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Flyers machen trotz Niederlage gute Erfahrungen

Versöhnliches letztes Drittel im Testspiel, Trip nach Lausanne wichtig fürs Teambuilding

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Den letzten Härtetest vor ihrem ersten NHL-Saisonspiel am Freitag in Prag gegen die Chicago Blackhawks hatten sich die Philadelphia Flyers zweifellos anders vorgestellt. Die Partie gegen den Lausanne HC im Rahmen der NHL Global Series 2019 endete am Montagabend mit einer überraschenden 3:4-Niederlage. Zumindest die Leistung im letzten Drittel stimmte versöhnlich, auch wenn die Aufholjagd gegen die Westschweizer am Ende nicht von Erfolg gekrönt war. Darüber hinaus war der Trip an den Genfer See wichtig fürs Teambuilding.

Stürmer Sean Couturier konnte der Reise deshalb trotz des verlorenen Matches gegen Lausanne einige positive Seiten abgewinnen: "Die Fans und die Atmosphäre waren toll", sagte er. "Es ist einfach anders als zu Hause. Diese Stehplätze sind ziemlich cool. Die Fans unterstützen ihr Team lautstark. Sie lieben Hockey und sind sehr emotional. Natürlich hätten wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht, aber die Erfahrung hier gewesen zu sein, war alles in allem gut."

 

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Den Auftritt der Flyers in der Vaudoise Arena gegen den Kontrahenten aus der Schweizer National League beurteilte Couturier nicht ausschließlich negativ. "Ich denke, im Laufe des Spiels haben wir uns immer besser an das größere Eis gewöhnt. Leider hatte Harty (Torhüter Carter Hart - d. Red.) nicht seinen besten Tag erwischt. Das hat uns letzten Endes den Sieg gekostet. Wenn du mit vier Toren hinten liegst, ist es in jedem Match schwer, noch einmal zurückzukommen."

Ähnlich fiel das Fazit von Claude Giroux aus. "Das erste Drittel war natürlich nicht besonders gut von unserer Seite. Danach haben wir aber Stück für Stück zu unserem Spiel gefunden und sind wesentlich selbstbewusster aufgetreten als am Anfang. Wir haben uns für die bevorstehende Saison in der NHL viel vorgenommen. Unsere Vorstellung heute war da eher ein Rückschritt", meinte er. Zugleich zollte er dem Gegner ein dickes Lob für dessen couragierte Darbietung. "Die Jungs aus Lausanne haben hervorragend gespielt. Selbstverständlich hätten wir taktisch besser agieren müssen, aber das soll ihre Leistung nicht schmälern."

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Zu den besseren Spielern der Flyers gehörte Jakub Voracek. Nach seinem Anschlusstreffer zwei Minuten vor dem Ende keimte bei Philadelphia noch einmal Hoffnung auf. Eine entscheidende Wende vermochte das Tor jedoch nicht mehr einzuleiten. "Für uns Spieler und die Coaches zählt die Stimmung in der Arena nicht, wenn man mit leeren Händen vom Eis geht", konstatierte er im Anschluss an die Begegnung. "Keiner von uns hatte erwartet, dass wir dieses Spiel verlieren. Wir wussten zu Beginn gar nicht so recht, wie wir das Match angehen sollten. Lausanne hat es gut gemacht und uns in die Falle laufen lassen", lobte er den Gegner. "Wie so ziemlich jedes europäische Team stehen sie mit vier Mann an der blauen Linie. Wir haben nur die Pucks tief gespielt und dadurch nicht genügend Tormöglichkeiten kreiert. Später kamen wir mit etwas mehr Geschwindigkeit, was uns zu mehr Chancen verholfen hat."

Philadelphias Trainer Alain Vigneault bemühte sich in seiner Stellungnahme zunächst die positiven Aspekte der Dienstreise nach Lausanne hervorzuheben. "Wir haben Zeit miteinander verbracht und konnten uns besser kennenlernen", sagte er. Doch dann sprach er auch die Mängel offen an, die beim Spiel gegen Lausanne zutage traten. "Als Profis hatten wir heute einen Job zu erledigen. Ein anderes Team mit 4:0 in Führung gehen zu lassen, gehört allerdings nicht zur Jobbeschreibung. Wir haben zwar versucht, noch einmal zurückzukommen, aber am Ende des Tages hatten wir zu viele Spieler in unseren Reihen, die nicht gut drauf waren. Den gegnerischen Spielern gebührt Respekt. Sie haben hart gespielt und waren vom Start weg bereit. Deshalb hat Lausanne verdient gewonnen."

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Eine gehörige Portion Selbstkritik ließ Michael Raffl erkennen. "Unser erstes Drittel war eine Katastrophe. Ab dem zweiten Drittel haben wir besser gespielt und die Partie in den Griff bekommen. Aber da war es schon zu spät."

Den Flyers bleiben nun noch vier Tage Zeit, um die vorhandenen Schwächen auszumerzen. Den Dienstag will die Mannschaft noch in Lausanne verbringen. Danach bricht der Tross in die tschechische Hauptstadt auf und bereitet sich auf die Partie der NHL Global Series gegen die Blackhawks vor.

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