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Die Karten sind neu gemischt

Nach der Sommerpause wollen die Teams herausfinden, wo sie im Vergleich zu ihren Gegnern stehen

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Das Powerranking ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Die Abschlusstabellen wurden ausradiert und alle Statistiken zurückgesetzt. Alle NHL Teams haben sich mehrere Monate intensiv auf die neue Spielzeit vorbereitet und strotzen so vor Tatendrang. Sämtliche Mannschaften fühlen sich gut, doch wo stehen sie im Vergleich zu den anderen Teams?

1. Pittsburgh Penguins (0-1-1, Vorwoche: -)

Warum sollte das Team, das nun zwei Sommer lang aus dem Stanley Cup trinken durfte, nicht auch im ersten Powerranking der Saison 2017/18 auf dem Sonnenplatz thronen?

Die Pittsburgh Penguins vollbrachten das Kunststück, als erst drittes Team seit über einem halben Jahrhundert, ihre Meisterschaft zu verteidigen. Auch wenn sie am Donnerstag einen rabenschwarzen Tag erwischten und von den Chicago Blackhawks mit 10:1 abgewatscht wurden, sind sie immer noch das heißeste Team der Liga. Diese Mannschaft ist ungebrochen das Maß der Dinge in der NHL.

Obwohl sie im Sommer mit Marc-Andre Fleury ein Gesicht ihrer Franchise an die Vegas Golden Knights abgeben mussten, sind die Penguins weiterhin blendend besetzt. Das mit etlichen Topstars gespickte Team kann es in der Liga mit jedem Gegner aufnehmen.

2. Edmonton Oilers (1-0-0, Vorwoche: -)

Edmontons MVP Connor McDavid stellte zum Saisonauftakt am Mittwoch unter Beweis, dass er jeden Penny seines 100 Millionen Dollar Vertrages wert ist. Gegen die Calgary Flames schnürte er einen Hattrick und stellte die Weichen für eine erfolgreiche Saison 2017/18.

McDavid harmoniert hervorragend mit seinem Kompagnon Leon Draisaitl und mischt die gegnerischen Defensivreihen gehörig auf. Die Überraschungsmannschaft der Vorsaison ist auf dem besten Wege, den nächsten Schritt zu machen und sich im Spitzenfeld der Liga zu etablieren.

Video: CGY@EDM: McDavid trifft ins leere Tor

3. Washington Capitals (1-0-0, Vorwoche: -)

Mit zuletzt zwei Presidents Trophies in Folge zählen die Washington Capitals zumindest in der Regular Season zu den härtesten Brocken. Auch in dieser Spielzeit werden die Capitals aller Wahrscheinlichkeit nach erneut ganz oben mitspielen.

Mit Alex Ovechkin, Nicklas Backstrom, Evgeny Kuznetsov und Braden Holtby haben die Capitals erstklassiges Spielermaterial in ihren Reihen. Ihre Ziele sind hochgesteckt und wenn ihnen wieder in der zweiten Stanley Cup Playoffrunde die Luft ausgehen sollte, würde dies als Scheitern gewertet.

Video: WSH@OTT: Ovechkin mit drei Toren in der Eröffnung

4. Nashville Predators (0-1-0, Vorwoche: -)

Der amtierende Western Conference Champion geht auf dem vierten Platz des Powerrankings in die neue Spielzeit. Nach einer durchwachsenen Hauptrunde formierte sich in der Postseason ein echtes Playoffteam. Mit viel Herzblut und engagiertem Defensivspiel rang das Team aus Tennessee seine Gegner in den ersten Stanley Cup Playoffrunden reihenweise nieder.

Nichts desto trotz kreisen einige Fragezeichen über den Predators. In der Sommerpause waren etliche Spieler von Verletzungssorgen geplagt und vieles wird davon abhängen, ob Goalie Pekka Rinne noch genug Benzin im Tank hat, um eine weitere Übersaison hinzulegen.

5. Chicago Blackhawks (1-0-0, Vorwoche: -)

In den Stanley Cup Playoffs 2017 mussten die Chicago Blackhawks eine ganz bittere Pille schlucken. In nur vier Spielen machten ihnen die Nashville Predators den Gar aus. Doch die Blackhawks denken gar nicht daran, in eine Sinnkrise zu stürzen.

Sie holten Stürmer Brandon Saad zurück nach Illinois und bereiteten sich im Sommer intensiv auf die neue Spielzeit vor. Dass auch in 2017/18 mit dem punktbesten Team der Western Conference des vergangenen Jahres zu rechnen ist, stellten sie zum Saisonauftakt gegen die Penguins unter Beweis.

Video: PIT@CHI: Saad eröffnet Saison mit Hattrick

6. Anaheim Ducks (1-0-0, Vorwoche: -)

Mit einem tiefen und hochmotivieren Kader sammelten die Anaheim Ducks vier Jahre in Folge jeweils über 100 Punkte. Im selben Zeitraum stießen sie mehrmals weit in die Stanley Cup Playoffs vor und der ganz große Coup soll im Süden Kaliforniens endlich fällig sein.

Die Führungsspieler um Ryan Getzlaf, Corey Perry und Ryan Kesler sind im besten Eishockeyalter. Sie sind heiß auf den zweiten Titel der Franchisegeschichte und werden nicht nur die Pacific Division aufmischen.

7. Minnesota Wild (0-1-0, Vorwoche: -)

In Minnesota formte sich in den vergangenen Jahren eines der besten Defensivteams der Liga. Natürlich wiegt der Ausfall von Linksaußen Zach Parise schwer, doch mit einer geschlossenen Teamleistung kann auch dieser kompensiert werden.

Zum Saisonauftakt kassierten die Wild eine schmerzhafte 4:2 Auswärtsniederlage bei den Detroit Red Wings. Zwar konnten sie sich mit viel Herzblut von einem 2:0 Rückstand zurückkämpfen, doch danach ging ihnen die Puste aus.

8. New York Rangers (0-1-0, Vorwoche: -)

Beim ersten Saisonspiel gegen die Colorado Avalanche steckte noch merklich viel Sand im Getriebe der New York Rangers. Das mit Abstand schlechteste Team der Vorsaison offenbarte den Rangers etliche Schwachstellen und fuhr einen 4:2 Auswärtssieg im Madison Square Garden ein.

Der Kader der Rangers durchlebte im Sommer einen regelrechten Umbruch. Die vielen Neuzugänge müssen sich noch einfinden und die durch den Abgang von Derek Stepan entstandene Lücke im Sturmzentrum muss geschlossen werden.

9. Toronto Maple Leafs (1-0-0, Vorwoche: -)

Die junge Garde der Toronto Maple Leafs erhielt im Sommer eine sinnvolle Verstärkung. Opa Patrick Marleau ist eine hervorragende Ergänzung zu den Youngsters Auston Matthews, Mitch Marner und William Nylander.

Video: TOR@WPG: Marleau trifft zum zweiten Mal am Abend

Gegen die Winnipeg Jets ließen die Maple Leafs am Mittwoch insgesamt sieben Mal die Torsirene aufheulen. Mit einem Jahr mehr Erfahrung auf dem Buckel sind die Maple Leafs ein ernstzunehmender Anwärter auf die Topplätze in der Atlantic Division.

10. Columbus Blue Jackets (0-1-0, Vorwoche: -)

Eine grandiose Entwicklung machten die Columbus Blue Jackets in den vergangenen Jahren durch und so landeten sie in der Abschlusstabelle der Vorsaison lediglich drei Zähler hinter den Stanley Cup Champions aus Pittsburgh.

Die Blue Jackets sind stark genug, um auf ihrer 108-Punkte Saison aufzubauen. Mit Artemi Panarin verpflichteten sie in diesem Sommer einen Torjäger der Güteklasse A.

Die Verfolger: St. Louis Blues (-), Tampa Bay Lightning (-), Los Angeles Kings (-), Montreal Canadiens (-), Boston Bruins (-)

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