Hill und die Golden Knights schlagen Panthers in Spie

Die Florida Panthers sind mit einer Niederlage ins Stanley Cup Finale 2023 gestartet: Am Samstagabend in der T-Mobile Arena verlor das Team aus dem Sunshine State Spiel 1 mit 2:5 bei den Vegas Golden Knights. Florida präsentierte sich über weite Strecken voll auf Augenhöhe, gab die Partie aber im dritten Drittel aus der Hand. Bei der Fehleranalyse waren die vielen Strafen ein großes Thema. Der Blick in die Zukunft fällt dennoch positiv aus.

Guter Start trotz langer Pause

Seit dem 10. Mai (1:2 in Spiel vier der 2. Runde der Stanley Cup Playoffs gegen die Toronto Maple Leafs) hatten die Panthers nicht mehr verloren. In Las Vegas machte Florida also eine ungewohnte Erfahrung.

"Es war ein enges Spiel, Fehler gab es auf beiden Seiten", wollte Panthers-Trainer Paul Maurice die Niederlage nicht überbewerten. "Wir haben schon in der 1. Runde gegen Boston das erste Spiel verloren, sind aber besser geworden. Dann haben wir zwei weitere Niederlagen einstecken müssen und sind wieder besser geworden."

"Wir hatten das Gefühl, dass wir auf Augenhöhe waren", sagte auch Floridas Stürmer Anton Lundell. "Es stand zwischenzeitlich 1:1 und 2:2, es war ein umkämpftes Spiel, wir müssen uns jetzt anschauen, was wir besser machen können und aus unseren Fehlern lernen."

Nach dem Sweep im Eastern Conference Finale (4:0 in der Serie gegen die Carolina Hurricanes) hatten die Panthers ein paar Tage zuschauen müssen, brachten aber sofort ihr aggressives Forechecking aufs Eis und gingen durch einen Wrap-Around von Eric Staal in Unterzahl in Führung (10.).

"Mir hat unser Start gefallen, denn wir mussten zuvor lange Zeit zuschauen", sagte Maurice. "Es gibt ein paar Dinge, in denen wir uns verbessern können. Ich glaube aber nicht, dass es daran lag, dass wir eine längere Pause hatten."

Torschütze Staal war sich diesbezüglich nicht so sicher: "Vielleicht hatten wir ein wenig Rost angesetzt, das war aber zu erwarten", so der 38-jährige Routinier. "Ich denke, es war ein enges Spiel zwischen zwei guten Mannschaften."

Zu viele Fehler und Strafen

Das etwa belegt auch das Torschussverhältnis von 35:34 zu Gunsten von Florida und der zwischenzeitliche Ausgleich zum 2:2 durch Anthony Duclair nur 10,2 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels.

"Wir haben uns kurz vor Schluss des zweiten Drittels in eine Position gebracht, das Spiel zu gewinnen", haderte Stürmer Carter Verhaeghe deshalb. "Sie waren im dritten Drittel aber besser. Wir haben ein paar Fehler gemacht, sie haben aber auch ein paar unglaubliche Spielzüge gezeigt."

Diese Fehler sorgten im Schlussabschnitt dafür, dass Vegas enteilen konnte. Die sogenannten "Comeback Cats" kamen diesmal nicht mehr zurück. Ein Knackpunkt waren die vielen Strafen der Panthers (46:18 Strafminuten). Die Golden Knights münzten zwei von sieben Powerplay-Möglichkeiten in Tore um und präsentierten sich im dritten Durchgang abgezockt.

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"Daraus müssen wir lernen", fordert Staal. "So viele Strafen können wir uns nicht erlauben. Im dritten Drittel war es dann nicht genug, um zurückzukommen."

"Wir haben ganz gut gespielt, können aber ein paar Kleinigkeiten besser machen", befand Lundell.

"Wir müssen mehr schießen", gab Verhaeghe als Devise für das nächste Duell aus.

Positive Einstellung für Spiel 2

Zu negativ aber wollte Florida die erste Playoff-Niederlage nach über drei Wochen nicht sehen: "Es war das erste Spiel einer langen Serie. Wir spielen, wir lernen und wir machen weiter", betonte Torwart Sergei Bobrovsky. Staal schlug in dieselbe Kerbe: "Es war erst das erste Spiel. Wir werden das jetzt abhaken, uns auf Spiel 2 vorbereiten und freuen uns auf diese Herausforderung."

Spiel 2 steigt am Montag (8 p.m. ET; NHL.tv und Sky Sport; 2 Uhr MESZ) erneut in Las Vegas. Das bislang sehr auswärtsstarke Flordia möchte dann ein Spiel stehlen.

"Ich bin mir sicher, dass wir in Spiel 2 besser sein werden", blickt Lundell positiv in die Zukunft.