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Neuzugänge verleihen Panthers mehr Qualität

31 in 31: Florida ist für den Kampf um einen Platz in den Stanley Cup Playoffs gerüstet

von Axel Jeroma / NHL.com Autor

Die NHL-Saison 2018/19 wirft langsam aber sicher ihre Schatten voraus. Vor dem Start der Trainingslager analysiert NHL.com/de ab 5. August die 31 Teams der Liga in 31 Tagen. Zu jeder Mannschaft gibt es in der Serie "31 in 31" zwei Berichte mit interessanten Fakten, Einschätzungen und Einblicken.

In dieser Folge: Florida Panthers

Der Kurs bei den Florida Panthers für die Saison 2018/19 ist klar abgesteckt. Nachdem sie in der vergangenen Saison knapp die Stanley Cup Playoffs verpassten, wollen sie ab Oktober einen neuen Anlauf auf die Endrunde unternehmen.

Dabei mithelfen sollen die beiden prominenten Neuzugänge Mike Hoffman und Bogdan Kiselevich, die einen Qualitätsschub für die Mannschaft verheißen. Ansonsten setzt der Klub weitgehend auf das Personal, das sich bereits in der Organisation befindet. Von den Spielern, die 2017/18 eine nennenswerte Anzahl von Einsätzen verbuchten, sind lediglich Angreifer Radim Vrbata (Karriereende) und Torhüter Harri Sateri (zu den Detroit Red Wings) nicht mehr mit von der Partie.

 

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Der 28 Jahre alte Außenstürmer Hoffman hat einen Platz in den Top 6 im Angriff sicher. Bei den Ottawa Senators zählte er stets zu den verlässlichsten Scorern. Für die Kanadier bestritt er in der regulären Saison insgesamt 342 Begegnungen. Dabei sammelte er 230 Punkte (107 Tore, 123 Vorlagen). In den Playoffs kamen 25 Spiele und 14 Zähler (7 Tore, 7 Assists) hinzu. In Florida würde er von seinem Stil her in eine Reihe mit Center Vincent Trocheck und Jonathan Huberdeau passen. Seine Klasse im Powerplay macht Hoffman zusätzlich wertvoll. Generell dürfte sein Scoring der Offensive guttun. Mit 248 Treffern waren die Panthers in der abgelaufenen Saison nur Mittelmaß. Bester Stürmer war Aleksander Barkov mit 78 Punkten (27 Tore, 51 Vorlagen).

Der ebenfalls 28-jährige Kiselevich machte über viele Jahre mit starken Leistungen in der KHL von sich reden. Zuletzt spielte er vier Saisons bei ZSKA Moskau. Obwohl er noch kein Match in der NHL bestritten hat, sollte er wegen seiner Routine und körperlichen Präsenz neben Aaron Ekblad, Keith Yandle und Mike Matheson zu den Top 4 in Floridas Defensive gehören. Hinter diesem Quartett tummeln sich mit Alexander Petrovic, MacKenzie Weegar und Ian McCoshen weitere Verteidiger mit Perspektive.

Eine Bank ist Schlussmann Roberto Luongo. Er trug wesentlich dazu bei, dass es die Panthers mit ihrer Aufholjagd fast noch in die Playoffs geschafft hätten. Bei sieben seiner acht Siege als Starter zwischen dem 1. März bis zum Saisonende kassierte er nie mehr als zwei Gegentore. Seine Fangquote von 92,9 Prozent stellte für ihn den zweitbesten Wert in 17 NHL-Spielzeiten dar. Nur 2003/04 war er mit 93,1 Prozent einen Tick besser gewesen.

Allerdings ist Luongo inzwischen 39 Jahre alt und hatte vorige Saison mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Deshalb kam er nur auf 35 Partien (33 Starts). In Person von James Reimer steht jedoch ein erfahrener Backup parat. Mit 81 Starts in den zurückliegenden zwei Jahren hat er sogar neun mehr vorzuweisen als der nominelle Stammtorwart Luongo.

Gespannt darf man sein, ob der Schweizer Center Denis Malgin in der kommenden Runde abermals einen Sprung nach vorne macht. 2017/18 lief er in 51 Spielen auf und verzeichnete 22 Punkte (elf Tore, elf Vorlagen). Das bedeutete in jeder Hinsicht eine Steigerung im Vergleich zu 2016/17. Als Rookie hatte er seinerzeit 47 Auftritte absolviert und zehn Zähler (sechs Tore, vier Vorlagen) gesammelt.

Im Trainingscamp wollen sich mit den Offensivkräften Henrik Borgstrom und Owen Tippett zwei Talente für die feste Aufnahme ins NHL-Aufgebot empfehlen. Borgstrom, den die Panthers beim NHL Draft 2016 an Gesamtposition 23 ausgewählt hatten, überzeugte in der NCAA und feierte im März sein NHL-Debüt in Florida. Er bringt alles mit, um sich hinter Barkov und Trocheck als dritter Center im Team einzureihen.

Tippett, dessen Dienste sich Florida beim NHL Draft 2017 sicherte (Gesamtposition 10), ist auf dem rechten Flügel zu Hause. Er lief letzte Saison siebenmal für die Panthers in der NHL auf, verbrachte jedoch die meiste Zeit in deren Filialen in Mississauga (OHL) und Springfield (AHL). Er verfügt über einen harten Schuss und vielversprechende Ansätze im Spiel nach vorne. Sein großes Manko ist jedoch das Defensivverhalten. Nur wenn Tippett lernt, besser nach hinten zu arbeiten, kommt er für die dritte oder vierte Reihe der Panthers in Frage.

 

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Chancen für Florida, in den Kampf um die begehrten Playoff-Tickets einzugreifen, sind zweifellos vorhanden. Die Mannschaft ist intakt, eingespielt und hat mit Hoffman und Kiselevich zwei wesentliche Verstärkungen hinzubekommen. Doch die Konkurrenz in der Atlantic Division ist enorm. An den Tampa Bay Lightning, den Boston Bruins und den Toronto Maple Leafs vorbeizuziehen, dürfte schwer werden. Der Umweg über die Wildcard ist daher realistischer. Viel wird davon abhängen, wie das Team diesmal aus den Startlöchern kommt. Einen holprigen Saisonbeginn wie 2017/18 oder eine längere Schwächephase im Verlauf der Hauptrunde können sich die Panthers nicht erlauben, wenn sie in die Playoffs einziehen wollen.

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