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Kevin Fiala blüht bei Nashville immer mehr auf

Der 21-jährige Schweizer ersetzt derzeit den verletzten Ryan Johansen in der ersten Reihe und traf in drei Spielen in Folge

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Nach einem mäßigen Start in die Saison kämpften sich die Nashville Predators mit einer gewaltigen Leistungssteigerung wieder an die Spitze der Liga. Der Finalteilnehmer der vergangenen Saison holte im November zehn Siege aus 14 Spielen und 21 von 28 möglichen Punkten. Auch im Dezember setzen sie ihre Erfolgsserie fort, sind diesen Monat bisher in drei Spielen noch ungeschlagen und können daraus zudem ein beeindruckendes Torverhältnis von 13:7 vorweisen. Damit stehen sie nun auf Platz Eins der Central Division, sind punktgleich mit den Los Angeles Kings an der Spitze der Western Conference und nur einen Punkt hinter den Tampa Bay Lightning, die die gesamte NHL aktuell anführen.

Diesen Erfolg haben die 'Preds' auch zu einem großen Teil ihrer ersten Reihe zu verdanken, in der in den letzten Partien ein Spieler besonders überzeugen konnte, welcher eigentlich nicht für diese Reihe eingeplant war. Der junge Schweizer Kevin Fiala rückte erst in die erste Reihe nach, nachdem sich Ryan Johansen am Samstag gegen die Anaheim Ducks verletzt hatte. Nun traf der 21-Jährige an der Seite von Kyle Turris und Craig Smith in allen drei Begegnungen des Dezembers und steuerte zudem noch einen Assist bei.

"Die Reihe war gut", lobte Trainer Peter Laviolette nach dem 5:3 Sieg gegen die Anaheim Ducks am Montag. "Kyle Turris war wieder Stark und Fiala heute überragend. Die Formation war gefährlich, genau wie im letzten Spiel. Sie sind derzeit unsere gefährlichste Reihe."

Video: ANA@NSH: Fiala trifft im Powerplay in die Ecke

Fiala schaffte vergangene Saison seinen Durchbruch bei den Predators, nachdem sie ihn 2014 in der ersten Runde gedraftet hatten. In der Saison 2016/17 kam er auf 54 Spiele und konnte dabei 11 Tore und 16 Punkte verbuchen. Auch in den Playoffs konnte er mit zwei Toren in den ersten drei Spielen beeindrucken, doch im ersten Spiel der zweiten Serie gegen die St. Louis Blues kam dann der große Schock. Nach einem Check von Blues Verteidiger Robert Bortuzzo schlug er in die Bande ein und kam aus eigener Kraft nicht wieder auf die Beine. Die erschütternde Diagnose nach dem Spiel: Fraktur des linken Oberschenkels.

Doch Fiala ließ sich auch davon nicht stoppen. Bereits im Juni, keine zwei Monate nach der schweren Verletzung, stand er wieder auf dem Eis und arbeitete den gesamten Sommer über daran, wieder in Form zu kommen und bereit für die nächste Saison zu sein. Er schaffte den Sprung in den Kader und war erstmals zu Beginn einer NHL-Saison als Stammspieler gesetzt.

Diese Rolle nutzte er bisher und konnte zuletzt beweisen, dass er in die NHL gehört. Nach 27 Spielen gelang es ihm seine Leistung der letzten Saison mit fünf Toren und 18 Punkten bereits überbieten. Die zusätzliche Eiszeit durch seinen Einsatz in der ersten Reihe als Ersatz von Johansen trägt nun weiter dazu bei, dass er sein Punktekonto weiter auffüllen kann. Rechnet man seine bisherige Ausbeute auf eine volle Hauptrunde von 82 Spielen hoch, würde er auf demnach am Ende auf 55 Zähler kommen. Sollte er sich in der ersten Reihe festsetzen können, könnte diese Zahl noch etwas höher ausfallen.

Video: NSH@DAL: Fiala erzielt ein schönes Powerplaytor

Wie lange er noch mit Turris und Smith antreten wird ist allerdings fraglich. Am Freitag, wenn die Predators die Vegas Golden Knights empfangen, wird Johansen noch fehlen. Doch danach steht eine Pause von vier Tagen an, was ausreichend Zeit für den Center sein könnte, sich von seiner Verletzung zu erholen und in den Kader des Vorjahresfinalisten zurückzukehren. Dann hat Cheftrainer Laviolette die Qual der Wahl. Johansen ist im Normalfall für die erste Reihe gesetzt, doch die Formation von Turris, Smith und Fiala funktioniert und es könnte sich durchaus lohnen auch weiterhin auf eine solche Serie zu setzen.

Johansen gilt als Center Nummer Eins der Predators, und steht nach 26 Spielen bei drei Toren und 17 Punkten. Mit einer Bullyquote von 57,89% ist er unter allen Spielern der Liga, die regelmäßig am Bullypunkt stehen, auf Platz Fünf. Auch das könnte ein entscheidender Faktor für Laviolettes Entscheidung sein, wer am 13. Dezember gegen die Vancouver Canucks in der ersten Reihe steht.

Doch egal wie er sich letztendlich auch entscheiden wird, bereits jetzt steht fest, dass Fiala die bisher beste Saison seiner NHL-Karriere abliefert und sich derzeit weiter nach oben arbeitet. Genau wie der junge St. Gallener bauen auch die Nashville Predators auf ihre Leistungen aus der Vorsaison auf und sind in diesen Tagen auf einem guten Weg zu einem Platz in den Playoffs 2018. Während sowohl Fiala als auch sein Team vergangene Saison noch mit ihren Leistungen überraschten ist dieses Jahr wohl kaum jemand verwundert über die dargebotenen Leistungen. Die Preds sind ein ernstzunehmender Konkurrent für jedes Team im Kampf um den Stanley Cup, und Fiala leistet dazu einen bedeutenden Beitrag.

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