Skip to main content

Finnland sorgte beim NHL Draft für Furore

von Mike G. Morreale / NHL.com

BUFFALO -- Finnland dominierte nicht nur die letztjährige Eishockeysaison, es trumpfte auch am Freitag beim NHL Draft 2016 im First Niagara Center groß auf.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Drafts wurden drei gebürtige Finnen unter den Top-Fünf gezogen. Rechtsaußen Patrik Laine von Tappara ging als Nr. 2 zu den Winnipeg Jets, Rechtsaußen Jesse Puljujarvi von Karpat aus der Liiga ging als Nr. 4 zu den Edmonton Oilers und Verteidiger Olli Juolevi aus London in der Ontario Hockey League wurde an 5. Stelle von den Vancouver Canucks gezogen.

"Es ist großartig", sagte Laine. "Drei finnische Spieler in den Top Fünf sagt viel über das Land und unsere Spieler aus. Es war großartig, uns alle so früh zu sehen."

Schon vor Freitag wurden insgesamt fünf finnische Spieler in den Top-Five gezogen: Goalie Kari Lehtonen wurden im 2002 Draft von den Atlanta Thrashers an zweiter Stelle gezogen; Stürmer Alexander Barkov wurde in 2013 an Nr. 2 von den Florida Panthers gezogen; In 1995 drafteten die Los Angeles Kings den Verteidiger Aki Berg an dritter Stelle und in 1997 Stürmer Olli Jokinen an dritter; In 2002 zogen die Philadelphia Flyers Verteidiger Joni Pitanen an Nr. 4.

Finnlands Leistung beim Draft krönte eine Saison, in der es die Goldmedaille im Januar bei der IIHF Juniorenweltmeisterschaft 2016 und im April bei der U-18 Weltmeisterschaft holte. Im Mai holten die Skandinavier die Silbermedaille bei der IIHF Weltmeisterschaft 2016.

Der gebürtige Finne Teemu Selanne verbrachte insgesamt fünf Spielzeiten bei den ursprünglichen Jets, nachdem sie ihn in der ersten Runde (Nr. 10) des Drafts 1988 gezogen hatte. Der Einfluss, den Selanne auf Winnipeg hatte, ist vielleicht auch auf Laine übertragen worden.

"Natürlich war Teemu ein großer Spieler für Finnland als ich klein war und er ist es immer noch", sagte Laine. "Ich denke, jeder hier in Winnipeg liebte ihn und jetzt will ich in seine Fußstapfen treten."

Goran Stubb, der NHL Director für europäisches Scouting war darüber glücklich, die Finnen an der Spitze des Drafts zu sehen.

"Die Eishockeyleute in Finnland haben in den vergangenen 50 Jahren hart dafür gearbeitet, um ihre Spieler besser und den Sport größer zu machen", sagte Stubb. "Im Jahr 1976 gab es in Finnland lediglich zwölf überdachte Eisflächen und heute zirka 260. Eishockey ist heutzutage in Finnland bei weitem der populärste Sport und jeder Junge will Eishockeyspieler werden. Jungs wie Jari Kurri, Selanne und Mikko Koivu sind ihre Idole."

Center Henrik Borgstrom war der vierte und letzte Finne, der in der ersten Runde gezogen wurde; Die Florida Panthers nahmen in an Nr. 23.

Viele erwarteten, dass Puljujarvi von den Columbus Blue Jackets an Nr. 3 gezogen wird, stattdessen wählten sie Pierre-Luc-Dubois von Cape Breton aus der Quebec Major Junior Hockey League. Der Zug überraschte Puljujarvi, der bei der Juniorenweltmeisterschaft mit zwölf Assists und 17 Punkten in sieben Spielen zum wertvollsten Spieler gewählt wurde, nicht.

"Es war einfach toll, gedraftet zu werden; Edmonton ist ein toller Ort um gutes Eishockey zu spielen", sagte Puljujarvi. "Ich war nicht besonders überrascht, weil ich wusste, dass sie mich mochten. Jetzt ist es Zeit, im Sommer zu trainieren. Ich muss stärker werden."

Puljujarvi und Juolevi werden sich in der kommenden NHL Saison bestimmt oft über den Weg laufen, da sie beide von Pacific Division Teams gewählt wurden.

"Es war Verrückt; Patrik war bereits weg, weil er Zweiter wurde und dann sah ich Jesse und gratulierte ihm. Ich feierte Jesse dafür, dass er vierter wurde und sagte ihm, dass es großartig sei, mit McDavid zu spielen und dann hörte ich meinen Namen. Ich wusste, dass ich das Telefon weglegen und hochgehen sollte."

Juolevi sagte bereits im letzten Monat, dass er sich als der beste Verteidiger im Draft hält.

"Ich habe es bisher nicht bewiesen, es ist nur der Draft", sagte Juolevi. "Du weißt nie, wer die bessere Karriere hinlegt. Ich will der Junge sein. Ich weiß, dass Mikhail Sergachev und Jakob Chychrun großartige Jungs sind und alle Teams gute Verteidiger haben, wenn sie sie wählen.

Ich bin auch glücklich für die Jungs. Wir haben uns während dem Jahr alle gepushed."

Subb sagte, dass eine Veränderung in der finnischen Trainingsphilosophie im Alter von 15 bis 20 bei den Jungs den Erfolg auf der internationalen Bühne und beim NHL Draft hervorgerufen hatte.

"Ein Grund dafür, dass Finnland so viele Top Spieler produziert und bei diversen IIHF Turnieren immer um Medaillen kämpft ist, dass die Leute in 2009 ein großes Treffen hatten, wo sie darüber entschieden, dass sie mehr an individuellen Skills arbeiten", sagte Stubb. "Beim Meeting waren Manager, Trainer, Spieler und NHL Scouts."

Laine, Puljujarvi und Juolevi stimmten zu.

"Ich denke, dass sich die Trainer auf jeden Spieler fokussieren und es mehr Talente gibt", sagte Laine. "Ich bin stolz auf die Spieler aus meinem Land. Sie sind gute Jungs und Spieler und sie verdienen es, unter den Top Fünf gezogen zu werden. Es ist ein großes Ding für unser Land. Es war ein grandioser Moment."

Mehr anzeigen