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Malkin und Ovechkin schreiten zu Meilensteinen

Die Duelle zwischen den Penguins und den Capitals sind um eine besondere Erzählung reicher

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Duelle zwischen den Pittsburgh Penguins und den Washington Capitals sind stets für besondere Erzählungen gut. Bei der jüngsten Novelle vom Dienstagabend standen Evgeni Malkin und Alex Ovechkin als Protagonisten im Mittelpunkt. Als hätten sie sich vor ihrem Aufeinandertreffen in der PPG Paints Arena abgesprochen, erreichten beide gemeinsam Meilensteine, die ihre herausragende Stellung in der Branche unterstreichen. Penguins-Stürmer Malkin leitete zwei Überzahltore seines Teams ein und steht nun bei 1000 Scorerpunkten in der NHL. Capitals-Kapitän Ovechkin bereitete einen Treffer vor und schaffte damit die Marke von 1200 Zählern. Das Endergebnis der Partie von 5:3 für die Gastgeber aus Pittsburgh geriet bei alldem fast zur Nebensache.

Als Phil Kessel in der 52. Spielminute das 4:2 geschossen hatte, wusste er um den historischen Moment für Malkin. Der Mittelstürmer hatte die zum Tor führende Kombination mit einem Pass auf Justin Schultz eingeleitet. Kessel herzte seinen Mitspieler länger als bei normalen Treffern üblich und ließ ihm beim obligatorischen Abklatschen mit den Mannschaftskameraden auf der Bank konziliant den Vortritt. Außerdem stellte er den Puck für Malkins Trophäensammlung sicher.

Müde aber glücklich präsentierte sich der Jubilar nach der Partie in der Kabine. "Das ist ein ganz spezieller Tag für mich und meine Familie. Ich möchte mich vor allem bei meinen Teamkollegen bedanken. 1000 Punkte sind eine stolze Zahl. Dass ich sie ausgerechnet bei einem Sieg gegen Washington geschafft habe, ist wirklich verrückt", ließ Malkin verlauten. Zugleich räumte er ein, dass er diesem Moment in den vergangenen Wochen entgegengefiebert habe. "Jetzt ist es vollbracht und ich kann wieder normal durchatmen", meinte er.

Video: WSH@PIT: Malkin verbucht 1000. Punkt bei Kessels Tor

Zu den ersten Gratulanten auf dem Eis gehörte Pittsburghs Kapitän Sidney Crosby. Nach der Begegnung setzte er zu einer Lobrede auf Malkin an. "Ich freue mich für ihn. Er hat in den vergangenen Jahren so viel für uns getan. Es war nur eine Frage der Zeit, bis er an diesem bedeutenden Meilenstein ankommt", so Crosby.

Malkin ist der fünfte russische und 88. NHL-Spieler insgesamt, der zum elitären Kreis der Akteure mit 1000 Punkten gehört. In 848 Hauptrunden-Einsätzen für die Penguins schoss er 391 Tore und bereitete 609 Treffer vor. Sein Landsmann Ovechkin benötigte für die 1200 Punkte (653 Tore, 547 Assists) genau 1072 Auftritte in der regulären Saison.

 

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Der Spielführer der Capitals war trotz seines Jubiläumspunktes nicht nach Reden zumute. Ein Statement aus den Katakomben zu diesem an sich freudigen Ereignis ist daher nicht überliefert. Zum einen mag das damit zusammenhängen, dass der Kapitän der Capitals persönliche Rekorde in einem Ausmaß sammelt, wie andere Uhren oder Modellautos. Zum anderen luden die Begleitumstände an diesem Abend nicht wirklich zu Begeisterungsausbrüchen ein. Denn Washington gab beim Erzrivalen eine 2:0-Führung aus der Hand und ging nach zuvor sieben Siegen erstmals wieder als Verlierer vom Eis. Daran konnte auch Ovechkin mit seinem Beitrag zum 3:4-Anschlusstreffer durch John Carlson nichts mehr ändern, weil kurz vor Schluss Jared McCann den Sack für die Hausherren mit einem Empty-Net-Goal endgültig zuband.

Von den anderen Spielern der Capitals war zu Ovechkins Meilenstein ebenfalls nichts zu vernehmen. Sie widmeten sich ausschließlich der Spielanalyse. "Wir lagen vorne und hatten das Momentum auf unserer Seite. Dann haben wir in einigen Situationen die Kontrolle verloren. Nach dem Rückstand war es schwer, noch einmal zurückzukommen", befand beispielsweise Jakub Vrana. Ähnlich selbstkritisch äußerte sich Carl Hagelin. "Wir haben das Spiel innerhalb weniger Minuten im zweiten Abschnitt hergeschenkt", sagte er. Der Angreifer stand zu Saisonbeginn noch bei den Penguins unter Vertrag und wechselte im Februar zu den Capitals.

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Torhüter Braden Holtby stimmte in den allgemeinen Blues ein. "Das hätte nicht passieren müssen. Wir wussten genau, wie die Penguins spielen würden und dass sie nicht viele Chancen auslassen. Genauso ist es auch gekommen", erläuterte er sichtlich geknickt.

Trainer Todd Reirden wollte sich dagegen nicht mit Trübsal blasen aufhalten. "Wir hatten die letzten sieben Spiele einen guten Lauf. Es ist jedoch klar, dass wir nicht immer gewinnen können. Aus der Partie heute gilt es die richtigen Lehren zu ziehen, um als Team weiter voranzukommen", betonte er.

 

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Trotz der Niederlage liegen die Capitals mit 89 Punkten weiter an der Tabellenspitze der Metropolitan Division. Die Penguins verbesserten sich durch den Erfolg auf den dritten Platz. Ihr Rückstand zum Kontrahenten aus der US-Hauptstadt ist auf vier Punkte zusammengeschmolzen. Es ist daher durchaus möglich, dass es in den Stanley Cup Playoffs eine neue interessante Erzählung von einem Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten zu hören gibt.

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