte (690 Tore, 1033 Assists) brachte. Malkin liegt mit 1076 Punkten (416 Tore, 660 Assists) nach Toren und Punkten auf Platz vier hinter Jaromir Jagr mit 1079 Punkte (439 Tore, 640 Assists), bei den Assists auf Platz drei.

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Dank der Beiträge ihrer beiden Spitzenstürmer sind die Penguins diese Saison trotz großer Verletzungsprobleme auf dem Weg zu ihrer 14. Playoffqualifikation in Folge. Dort angekommen ist alles möglich, besonders wenn Crosby und Malkin gesund bleiben. Beide mussten verletzungsbedingt diese Saison bereits einige Spiele passen: Malkin fehlte 14 Mal, Crosby 28 Mal. Dennoch führt Malkin mit 74 Punkten (25 Tore, 49 Assists) die Scorerwertung der Penguins an, Crosby folgt auf dem dritten Platz mit 47 Zählern (16 Tore, 31 Assists).

Für das Erreichen der Playoffs steht nun die entscheidende Phase ins Haus. In den restlichen 13 Spielen der regulären Saison treten die Penguins zehn Mal gegen direkte Konkurrenten aus der eigenen Division an, die allesamt noch in Schlagdistanz sind. Das ist zwar eine spannende Ausgangslage, doch mit Crosby und Malkin im Kader haben die Penguins zwei womöglich entscheidende Trümpfe in der Hand.

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