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26.8. Spiel-Übersicht: Lightning mit Kantersieg

Tampa schlägt Boston 7:1 - Philadelphia gleicht Serie aus - Colorado gewinnt Zehn-Tore-Achterbahnfahrt

von Christian Treptow @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Die Philadelphia Flyers glichen ihre Serie gegen die New York Islanders in der Verlängerung aus, nachdem sie einen 3:0-Vorsprung verschenkt hatten. Die Tampa Bay Lightning entdeckten ihre Stärke im Powerplay wieder und drehten ihre Serie gegen die Boston Bruins mit einem Kantersieg in Spiel 3. In einer wilden Achterbahnfahrt der Gefühle gewannen die Colorado Avalanche das erste Spiel der Serie gegen die Dallas Stars und verkürzen in der Serie auf 1:2.

Die Spiele vom Mittwoch im Detail:

Flyers retten sich mit Sieg nach Verlängerung

Den Franchiserekord für die längste Zeit ohne Gegentor (138:27 Minuten) holte sich Islanders-Torwart Semyon Varlamov noch. Doch schon kurze Zeit später war der Russe geschlagen: Kevin Hayes überwand ihn im kurzen Eck (2.). Dabei hatten die Islanders, die erneut auf Tom Kühnhackl und zunächst auch auf Greiss verzichteten, zu Beginn die besseren Möglichkeiten durch Mathew Barzal (1.), Anthony Beauvillier (4.) und Anders Lee (7.). Da musste Hart im Tor der Flyers schon früh Kopf und Kragen riskieren. Auf der anderen Seite hatte Hayes offenbar Gefallen am Toreschießen gefunden. Auch beim 2:0 für die Flyers überwand er Varlamov im kurzen Eck (10.). 

Und die Flyers hatten da noch lange nicht genug im ersten Drittel. Sean Couturier ließ zunächst Nick Leddy stehen und überwand auch noch Varlamov zum 3:0 (15.). Da hatte Islanders-Coach Barry Trotz genug gesehen und holte den Russen vom Eis. Für ihn rückte Greiss zwischen die Pfosten. Der Füssener hatte am Ende 20 Saves. 

Video: Hayes und Myers führen Flyers zum Sieg in Spiel 2

Nach einem ruhigen Beginn zeigten die Islanders nach dem ersten Seitenwechsel ein Lebenszeichen. Sie brauchten dafür allerdings ein Powerplay. Lee fälschte einen Schuss von Barzal unhaltbar für Hart zum 1:3 ab (32.). Jakub Voracek saß wegen Spielverzögerung auf dem Sünderbänkchen. Lee war kurz zuvor schon an Hart gescheitert. 

Die Islanders zeigten mehr Offensivdrang, kamen auch einige Male in recht aussichtsreicher Position vor das Tor der Flyers. Doch Hart hatte einen guten Tag erwischt. Die beste Gelegenheit der Flyers im Mittelabschnitt hatte der Österreicher Michael Raffl, der Greiss prüfte (27.).

Im dritten Drittel zeigte Philadelphia wieder etwas mehr in der Vorwärtsbewegung. Greiss musste gegen Joel Farabee und Voracek (beide 47.) eingreifen. Doch die Islanders steckten nicht auf. Ein Kracher von Ryan Pulock läutete die Schlussoffensive ein (50.). Und als Beauvillier sogar das 2:3 gelang (52.), schöpften die Islanders noch mal Hoffnung. Sie blieben auch im Spiel, weil Philippe Myers auf der anderen Seite nur den Pfosten traf (54.). Hinter Hart erklang ein paar Minuten später das markante "Ping": Der Pfosten verhinderte Lees zweiten Treffer. Jean-Gabriel Pageau machte es wenig später besser und traf zum viel umjubelten Ausgleich (58.). 

In der Verlängerung hatten die Flyers dann aber doch das bessere Ende für sich. Myers überwand Greiss zum 4:3 nach knapp drei Minuten. 

Video: Hayes und Myers führen Flyers zum Sieg in Spiel 2

Powerplay verschafft Lightning Kantersieg

Die Tampa Bay Lightning drehten die Serie gegen die Boston Bruins in der Scotiabank Arena in Toronto eindrucksvoll mit einem 7:1-Sieg in Spiel 3. Bei 31:21 Torschüssen nutzten die Lightning drei von fünf Powerplays.

Bereits im ersten Drittel gelang es den Lightning, endlich ihren Powerplay-Fluch zu brechen. Nach spielübergreifend 16 ungenutzten Chancen traf Ondrej Palat in der 13. Minute mit einem Direktschuss aus dem rechten Bullykreis.

Der Puck war kaum wieder im Spiel, da klingelte es erneut. Yanni Gourde marschierte an der Bande entlang durch, zog zum Tor, umkurvte Halak und traf nach 13:01 Minuten zum 2:0. Der Treffer hatte für die Bruins einen leicht bitteren Beigeschmack, weil der Linienrichter Bostons Verteidiger Jeremy Lauzon unabsichtlich behinderte.

Im zweiten Drittel bewies Tampa, das das Tor in Überzahl kein Zufall war. Nikita Kucherov legte im Powerplay in der 23. Minute zur blauen Linie auf Mikhail Sergachev zurück, der per Direktschuss traf.

Brad Marchand sorgte ebenfalls in Überzahl für das erste Tor der Bruins (25. Minute). Er positionierte sich neben dem Tor und lenkte mit dem Schlittschuh einen Schusspass von Torey Krug ins Tor.

Vier Minuten später erzielte Alex Killorn im vierten Powerplay der Lightning den dritten Treffer. Nach 31:18 Minuten entschied sich Bostons Trainer Bruce Cassidy den Torwart zu wechseln. Jaroslav Halak musste Dan Vladar Platz machen, der noch nie zuvor einen Einsatz in der NHL hatte.

Vladar startete zunächst mit einem guten Save, wurde dann aber von seinen Verteidigern alleine gelassen und kassierte bei einem Alleingang von Brayden Point in der 36. Minute das 5:1.

Alex Killorn legte 1:59 Minute vor der Pause mit seinem zweiten Tor nach. Ein Schuss von Yanni Gourde prallte von der Bande hinter dem Tor zurück und Kucherov versenkte den Puck mit der Rückhand.

Im Schlussabschnitt feierte Nikita Kucherov nach drei Assists sein erstes Tor des Abends. Nach schöner Vorarbeit von Point tunnelte Kucherov Vladar in der 44. Minute zum 7:1.

Video: Kucherov, Point, Killorn zu Lightnings Spiel-3-Sieg

Rantanen beendet die Achterbahnfahrt: Avalanche gewinnen erstes Spiel der Serie

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt haben die Colorado Avalanche den ersten Sieg in der Serie der zweiten Runde gegen die Dallas Stars eingefahren und sich im Rogers Place in Edmonton mit 6:4 durchgesetzt (Serien-Stand: 1:2). Der Weg dahin aber war eine wilde Achterbahnfahrt der Gefühle mit vielen Aufs und Abs.

Den besseren Start erwischten erneut die Texaner: Alexander Radulov bediente mit einem Pass von hinter dem Tor Tyler Seguin, der im Slot seinen Bewachern entwischte und per Direktabnahme zum 1:0 für Dallas traf (12.). Colorado tat sich lange Zeit schwer, sein bekanntes Offensivspiel zur Entfaltung zu bringen und Dallas hatte mehr Spielanteile.

Im zweiten Drittel schlug Colorado allerdings zurück: Auf die Sekunde genau eine Minute nach Wiederbeginn fand Verteidiger Nikita Zadorov mit einem Schuss von der blauen Linie eine Lücke und traf zum 1:1 (22.). Kurz darauf schoss Andre Burakovsky mit einem Handgelenksschuss von zwischen den Bullykreisen präzise zum 2:1 in den rechten Winkel (25.) ein. Und dann staubte in einer Vier-gegen-Vier-Situation Gabriel Landeskog auf eine schöne Vorarbeit von Cale Makar ab und sorgte so für einen 3:1-Vorsprung für die Avalanche im zweiten Abschnitt (32.). Nathan MacKinnon verbuchte in dieser Szene einen Assist und stellte mit seiner Punkteserie von elf Spielen in den Playoffs einen neuen Franchise-Rekord auf.

Im dritten Durchgang drehten die Stars dann wieder auf und erhöhten in zwei Powerplay-Situationen den Druck. In dieser Phase glänzte Colorados Torwart Pavel Francouz (33 Saves, 89,2 Prozent Fangquote), der erneut die verletzte deutsche Stammkraft Philipp Grubauer vertrat, mit starken Paraden in dieser Phase, ehe der Druck zu groß wurde. Kaum waren die Avalanche wieder komplett, feuerte Denis Gurianov eine Direktabnahme vom rechten Bullykreis ab, verkürzte auf 2:3 und machte es richtig spannend (45.). Zumal wenig später Blake Comeau mit einer wuchtigen Direktabnahme den 3:3-Ausgleich herbeiführte (50.). Zwar versuchte Colorados Trainer Jared Bednar die Blutung mit einem Timeout zu stoppen, doch der Tatendrang von Dallas war dadurch nicht zu bremsen: Jamie Benn fälschte einen Blueliner von Jamie Benn erfolgreich ab - 4:3 (51.)!

Das Ende für die Avalanche? Nein! Colorado nutzte einen Turnover und ein Querpass von MacKinnon erreichte Mikko Rantanen, der den Puck direkt abfasste und zum 4:4 in den Maschen versenkte (53.). Rantanen baute seine Punkteserie damit auf sechs Spiele aus (vier Tore, sechs Assists). Und damit nicht genug: Als Kevin Connauton von der blauen Linie abzog, sorgte Nazem Kadri vor dem Tor für eine Richtungsveränderung und überwand Anton Khudobin (26 Saves, 83,9 Prozent Fangquote) zum 5:4 (54.). Die Stars probierten noch einmal alles, kamen aber nicht mehr zurück. Stattdessen traf Pierre-Edouard Bellemare (59., erster Playoff-Treffer) zum 6:4-Endstand ins leere Tor.

Die Three Stars des Abends:

1st Star: Nikita Kucherov, Tampa Bay Lightning (ein Tor, drei Assists)
2nd Star: Alex Killorn, Tampa Bay Lightning (zwei Tore, ein Assist)
3rd Star: Kevin Hayes, Philadelphia Flyers (zwei Tore)

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