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Der "Hall-Of-Famer" in Zahlen

Inside The Numbers: Ein Blick auf die Statistiken der Legenden, die in die Ehrenhalle aufgenommen wurden

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

Jeden Mittwoch in der Saison 2018/19 wird NHL.com/de in der Rubrik "Inside the numbers" nach verschiedenen Trends und Statistiken suchen, um Euch die Analyse des Spiels näherzubringen.

In dieser Ausgabe: Die Hockey-Hall-Of-Famer in Zahlen

Die Aufnahme in die Hockey Hall Of Fame ist eine der größten Ehren, die einem Eishockey-Profi zuteil werden können. Zu diesem erlesenen Kreis zählen Legenden wie Wayne Gretzky, Mario Lemieux oder Gordie Howe. Jedes Jahr nimmt die Hockey Hall Of Fame neue Mitglieder (bis zu vier männlichen und zwei weiblichen Spielern) auf. Doch was braucht es, um in die Ruhmeshalle aufgenommen zu werden? Werte wie Persönlichkeit, Ausstrahlung oder prägender Spielstil lassen sich nur schwer in Zahlen ausdrücken. Umso besser geht das für die Anzahl der Spiele, erzielten Tore und Punkte. Wir haben einen Blick hinter die Zahlen der "Hall-Of-Famer" geworfen.

Viele Center und sechs Frauen

Bei unserer Analyse betrachten wir lediglich die Aufnahmen seit dem Jahr 2000. In den letzten 18 Jahren wurden 64 neue Spieler in die Hall Of Fame aufgenommen. Darunter auch sechs Frauen: Angela James, Geraldine Heaney, Angela Ruggiero, Danielle Goyette und Jayna Hefford. Die verdienten Ehrenträgerinnen wollen wir natürlich nicht verschweigen, können sie aber nicht in unsere Bewertungen mit einfließen lassen, da sie in einem anderen Wettbewerb aktiv waren. Gleiches gilt auch für Flügelstürmer Valeri Kharlamov, der nie in der NHL gespielt hat.

Unter den verbleibenden 56 Personen sind 17 Center, sieben linke Flügelstürmer, zwölf rechte Flügelstürmer, 15 Verteidiger und sechs Goalies. Das vor allem Center so häufig vertreten sind, mag an ihrer Vielseitigkeit liegen: Mittelstürmer müssen sowohl nach vorne als auch nach hinten mitarbeiten und sind rein von der Position her im Zentrum des Spiels. Bei ihrem anspruchsvollen Job können sie noch mehr auf das gesamte Spiel einwirken und wohl somit einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

 

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Center

Doch lassen wir nun die Zahlen sprechen. Welche Werte braucht es für einen Mittelstürmer, um für die Hockey Hall Of Fame in Betracht zu kommen? Seit 2000 war Eric Lindros der Center mit der geringsten Anzahl an Spielen (760). Im Schnitt konnten die Auserwählten jedoch 1246 NHL-Partien vorweisen. In Sachen Tore liegt der Mindestwert bei 169, in Sachen Scorerpunkte bei 644 - jeweils aufgestellt von Igor Larionov. Im Schnitt brachten es die Hall-Of-Famer auf 479 Treffer sowie 1308 Punkte in ihrer Karriere. Seit dem Jahr 2000 erreichte Mark Messier die jeweiligen Top-Werte in Sachen Spiele (1756), Tore (694) und Punkte (1887). Unter den 17 Mittelstürmern befinden sich große Namen wie Steve Yzerman, Joe Sakic, Peter Forsberg, Mats Sundin, Mike Modano, Mats Sundin und viele mehr.

Linker Flügel

Bei den Linksaußen benötige es in den letzten 18 Jahren mindestens 764 Spiele (Aleksander Yakushev), 283 Tore (Dick Duff) und 572 Scorerpunkte (Duff), um den Sprung in die Hockey Hall Of Fame zu schaffen. Die Mittelwerte lagen bei 1191 Partien, 497 Treffern und 1016 Punkten. Dauerbrenner unter den linken Flügelspielern war Dave Andreychuk (1639 Spiele) und der fleißigste Torjäger und Punktesammler war Luc Robitaille (668 Treffer, 1394 Punkte). Zum Kreis der insgesamt acht aufgenommenen Spieler zählte unter anderem auch Brendan Shanahan.

Rechter Flügel

Zudem hatten zwölf Rechtsaußen die Ehre, berufen zu werden. Sergei Makarov erreichte gerade einmal 424 Spiele, 134 Tore und 384 Scorerpunkte, um sich für einen Platz in der Ruhmeshalle zu empfehlen. Er stellte damit den Mindestwert unter den rechten Flügelstürmern auf. Durchschnittlich brachten es diese auf 1122 NHL-Spiele, 523 Tore und 1114 Punkte. Die schillerndsten Zahlen stellten Mark Recchi (1652 Partien), Brett Hull (741 Treffer) und Teemu Selanne (1457 Punkte) auf. Auch beispielsweise Pavel Bure und Martin St. Louis zählten zu den Spielern, die in ihrer Ära ihren Stempel aufdrückten.

Verteidigung

Seit 2000 wurden außerdem 15 Verteidiger aufgenommen. Die Aufnahme-Hürde schien bei 546 Spielen, 36 Toren und 228 Scorerpunkten zu liegen. Diese Zahlen standen bei Viacheslav Fetisov nach dessen Karriereende zu Buche. Der Mittelwert liegt bei 1318 Partien jedoch deutlich höher. Alleine Chris Chelios schnürte seine Schlittschuhe in 1651 NHL-Spielen. Die Tore-Anzahl liegt im Schnitt bei 234 Treffern - deutlich geringer als bei den Stürmern. Die Ausbeute von Ray Bourque, der 410-mal knipste, steht den Angreifern allerdings in nichts nach. Das gilt auch für seine Punkte-Ausbeute von 1579 Scorerpunkten, die den Bestwert unter den Abwehrspielern darstellen. An prominenten Namen fehlt es auch hier nicht: Chris Pronger, Niklas Lidstrom, Rob Blake oder Scott Niedermayer sind nur einige Beispiele.

 

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Tor

Bei den insgesamt sechs Torhütern dürfte die Anzahl der Spiele und Siege am aussagekräftigsten sein. Im Schnitt waren es stolze 943 Karriere-Einsätze - eine Marke die Martin Brodeur mit deren 1266 regelrecht pulverisierte. Für den Mindestwert sorgte kein geringerer als Dominik Hasek, der auf 735 Spiele in der besten Eishockey-Liga der Welt kommt. Bei den Siegen erreichte Rogatien Vachon den Mindestwert von 355. Beinahe auf das Doppelte kommt Brodeur, der mit 691 auch weit über dem Durchschnitt von 479 liegt. Im Kreis der Legenden befinden sich unter anderem Patrick Roy oder Ed Belfour, doch die besten Zahlen hat Brodeur. Das gilt selbst für die Anzahl der Shutouts 125 (im Schnitt 71). In Sachen Gegentorschnitt (im Schnitt 2,64) steht Hasek (2,2) sogar noch hauchdünn vor Brodeur (2,24).

Video: Brodeur holt Rekord mit 24. Playoff-Shutout

Neue Kandidaten bestätigen die Zahlen

Würde man sich einen Hall-Of-Famer in Zahlen bauen, hätte dieser je nach Position folgende Zahlen in seiner Vita: 497 Tore als Stürmer (Durchschnittswerte von Centern, Linksaußen und Rechtsaußen), 958 Scorerpunkte als Verteidiger sowie 479 Karriere-Siege als Torwart.

Bei der Nominierung für die Ruhmeshalle achten die Verantwortlich freilich auf mehr als nur die nackten Zahlen. So auch für die Kandidaten in 2019: Die Stürmer Patrik Elias (408), Pierre Turgeon (515), Jeremy Roenick (513), Daniel Alfredsson (444), Alexander Mogilny (473), Theo Fleury (455), Keith Tkachuk (538) und Rod Brind'Amour (452), die Verteidiger Doug Wilson (779 Scorerpunkte), Sergei Zubov (771) sowie Goalie Curtis Joseph (454 Siege) hätten die oben aufgeführten Mindest-Marken jeweils überschritten und knackten vereinzelt sogar die Durchschnitts-Werte.

Für wen sich das 18-köpfige Komitee für die Aufnahme im Jahr 2019 letztendlich entschieden hat und ob diese in die aufgezeigten Kategorien passen, wird wieder Ende Juni bekanntgegeben.

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