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Panthers versuchen die Siegerstraße wiederzufinden

In einer Besprechung wurden die Gründe für die verschenkten Führungen erörtert

von Tom Gulitti @tomgulittinhl / NHL.com Staff Writer

WASHINGTON -- Die Kabine der Florida Panthers blieb am Samstag nach der 4-2 Niederlage gegen die Washington Capitals im Verizon Center eine Weile geschlossen.

Die Panthers sind seit zwölf Spielen in der Saison, aber sie wissen, dass sie in einer kritischen Phase sind. Verletzungen von Schlüsselspielern führten gingen einher mit den jüngsten Niederlagen.

Rechtsaußen Jaromir Jagr war der jüngste Eintrag auf der Verletztenliste. Er verpasste die letzten beiden Drittel wegen einer schmerzenden Leiste.

Auch wenn Coach Gerard Gallant sagte, dass Jagrs Zustand täglich begutachtet wird und die Verletzung nicht ernst zu sein scheint, können es die Panthers nicht verkraften, noch mehr Topspieler zu verlieren. Ihnen fehlen bereits Center Nick Bjugstad (gebrochene Hand) und Linksaußen Jonathan Huberdeau (Operation an der Achillessehne) seit der Preseason sowie Linksaußen Jussi Jokinen (unterer Körperbereich) seit dem 20. Oktober.

Die Niederlage der Panthers gegen die Capitals war ihre fünfte in sieben Spielen (2-5-0), die Bilanz vor dem Schlüsselspiel in der Atlantic Division gegen die Tampa Bay Lightning am Montag im BB&T Center liegt bei 5-6-1. Mit ihren elf Punkten stehen sie lediglich auf dem 14. Platz in der Eastern Conference. Nur die New York Islanders (10) und die Carolina Hurricanes (9) haben noch weniger Punkte.

Video: FLA@WSH: Oshie unter Latte zum zweiten Treffer

"Offensichtlich müssen wir uns da durchkämpfen", erklärte Stürmer Jonathan Marchessault. "Die Punkte sind jetzt genauso viel Wert wie nach Weihnachten, nur dass es nach Weihnachten härter wird, sie zu bekommen. Das ist sicherlich nicht der Weg, den wir gehen wollen, also müssen wir uns wieder fokussieren und alle Leute müssen an einem Strang ziehen."

Marchesasult, der am 1. Juli als unrestricted Free Agent bei den Panthers unterzeichnete, hat seinen Beitrag geleistet, um die nachlässig wirkende Panthersoffensive zu stärken. Mit aktuell 12 Punkten ist er der erfolgreichste Scorer der Panthers und mit 6 Toren führt er zusammen mit Vincent Trocheck interne Torschützenliste an, doch die Verletzungen fordern ihren Tribut.

Der scheinbar ewig junge Jagr, der am 15. Februar 45 wird, führte in der letzten Saison die Panthersoffensive mit 66 Punkten an. Jokinen war mit 60 Punkten Zweiter, Huberdeau geteilter Dritter und Bjugstad mit 34 Punkten in 67 Spielen achter.

"Die meisten Teams haben häufig Verletzte und uns erwischt es gerade eben", sagte Center Aleksander Barkov. "Wir müssen uns da durchkämpfen und wenn sie zurückkommen, müssen wir unser Spiel wiederfinden."

Gallant erklärte, dass Jokinen und Bjugstad unter Umständen in dieser Woche wieder Einsatzbereit sind. Und da Jagr höchstwahrscheinlich nicht für längere Zeit ausfallen wird, könnte das Glück bald wieder auf Seiten der Panthers stehen. Sie müssen nur einen Weg finden, in der Zwischenzeit nicht unterzugehen.

"Verletzungen sind keine Entschuldigungen, da Jeder sie hat", erklärte Gallant." Aber offensichtlich wird unsere Kadertiefe zurzeit richtig auf die Probe gestellt. Die Jungs arbeiten hart und legen sich ins Zeug. Manchmal macht man Fehler. Wenn du gegen ein starkes Team wie Washington spielst, dann schlagen sie aus deinen Fehlern Kapital und wir haben einfach zu viele gemacht."

Obwohl sie mit 18-4 im zweiten Drittel deutlich seltener schossen, gingen die Panthers durch Reilly Smiths Überzahltor in der 43. Spielminute mit 2-1 in Führung. Goalie Roberto Luongo war zu dieser Phase des Spiels brillant aber die wiederholten Einbrüche der Panthers waren zu viel für ihn und die Capitals übernahmen durch drei Tore in Folge innerhalb von 4:45 Minuten wieder das Zepter.

"Solche Einbrüche willst du nicht erleben aber wenn man sich unseren Kader anschaut, dann sind da einige junge Kerle dabei", analysierte Gallant. "Sowas passiert und es waren nicht nur die Kids, die eingebrochen sind. Wir hatten einige Jungspunde im Lineup und wir haben gegen ein großartiges Team gespielt, die haben das ausgenutzt."
Die Panthers haben bereits eine verstörendes Schema im Verschenken von Führungen aufgestellt. Sie waren am 18. Oktober gegen die Lightning drauf und dran, ihren dritten Sieg in Folge zum Saisonstart zu feiern, als Steven Stamkos 5,5 Sekunden vor dem Ende des dritten Abschnitts den Ausgleich schoss, was letztendlich in einer 4-3 Niederlage nach Penaltyschießen endete.

Am 25. Oktober führten die Panthers gegen die Pittsburgh Penguins vor dem Schlussabschnitt mit 2-1 und verloren dann mit 3-2. Gegen die Toronto Maple Leafs lagen sie am 27. Oktober im Mitteldrittel bereits mit 2-1 in Front und mussten das Spiel dann doch noch mit 3-2 abgeben.

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Nachdem ihnen auch am Samstag im dritten Drittel die Felle davon Schwammen, wissen die Panthers, dass da nur eine Phase ist, mit der sie überstehen müssen.

"Wir haben in manchen Spielen richtig gutes Eishockey gespielt und dennoch verlieren wir. Wir müssen einfach einen Weg finden, wieder zu gewinnen", analysierte Barkov. "Wir wissen wie man gut spielt. Wir wissen wie man gewinnt. Aber wir setzen es nicht um."

Die Panthers gingen mit hohen Erwartungen in die Saison, nachdem sie die vergangene Saison als erste in der Atlantic Division abschlossen und mit 47 Siegen und 103 Punkten einen neuen Teamrekord aufstellten. Unglücklicherweise folgte nach sechs Spielen gegen die Islanders das Aus in der ersten Runde der Eastern Conference Playoffs. Die Eigentümer und das Management hängte die Latte in einer aggressiven Sommerpause noch höher.

Dabei haben sie auch die Verwaltung umgestellt. Dale Tallon wurde Teampräsident und Assistenz General Manager. Tom Rowe ersetzte ihn als GM und krempelte die Verteidigung mit den Neuzugängen Keith Yandle, Jason Demers und Mark Pysyk um.

Es verbleiben noch einige Spiele für die Panthers, um diese Wechsel auszuzahlen, aber sie verspüren auch eine gewisse Notwendigkeit, jetzt die Probleme anzugehen.

"Im vergangenen Jahr haben wir die Division gewonnen und deshalb ist der Erwartungsdruck hoch", erklärte Barkov. "Natürlich sind auch unsere Erwartungen hoch. Wir wollen jedes Spiel gewinnen und wir wollen in die Playoffs kommen. Wir wollen in den Playoffs weit kommen. Jetzt müssen wir uns aber auf das nächste Spiel und den nächsten Wechsel konzentrieren."

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