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Fünf wichtige Fragen für die Calgary Flames

Monahan und Gaudreau, die Torwartposition und mehr Tiefe beschäftigen Trainer Geoff Ward

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Vor der Stanley Cup Qualifikationsrunde fühlt NHL.com/de den 24 Teilnehmern auf den Zahn und wirft jeweils fünf wichtige Fragen auf, mit denen sich die Teams auseinandersetzen müssen. In dieser Ausgabe: Calgary Flames.

Die Calgary Flames landeten mit 79 Punkten aus 70 Spielen (36-27-7) diese Saison auf Rang acht der Western Conference und stehen damit in der Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs. Sollten sie die Qualifikation bestehen, würden sie erstmals seit 2009 in zwei Saisons in Folge an den Playoffs teilnehmen. Dafür müssen sie jedoch zunächst ihre Best-of-5-Serie gegen die Winnipeg Jets gewinnen.

 

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Kriegt die Offensive mehr Tiefe?

Die Flames stellten in der Saison 2018/19 mit 3,52 Toren pro Spiel die zweitbeste Offensive der Liga, diese Saison blieben sie mit 2,91 Toren auf Rang 20 deutlich hinter den Erwartungen zurück. Einige Spieler lieferten einen starken Beitrag: Matthew Tkachuk war mit 61 Punkten (23 Tore, 38 Assists) der Topscorer des Teams, Elias Lindholm mit 29 Treffern der beste Torschütze. Sean Monahan brachte es auf 48 Punkte und 22 Tore, Johnny Gaudreau kam nach schwachem Start in Fahrt und beendete die Saison mit 58 Punkten (18 Tore, 40 Assists) und Andrew Mangiapane überraschte mit 32 Punkten (17 Tore, 15 Assists). Von den hinteren Reihen sollte jedoch mehr kommen, wenn sich die Flames gegen die Jets durchsetzen wollen. Dazu kann auch Tobias Rieder einen Beitrag leisten. Der Landshuter kam in 55 Spielen auf vier Tore und sechs Assists, die niedrigste Punktzahl seiner NHL-Karriere.

Video: CGY@VAN: Monahan mit einem herrlichen Treffer

In welcher Form präsentieren sich Monahan und Gaudreau?

Die beiden Topscorer der vorherigen Saison kamen nicht annähernd an ihre zuvor gezeigten Leistungen heran. Gaudreau gehörte mit 99 Punkten (36 Tore, 63 Assists) in 2018/19 zu den besten Stürmern der Liga, Monahan stand mit 82 Punkten (34 Tore, 48 Assists) auf dem zweiten Platz bei den Flames.

Gaudreau zeigte, nach schwachem Start, ab Silvester immerhin eine deutliche Verbesserung auf 28 Punkte (acht Tore, 20 Assists) in 29 Spielen, Monahan erzielte in den letzten zehn Spielen der Saison fünf Tore und drei Assists. Wenn aus den hinteren Reihen wenig Tore kommen, müssen die Spitzenspieler ihre Leistung bringen, wie etwa Leon Draisaitl und Connor McDavid bei den Edmonton Oilers, oder Sidney Crosby und Evgeni Malkin bei den Pittsburgh Penguins. Mehr Tore von den beiden Starstürmern der Flames könnten außerdem die Mitspieler mitreißen und zu besseren Leistungen antreiben. Monahan und Gaudreau sind ein Schlüsselfaktor für den Erfolg der Flames.

Video: CGY@DET: Gaudreau schießt das erste Tor im Spiel

Wer steht im Tor?

Trainer Geoff Ward ließ wenige Tage nach Beginn der Training Camps die Torwartfrage zunächst noch offen. David Rittich und Cam Talbot werden sich in der Vorbereitung auf die Qualifikation beweisen müssen.

Rittich stand in der regulären Saison 48 Mal im Kasten (24-17-6) und lieferte eine Fangquote von 90,7 Prozent und 2,97 Gegentore pro Spiel. Talbot stand 26 Mal im Tor (22 Starts, 12-10-1) und kam auf einen guten Wert von 91,9 Prozent Fangquote und 2,63 Gegentore pro Spiel. In der zweiten Hälfte der Saison lief er zu Höchstform auf und verbesserte sich bei einer starken Bilanz von 9-5-1 auf 2,42 Gegentore und 92,6 Prozent Fangquote. Über die gesamte Saison betrachtet, wäre das die fünftbeste Fangquote und der achtbeste Gegentorschnitt der Liga. Präsentiert sich Talbot in dieser Form, dürfte er Rittich den Rang ablaufen und die Stürmer der Jets frustrieren.

 

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Ist die Abwehr fit?

Die Flames mussten in der Defensive mit Verletzungen kämpfen, nun scheinen die Verteidiger jedoch wieder genesen zu sein. Die Frage ist, ob die Verletzten nach der Pause wieder komplett fit sind. Mark Giordano kehrte erst kurz vor der Saison von einer Verletzung zurück, Travis Hamonic verpasste die letzten 14 Spiele und Noah Hanifin verließ die letzte Partie vorzeitig. Mit diesen Spielern und Rasmus Anderson sowie TJ Brodie haben die Flames eine gute und breit aufgestellte Abwehr, besonders nach dem Transfer von Erik Gustafsson von den Chicago Blackhawks im Februar. Mit 3,06 Gegentoren pro Spiel lagen die Flames dennoch nur im Mittelfeld der Liga (Platz 16). Findet diese Abwehr einen gemeinsamen Rhythmus, könnte der Gegentorschnitt abnehmen und die Beiträge zur Offensive könnten mehr werden, als die 26 Tore, die die Verteidiger in der regulären Saison gemeinsam erzielten.

Video: CGY@MIN: Giordano nutzt Verteidigers Schläger im PP

Wie gehen die Flames mit dem Druck um?

In der Qualifikation werden die Spieler unter hohem Druck stehen, die Psyche wird zum entscheidenden Faktor werden. Mit einer solchen Situation gingen die Flames diese Saison nicht immer gut um. Nach einer sensationellen Saison 2018/19, die die Flames mit 107 Punkten an der Spitze der Western Conference beendet hatten, scheiterten sie in der ersten Runde der Playoffs in fünf Spielen an den Colorado Avalanche. 

In der aktuellen Saison konnten die Flames die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Sie gewannen zuletzt im Jahre 2015 eine Playoff-Serie, danach schieden sie zwei Mal in der ersten Runde aus und gewannen nur eines von neun Spielen gegen die Anaheim Ducks und die Avalanche. Es wird eine wichtige Aufgabe für Trainer Geoff Ward und für den erfahrenen Kapitän Giordano werden, die Spieler mental richtig einzustellen.

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