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Frankreich verstärkt Österreichs Abstiegsängste

Alpenrepublik kassiert die fünfte Turnierniederlage und muss um Klassenerhalt zittern

von Marc Rösch @nhlde / NHL.com/de Autor

Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft kassierte am Freitagnachmittag ihre fünfte Niederlage bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Dänemark. Anstatt des erhofften Schritts in Richtung Klassenerhalt erlitt der Aufsteiger im fünften Gruppenspiel eine 2:5-Pleite gegen die Franzosen.

Um die Chance auf eine weitere Weltmeisterschaft in der Spitzengruppe im Jahr 2019 zu wahren, muss die Alpenrepublik am Samstag um 16:15 Uhr zwingend gegen Weißrussland gewinnen.

Tweet from @IIHFHockey: .@hockeyaustria's opening goal wasn't enough to stand up against Damien Fleury and Team France (@hockey_FRA). Take a look at the highlights from today's #FRAvsAUT game in Copenhagen �� pic.twitter.com/BctNJDgLIS

Gegen Frankreich überraschte Österreich zunächst mit einem Blitzstart. Die Partie war kaum angepfiffen, da setzte Thomas Hundertpfund den Franzosen mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck des von Goalie Florian Hardy gehüteten Kastens zu.

Zum Entsetzen der französischen Anhänger in der Royal Arena lag Österreich nach erst 3:32 gespielten Minuten mit 1:0 in Front und der Turnierneuling dachte gar nicht daran, auf Sicherheit zu spielen. Österreich spielte in den folgenden Minuten mutig nach vorne und bekam innerhalb kürzester Zeit die Möglichkeit nachzulegen. Erst verpasste Layne Viveiros aus zentraler Position, dann vergab Peter Schneider einen Alleingang. 

Die Fans erlebten von Beginn an ein spannendes und rassiges Match, das auch schon bald Chancen auf der Gegenseite bereithielt. Es waren kaum zehn Minuten gespielt, da egalisierte Frankreich den knappen Rückstand in Person von Damien Fleury. Der Schwenninger reagierte im Powerplay am schnellsten und drückte einen Abpraller von Bernhard Starkbaums Schiene zum 1:1-Gleichstand in die Maschen.

Vom Ausgleich beflügelt, kombinierte Frankreich in der Folgezeit deutlich sicherer. In der vierzehnten Spielminute erhielt der Favorit seine nächste Überzahlgelegenheit und nutzte diese erneut. Sacha Treille war am wachsten und verfrachtete einen Abpraller zum zwischenzeitlichen 2:1 über die Torlinie.
"Nach unserem guten Start kam Frankreich stark zurück", erklärte Hundertpfund. "Sie gingen voll drauf. Sie setzten uns sehr unter Druck und wir konnten diesem nicht standhalten. Ich denke, dass wir etwas nervös wurden."

Nach Wiederanpfiff zum zweiten Spielabschnitt erlebte Österreich zunächst eine Drangphase, scheiterte jedoch kläglich an der Chancenverwertung. In der 32. Spielminute war es dann so weit: Hardy kann einen scharfen Schuss von Hofer nicht festhalten und Michael Raffl bedankt sich. Am linken Pfosten stand der Stürmer der Philadelphia Flyers bereit und netzte zum 2:2-Ausgleich ein.

Doch Österreichs Freude hielt nicht lange an. Mit seinem zweiten Treffer des Tages markierte Fleury nach 34:11 gespielten Minuten die erneute Führung für Frankreich. Bei doppelter Überzahl überlistete er Starkbaum mit einem strammen One-Timer vom linken Bullykreis.

Österreich schwamm und sehnte sich die zweite Drittelpause herbei. Frankreich dachte jedoch nicht daran, den Rot-Weißen Zeit zum Durchatmen zu geben. Kaum hatte Fleury die erneute Führung erzielt, legte Teddy Da Costa nach. In der 38. Spielminute schloss der Center einen sehenswerten Tempovorstoß trocken zum 4:2 ab.

"Wir taten uns einfach richtig schwer, zurückzukommen", fügte Hundertpfund hinzu. "Wir nahmen einige richtig dumme Strafzeiten. Da haben sie dann auch den spielentscheidenden Treffer erzielt. Auf diesem Level darf uns das einfach nicht passieren."

Der Schlussabschnitt war kaum eingeläutet, da begrub Sacha Treille sämtliche Hoffnungen auf Österreichs ersten Turniererfolg. In der 42. Minute narrte der Franzose die österreichische Hintermannschaft und verlud Starkbaum mit einer Finte zum 5:2-Endstand.

"Ich denke, wir haben das Spiel im Großen und Ganzen gut kontrolliert", analysierte Frankreichs Verteidiger Yohann Auvito. "Wir haben den Sieg verdient. Ich denke, mit nun sechs Punkten zu dieser Turnierphase sind wir sicher. Wir haben unser Ziel erreicht."

Dänemark mit einem Bein im Viertelfinale 

Zeitgleich zur Partie zwischen Österreich und Frankreich errang der Gastgeber einen 3:0-Sieg gegen Norwegen und brachte sich in eine komfortable Position für den Kampf um das Viertelfinale.

"Wir spielen richtig gutes Eishockey", analysierte Verteidiger Daniel Nielsen. "Wir wissen, dass wir ein gutes Team haben. Wir sind nicht perfekt, aber wir haben bisher einen guten Job gemacht. Wir haben einige knappe Partien gespielt, die unterhaltsam für unsere Fans waren.

Sämtliche Treffer gegen Norwegen fielen im Powerplay. Nicklas Jensen (2) und Frederik Storm markierten die Torerfolge.

USA zerlegen Südkorea

Mit dem höchsten Ergebnis der bisherigen WM besiegten die USA am Abend Südkorea. 13:1 hieß es am Ende für den Favoriten gegen den Aufsteiger. Kurios, dass Südkorea in der 6. Minute sogar in Führung ging. Danach zeigten die Amerikaner keine Gnade. Patrick Kane und Charlie McAvoy erzielten beide jeweils zwei Tore und bereiteten drei weitere vor.

Auch Tschechen besiegen Weißrussland

Weißrussland bleibt vor dem Abstiegsendspiel gegen Österreich am Samstag ohne Punktgewinn und verlor am Freitagabend gegen Tschechien mit 3:0. Die Tore für den Favoriten erzielten Libor Sulak, Roman Horak und Michal Repik bereits im ersten Drittel.

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