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Spieler fänden internationales All-Star Game interessant

Roman Josi, Nico Hischier und Leon Draisaitl sind der Idee aufgeschlossen, dem All-Star Game ein internationales Flair zu geben

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Freier Chefautor

NHL Commissioner Gary Bettman hatte da doch etwas angedeutet auf der Pressekonferenz zur Eröffnung des Honda NHL All-Star Weekend 2020 in St. Louis? Während er bekanntgab, dass die 2021er All-Star-Festivitäten am 29. und 30. Januar 2021 im BB&T Center von Sunrise, Florida, stattfinden werden, sprach er mit Blick auf das Event im kommenden Jahr davon, dass es geplant sei 'dem All-Star Game einen eindeutig internationalen Touch zu geben'. Der Commissioner ging jedoch nicht auf genauere Details ein, da sie sich noch in Gesprächen mit der Spielergewerkschaft befänden.

Die Grundidee ist gar nicht einmal so neu: Beginnend mit dem All-Star Game 1998 in Vancouver traten beim Spiel der Besten eine Weltauswahl von NHL-Spielern gegen die Stars aus Nordamerika an. Fünfmal wurde das All-Star Game in diesem Format ausgetragen, wobei dreimal Team North America (1998, 1999, 2001) und zweimal Team World (2000, 2002) gewann. Mit Torwart Olaf Kölzig (1998, 2000) und Stürmer Marco Sturm (1999) durften damals auch deutsche NHL-Cracks mitwirken.

Den drei deutschsprachigen NHL All-Stars 2020 dürften die mindestens 18 Jahre zurückliegenden Duelle nur noch in vager Erinnerung sein, wenn überhaupt.

Der 29-jährige Berner Roman Josi wusste darauf angesprochen, wie er es fände, zunächst nicht wovon die Rede sei, zeigte sich dann aber der Idee gegenüber recht aufgeschlossen. 

"Das wäre doch recht cool, wenn nordamerikanische Teams aus NHL-Spielern gegen welche aus Europa antreten. Ich mag auch das bisherige Format, bei dem man mit Spielern aus der Central Division zusammenspielt, die normalerweise in den gegnerischen Mannschaften stehen, da es doch mit einigen von ihnen Rivalitäten gibt. Doch internationale Teams wären auch ganz cool", meinte der Verteidiger der Nashville Predators.

Josis 21-jähriger Landsmann Nico Hischier, in diesem Jahr ein Debütant bei einem All-Star Game, hegte keinerlei Zweifel, dass es ein Erfolg werden könnte.

"Für mich würde das ebenfalls ein Spaß sein. Es gibt verschiedene Sachen, die man [aus Sicht der Liga] probieren könnte. Das wäre mal was komplett Neues. Ich glaube schon, dass die Leute so etwas Neues gerne sehen würden und auch die Spieler hätten ihre Freude daran", zeigte sich der Stürmer der New Jersey Devils recht begeistert.

Voller Vertrauen in die Verantwortlichen, die das zu entscheiden haben, ist auch der deutsche Ausnahmestürmer Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers.

 

[Ähnliches: Die komplette Berichterstattung von NHL.com/de zum All-Star Game 2020 in St. Louis]

 

"Es fallen ihnen immer wieder neue, interessante Sachen ein, die den Fans und auch den Spielern gefallen. Da bin ich mir ganz sicher", urteilte Draisaitl, der an seinem zweiten All-Star Game in Folge teilnahm, positiv über ein solches Konstrukt.

Man darf darauf gespannt sein, bis wann die Idee spruchreif sein wird und wann von der NHL genauere Details hierzu veröffentlicht werden. In jener Form, World gegen North America, wie zur Jahrtausendwende wird das zukünftige All-Star Game vermutlich nicht wiederaufgelegt werden. Und warum sollte die Liga auch vom 3-gegen-3-Turnier Abstand nehmen, das seit 2016 so gut ankam?

Durchaus vorstellbar wäre hingegen ein kleines Nationenturnier mit dem ein oder anderen gemischten Team, in dem dann auch die für das All-Star Game nominierten Cracks aus Deutschland, Österreich und der Schweiz integriert werden. Doch das ist alles bisher nur reine Spekulation.

Wie auch immer die Entscheidung der Ligaverantwortlichen fallen wird, sicher ist, dass auch die kommende All-Star-Veranstaltung, den Protagonisten auf dem Eis, ihren Freunden und Verwandten, den Anhängern vor Ort und den Eishockeyfans vor den Bildschirmen unterhaltsame Momente bieten wird, in denen der Spaß an diesem Ereignis im Vordergrund steht.

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