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Warum die Carolina Hurricanes den Stanley Cup gewinnen

Eine Paradereihe, Tiefe in der Defensive und ein Erfolgstrainer mit Strahlkraft

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Freier Autor

Niederreiters Top-Tore

Die Top-Tore von Niederreiter in dieser Saison

Schau dir die Top-Tore von Nino Niederreiter von denCarolina Hurricanes aus der laufenden Saison an

  • 01:38 •

Die NHL hat am 26. Mai den Re-Start des Spielbetriebes mit 24 Mannschaften angekündigt. Sie werden in einem Format mit Vorrunde der Stanley-Cup-Qualifikanten, in Best-of-5-Serien der Stanley-Cup-Qualifikation und Playoffs den Stanley-Cup-Sieger 2020 ermitteln. In einer Serie lotet NHL.com/de die Chancen der beteiligten Teams auf den Titelgewinn aus. In dieser Ausgabe: Fünf Gründe, warum die Carolina Hurricanes den Stanley Cup holen.

Die Carolina Hurricanes schlossen die abgebrochene reguläre Saison 2019/20 mit einer 38-25-5-Bilanz sowie mit einer Punkte-Ausbeute von 59,6 Prozent auf Platz vier der Metropolitan Division bzw. Rang sechs der Eastern Conference ab. In der Best-of-five-Qualifikationsrunde für die Playoffs ist das Team aus Raleigh im US-Bundesstaat North Carolina gegen die New York Rangers gefordert. Im Vorjahr drangen die Hurricanes bis ins Eastern-Conference-Finale vor (0:4 gegen die Boston Bruins). Jetzt wollen sie einen Schritt weitergehen.

 

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Die Top-Reihe produziert fleißig Punkte

Carolina verfügt über eine brandgefährliche Scoring-Reihe: Andrei Svechnikov (24-37-61), Sebastian Aho (38-28-66) und Teuvo Teravainen (15-48-63) bringen es zusammen auf 190 Scorerpunkte (77 Tore, 113 Assists) und stellen damit eines der besten Sturmtrios in der NHL. Besonders beeindruckend: Die schnelle Linie mit dem Russen Svechnikov (20) sowie den beiden Finnen Aho (22) und Teravainen (25) ist im Schnitt gerade mal 22,3 Jahre alt und hat noch eine Menge Potenzial für die Zukunft.

Dass die Jungs auch Playoff-Eishockey spielen können, zeigten sie im Vorjahr: Aho (5-7-12) war der Top-Scorer bei den Hurricanes, Teravainen (7-3-10) der Top-Torjäger in der Endrunde, und auch Svechnikov, der wegen einer Verletzung nur neun der 15 Partien bestreiten konnte, sammelte zuverlässig Punkte (3-2-5).

Auch hinter der Paradereihe hat Carolina eine Menge Tiefe im Kader und mit Spielern wie dem Schweizer Nino Niederreiter (11-18-29), Martin Necas (16-20-36), Warren Foegele (13-17-30), Ryan Dzingel (8-21-29), Jordan Staal (8-19-27) oder dem kurz vor der Trade Deadline von den Florida Panthers via Trade akquirierten neuen Nummer-2-Center Vincent Trocheck eine Menge Secondary-Scoring.

Video: CAR@NSH: Svechnikov schießt im PP ins lange Eck ein

Starke Special Teams

Die Hurricanes verfügen außerdem über starke Special Teams. Das gilt insbesondere für die Unterzahl-Formationen: Im Penalty Killing hat Carolina eine Erfolgsquote von 84,0 Prozent - und damit das viertbeste PK in der NHL. Aber nicht nur, dass die Hurricanes es dem Gegner schwermachen, sie sind dabei auch noch torgefährlich: Zehn "Shorthander" (Unterzahl-Tore) sind der zweitbeste Wert in der Liga. 

Und auch das Powerplay kann sich sehen lassen: 22,3 Prozent Erfolgsquote bedeutet das achtbeste Überzahlspiel in der NHL. Svechnikov, der oft als Stürmer an der blauen Linie agiert, sammelte 20 Scorerpunkte. Top-Scorer im PP ist Teravainen (21 Punkte), Top-Torjäger ist Aho (acht Tore).

Video: Carolina Hurricanes: Bereit für mehr!

Aggressiver und schneller Stil mit viel Scheibenkontrolle

Die Hurricanes machen ihrem Namen alle Ehre und pflegen einen rasanten Spielstil mit viel Tempo, Aggressivität und physischen Elementen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Scheibenkontrolle. Mit durchschnittlich 33,3 Schüssen pro Spiel gibt Carolina die drittmeisten Torschüsse ab und lässt mit im Schnitt 29,3 die drittwenigsten zu. 54,3 Prozent der eigenen Schüsse gehen aufs Tor, sodass der gegnerische Torwart arbeiten muss (3.). Mit 9,01 Puckeroberungen pro 60 Minuten haben die Hurricanes auch ligaweit die zweitmeisten. Ein Indikator für viel Puckbesitz sind auch die Faceoffs: Mit 50,5 Prozent gewonnener Anspiele weist Carolina eine positive Bilanz (9.) aus.

Video: Top-10-Spielzüge der Hurricanes …bis jetzt

Aufgerüstete Verteidigung

Aus dem verlorenen Eastern-Conference-Finale 2019 scheint Carolina seine Lehren gezogen zu haben. Damals gingen die Hurricanes in der Serie mit 0:4 gegen die Bruins baden und zeigten sich vor allem in der Defensive anfällig: Gegen Boston kassierten sie im Schnitt 4,25 Gegentore pro Partie. Ein Jahr später lag deshalb vor der Trade-Deadline ihr Fokus auf Stärkung der Abwehr. Mit Brady Skjei kam ein robuster Verteidiger (1,91 Meter groß, 96 Kilogramm schwer) von den Rangers, die nun ausgerechnet der Gegner in der Quali-Runde sind. Skjei soll mit seiner Physis vor allem hinten den Laden dichthalten. Außerdem holte Carolina mit Sami Vatanen noch einen offensivstarken Blueliner von den New Jersey Devils. Nach überstandener Verletzung soll der Finne in beiden Richtungen helfen: offensiv wie defensiv. 

Damit gehen die Hurricanes mit starken Verteidiger-Corps in die heiße Phase der Saison. Angeführt von Abwehrchef Dougie Hamilton (14-26-40) streiten sich neben Skjei und Vatanen auch noch Jaccob Slavin, Jake Gardiner, Joel Edmundson, Brett Pesce, Haydn Fleury und Trevor van Riemsdyk um die sechs freien Plätze. Qualität, Tiefe und Konkurrenzdruck ist also in hohem Ausmaße vorhanden.

 

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Der Trainer als X-Faktor

Ein ganz wichtiger Faktor für den Erfolg in Raleigh ist auch der Trainer. Rod Brind'Amour genießt hohes Ansehen bei seinen Spielern. Im Vorjahr sagte Stürmer Jordan Martinook über seinen Coach, dass er für ihn durchs Feuer gehen würde. 

In Carolina ist Brind'Amour eine Legende: Seit dem Jahrtausendwechsel schnürte er selbst noch die Schlittschuhe für die Hurricanes, trug dabei sowohl das "A" als auch das "C" auf dem Trikot und holte im Jahr 2006 den Stanley Cup. Der zweimalige Gewinner der Selke Trophy für den besten Defensivstürmer wechselte nach seiner aktiven Karriere hinter die Bande, diente zwischen 2011 und 2018 als Assistenztrainer und übernahm zur Saison 2018/19 den Posten als Chefcoach der Hurricanes. Gleich in seiner ersten Saison führte er sie nach neunjähriger Abstinenz zurück in die Playoffs und sogar bis ins Eastern Conference Finale. Brind'Amour lebt Werte wie Einsatz und Leidenschaft selbst vor - seine Spieler folgen ihm. Eine vielversprechende Konstellation für einen langen Playoff-Run.

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