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Fünf wichtige Fragen für die Carolina Hurricanes

Die Verteidigung ist äußerst tief besetzt und im Sturm könnte ein Youngster zum entscheidenden Faktor werden.

von Christian Treptow @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Hurricanes: Eckpfeiler

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Carolina Hurricanes: Schau dir Highlights der Spieler an, die den größten Einfluß auf den Teamerfolg haben werden, wenn Eishockey weitergeht!

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Vor der Stanley Cup Qualifikationsrunde fühlt NHL.com/de den 24 Teilnehmern auf den Zahn und wirft jeweils fünf wichtige Fragen auf, mit denen sich die Teams auseinandersetzen müssen. In dieser Ausgabe: Carolina Hurricanes.

Die Carolina Hurricanes (38-25-5; Punktequote 59,6 Prozent) waren zum Zeitpunkt der Unterbrechung der Saison am 12. März wegen der Corona-Pandemie auf Platz sechs der Eastern Conference. Die Hurricanes gehören zu den acht Teams im Osten, die in einer Qualifikationsrunde in vier Best-of-Five-Serien die Gegner der vier Top-Gesetzten ermitteln. Carolina trifft dabei auf die New York Rangers (37-28-5; 56,4 Prozent). 

Hier sind die fünf Schlüsselfragen für die Hurricanes:

1. Wie geht Trainer Rod Brind'Amour mit dem Überangebot an Verteidigern um?

Am 24. Februar angelten sich die Hurricanes Brady Skjei (von den New York Rangers) und Sami Vatanen (von den New Jersey Devils). Das war damals durchaus sinnvoll. Denn sowohl Dougie Hamilton als auch Brad Pesce plagten sich mit so schweren Verletzungen herum, sodass mit den beiden Verteidigern in dieser Saison eigentlich nicht mehr zu rechnen war. Doch dank der Corona-Zwangspause ist Hamilton wieder fit, und auch Pesce könnte rechtzeitig für die Serie gegen die Rangers wieder voll einsatzfähig sein. Was für Coach Brind'Amour ein Problem sein könnte. Doch Trainer sprechen in solch einer Situation dann gerne von einem Luxusproblem. Denn Auswahl fördert den Konkurrenzkampf und steigert so die Leistung. Melden sich alle Defender fit, dann kann der Übungsleiter aus neun erprobten NHL-Verteidigern wählen. So kann Brind'Amour relativ risikolos auf kleinere Verletzungen oder Formschwächen reagieren. Die Spieler, die den Sprung in den Kader nicht schaffen und auf der Tribüne Platz nehmen müssen, werden allerdings nicht zufrieden sein. Da wird der Coach auch Fingerspitzengefühl beweisen müssen. 

 

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2. Welche Rolle spielt Morgan Geekie im Sturm?

Erst zwei NHL-Partien hat Morgan Geekie in seiner Vita vorzuweisen. Doch der 21-Jährige hat in diesen beiden Partien mächtig Eindruck hinterlassen. Dem Kanadier gelangen darin drei Tore und eine Vorlage. Herausragend war vor allem seine Leistung bei seinem NHL-Debüt. Beim 6:2 gegen die Pittsburgh Penguins erzielte Geekie zwei Tore und einen Assist. Damit war er erst der zweite Spieler in der Geschichte der Hartford Whalers/Carolina Hurricanes nach Dan Bourbonnais, der bei seinem ersten Ligaauftritt drei Scorerpunkte schaffte. Geekies Plus/Minus-Bilanz steht bei plus drei. Sein Pech: Zwei Tage nach seinem bislang letzten Auftritt wurde die Saison unterbrochen. Doch der Youngster könnte im Sturm, in dem sich viele auf Sebastian Aho, Teuvo Teravainen und Andrei Svechnikov konzentrieren werden, zu einem Faktor werden, den man vorher nicht unbedingt auf der Rechnung hatte. Für Coach Brind'Amour ist er auf jeden Fall eine Option. Zudem gibt er dem Kader der Hurricanes mehr Tiefe in der Offensive. 

Video: CAR@PIT: Geekie sammelt drei Punkte bei NHL-Debüt

3. Wer wird die Nummer 1 im Tor?

Nein, David Ayres wird diesmal wohl nicht verfügbar sein. Er hatte als Emergency Goalie für Furore im Trikot der Hurricanes gesorgt. Coach Brind'Amour wird gegen die Rangers auch lieber wieder auf sein Stammpersonal zurückgreifen. Als Nummer 1 wird wohl der Tscheche Petr Mrazek antreten. Er hatte diese Rolle auch schon vor der Unterbrechung inne. Bei 40 Einsätzen kam er auf 21 Siege (drei Shutouts) und 16 Niederlagen. Fehler, Nachlässigkeiten oder Formschwankungen kann sich der 28 Jahre alte Linksfänger allerdings nicht leisten, denn sein Backup, James Reimer, war vor der Zwangspause in schon in bestechender Form, ehe er die letzten sieben Spiele verletzt aussetzen musste. 14 Siege (drei Shutouts) und sechs Niederlagen verbuchte Reimer bei 24 Starts. In den acht Spielen von Beginn an vor seiner Verletzung kam er auf eine Bilanz von 6-0-2. Für Mrazek spricht allerdings, dass er mehr Playoff-Erfahrung hat. Denn obwohl Reimer mit 32 Jahren der ältere der beiden Keeper ist, hat er mit acht Partien in der K.o.-Runde wesentlich weniger als der Tscheche (22). Der Trainer hat die Gewissheit, dass er im Ernstfall auf eine sehr erfahrene Nummer 2 zurückgreifen kann. 

Video: CAR@VGK: Reimer rettet gegen Theodore

4. Können die Hurricanes ihr exzellentes Unterzahlspiel bestätigen?

Wenn es einen Bereich gibt, in dem sich die Hurricanes keine Sorgen machen müssen, dann ist das das Unterzahlspiel. 84 Prozent war die Erfolgsquote bisher. Damit nehmen die Hurricanes Platz vier in der Liga hinter den San Jose Sharks, Edmonton Oilers und Boston Bruins ein. Die Special Teams erhalten in den Playoffs naturgemäß noch mal eine besondere Bedeutung. Um ähnlich weit zu kommen wie in der vergangenen Saison, als erst im Eastern Conference Finale gegen die Boston Bruins (0:4) Schluss war, müssen die Hurricanes an die Unterzahlleistung von vor der Unterbrechung anknüpfen. In diesen Momenten sind sie übrigens zusätzlich sehr torgefährlich. Zehn Treffer gelangen den Hurricanes, als der Gegner mindestens einen Mann mehr auf dem Eis hatte. Am erfolgreichsten war dabei Aho, der bereits viermal in dieser Saison in Unterzahl traf. 

Video: CAR@DET: Aho bezwingt Bernier in Unterzahl

5. Bleibt die Offensive weiterhin so schussfreudig?

Wenn es gegen die Carolina Hurricanes geht, können sich die gegnerischen Torhüter nicht über langweilige Abende beklagen. Über 33-mal schießen die Schützlinge von Brind'Amour im Schnitt pro Partie auf das Tor des Gegners. Nur die Vegas Golden Knights und die Montreal Canadiens haben in dieser Spielzeit bislang bessere Werte. Wenig verwunderlich: Die erste Sturmreihe der Hurricanes mit Aho (206), Svechnikov (186) und Teravainen (183) liegt in der individuellen Teamstatistik vorne. Dahinter folgt mit Hamilton ein Verteidiger, der hochgerechnet allerdings mit 170 Schüssen in nur 47 Spielen die Statistik anführt. Jetzt kommt es nur noch darauf an, dass die Hurricanes auch genügend Zielwasser trinken. Denn 215 Tore waren vor der Zwangspause NHL-Mittelmaß. 

Video: MIN@CAR: Aho mit einem Dreierpack beim 6:2-Sieg

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