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Flyers ging am Ende in Spiel 3 die Luft aus

von Tom Gulitti / NHL.com

Das Wells Fargo Center stand, nach der Zeremonie bei der ihrem Gründer und Präsidenten Ed Snider, gedacht wurde, Kopf. Auch Lauren Hart hat ihren Anteil dazu geleistet, dass die Stimmung in dem Gebäude angeheizt wurde, indem sie Kate Smith bei "God Bless America" begleitete.

Dann traf Michael Raffl nach 57 Sekunden mit einem Rebound und die Flyers führten zum ersten Mal in der Eastern Conference Erstrundenserie.

Das war aber auch schon am Montag der Höhepunkt für das Heimteam. Als die Zeit um war, waren die Flyers eingebrochen, hatten fünf Powerplaytore kassiert, darunter vier im Schlussabschnitt, und Spiel 3 gegen die Washington Capitals mit 1-6 verloren.

"Sicher war das eine emotionale Berg- und Talfahrt", sagte Flyers Verteidiger Mark Streit. "Diese bewegende Zeremonie, dann kamen wir heraus, schossen sofort ein Tor, doch irgendwie verloren wir dann den Schwung. Das darf nicht passieren, vor allem nicht gegen ein Team wie dieses."

Sollten es die Flyers nicht schon vorher gewusst haben, wissen sie es jetzt: Es war kein Zufall, dass die Capitals als beste Mannschaft der regulären Saison die Presidents' Trophy gewonnen haben. Washington hatte nicht sein bestes Spiel abgeliefert, liegt aber mit 3-0 vorn und kann am Mittwoch in Spiel 4 den ersten Sweep seiner Franchisegeschichte in einer Best-of-7 Serie perfekt machen.

Alex Ovechkin, der am Montag zwei Tore und einen Assist erzielt hatte, ist einer von vielen offensivstarken Spielern der Capitals und sie verfügen über eine solide Defensive, der Braden Holtby den Rücken freihält. Er hat in der Serie bei 93 Torschüssen zwei Tore zugelassen. Sollten die Flyers keinen Weg finden ihn zu überwinden und das Überzahlspiel der Capitals, das in dieser Serie 8-von-17 lautet, nicht in den Griff bekommen, dann wird für sie die Saison am Mittwoch beendet sein.

"Wir werden noch nicht gehen", prophezeite Flyers Coach Dave Hakstol. "Wir werden uns sammeln und morgen die Arbeit wieder aufnehmen, wie wir es immer machen, das ganze Jahr über und wir werden bereit sein übermorgen ein Spiel zu gewinnen."

Bei den Flyers lief nur wenig gut nach 2-12 Toren in den ersten drei Partien. Sogar nachdem sie am Montag in der ersten Spielminute in Führung gegangen waren, schossen sie sich durch die Strafe wegen Haltens von Wayne Simmonds nach 4:28 Minuten selbst ins Bein.

Die Capitals benötigten 15 Sekunden bis sie das Überzahlspiel nutzen konnten, indem John Carlson's Schuss von Marcus Johansson abgefälscht wurde.

Die Flyers hatten später in diesem Drittel ebenfalls die Chance bei einem Powerplay die Antwort darauf zu geben, brachten aber keinen einzigen Schuss aufs Tor von Holtby. Ihre Powerplayausbeute betrug an diesem Abend 0-von-5 und lautet in der Serie 0-von-13.

"Wir sind stark aus der Kabine gekommen und haben das erste Tor erzielt. Wir wollten heute Abend unbedingt dieses erste Tor", sagte Flyers Kapitän Claude Giroux. "Unser Powerplay muss effektiver werden. Wir hatten einige Chancen, doch sie sind nicht reingegangen. Deshalb müssen wir einen Weg finden, wie wir am besten treffen."

Giroux und Simmonds, Flyers beste Scorer in der regulären Saison, stehen noch immer bei null. Jakub Voracek erzielte eines ihrer zwei Tore. Das andere schoss Raffl.

Flyers Torwart Steve Mason war in Spiel 1 gut, aber schludrig in den folgenden zwei Partien.

Bei Ovechkin's Führungstor, ein Handgelenkschuss vom rechten Bullykreis beim Stande von 1-1 nach 8:50 Minuten im zweiten Drittel, schien es so als habe Mason ein Problem den Puck zu fangen und somit flog er an der Fanghand von ihm vorbei rein.

"Diesen Save muss ich machen", sagte Mason.

Anschließend führte ein merkwürdiger Abpraller zu Evgeny Kuznetsov's Powerplaytreffer zum 3-1 nach 1:58 Minuten im dritten Drittel. Diesmal lag es weniger am Torwart, wie bei Jason Chimera's 30 Meter Schuss in Spiel 2. Der Puck sprang vom Plexiglas in der Rundung zurück und von Mason's Fanghand direkt vor Kuznetsov, der den Abpraller einnetzen konnte.

Danach ging alles ganz schnell: Carlson, Ovechkin und Jay Beagle trafen im Powerplay während sich die Flyers auf der Strafbank die Hand gaben, darunter eine 5-Minuten und Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Pierre-Edouard Bellemare wegen eines Checks von hinten an Verteidiger Dmitry Orlov.

"Das gesamte dritte Drittel lief nicht gut", sagte Mason.

Die Flyers hatten 2010 die gleiche Ausgangsposition gegen die Boston Bruins in der zweiten Runde und konnten damals als dritte Mannschaft in der NHL-Geschichte eine Serie gewinnen in der sie 0-3 hinten lagen. 2014 wiederholten dieses Kunststück die Los Angeles Kings in der ersten Runde gegen die San Jose Sharks - es ist machbar einen solchen Rückstand aufzuholen.

Für diese Flyers gegen diese Capitals wird es schwer werden die Geschichte zu wiederholen.

"In einer Serie brauchst du vier Siege, solange du keine vier Siege hast, hast du auch nicht die Serie gewonnen", sagte Streit.

"Dem müssen wir uns bewusst werden. Wir dürfen so bitter enttäuscht sein wie wir möchten, doch wir müssen das Blatt wenden. Morgen werden wir aufwachen und uns auf Mittwoch konzentrieren. Wir wissen was es zu tun gibt. Wir wissen wie wir gegen sie spielen müssen. Wir haben es viele Male gesehen. Wir müssen es nur geschickt angehen."

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