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Strauchelnde Powerplays bei Dallas gegen Nashville

In der Serie zwischen den Stars und Predators werden Spiele bei voller numerischer Stärke entschieden

von Alexander Gammel @nhlde / NHL.com/de Autor

In Spiel 3 der Erstrundenserie in den Stanley Cup Playoffs der Western Conference erkämpften sich die Nashville Predators am Samstag im American Airlines Center einen 3:2-Auswärtssieg bei den Dallas Stars. Die beiden Teams machten es erneut spannend: Nach einer 2:0-Führung der Gäste und dem Ausgleich im dritten Drittel, entschied Mikael Granlund die Partie 8:19 Minuten vor Spielende. Die Predators eroberten nach der Niederlage im ersten Spiel mit dem zweiten Sieg in Folge die Führung in der Serie zurück. Damit setzten sich die Trends der ersten beiden Begegnungen in Nashville fort. Es bleibt die Serie mit den wenigsten Toren, bisher fielen 13 Treffer und nie mehr als fünf in einem Spiel. Auffällig ist, dass das Überzahlspiel kaum einen Einfluss auf den Ausgang der Spiele hatte.

 

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"Das Überzahlspiel war einfach nicht gut genug", kommentierte Verteidiger John Klingberg von den Stars nach dem dritten Spiel am Montag, in dem Dallas vier Gelegenheiten im Powerplay hatte. "Es ist klar, dass wir nicht in jedem Powerplay treffen können. Aber wir müssen Schwung mitnehmen. Aus diesen Situationen muss man Energie schöpfen. Im Moment hat unsere Formation damit Probleme. Die zweite Formation bringt da mehr Leistung. Wir müssen uns verbessern."

Besonders bitter war eine Szene im zweiten Drittel, nach dem 1:0 für die Predators durch Rocco Grimaldi. Nashvilles Viktor Arvidsson musste nach 5:38 Minuten im Mittelabschnitt wegen Behinderung auf der Strafbank Platz nehmen. 31 Sekunden später gesellte sich Nick Bonino wegen Beinstellens dazu. Mit einem Treffer hätten die Stars noch bevor die Hälfte der Spielzeit absolviert war, die Initiative übernehmen und den Ausgleich erzielen können. Stattdessen feierte Nashville den Erfolg einer überstandenen Unterzahl und ihren offenbar unbezwingbaren Torwart Pekka Rinne.

Video: NSH@DAL, Sp3: Bonino legt Forsbergs Tor auf

"Unsere Unterzahl war wirklich stark", lobte Trainer Peter Laviolette. "Ein fünf gegen drei ist eine besonders schwierige Situation. Die Stars haben talentierte Spieler und sie kennen sich schon eine Weile. Sie haben die Chemie und wenn man in doppelte Unterzahl kommt, weiß man, dass man unter Druck geraten wird. In diesen Szenen muss man auf die Details achten und sie umsetzen. Man braucht auch die Paraden und die hat Pekka geliefert. Die Unterzahl war gut und ja, dieser Moment hätte das ganze Spiel verändern können. Unsere Unterzahl hat sich bewiesen, genau wie Pekka."

Zwölf der bisher 13 Tore fielen, wenn beide Teams komplett waren. Das Powerplay der Predators tut sich genauso schwer wie das der Stars. Dallas stellt mit acht von acht überstandenen Situationen die beste Unterzahl der bisherigen Playoffs. Das einzige Powerplay-Tor der Serie war das erste Tor der Stars im ersten Spiel durch Miro Heiskanen. Beide Mannschaften kommen zwar zu Chancen, doch stets findet irgendein Ausrüstungsteil der Torhüter Rinne und Ben Bishop oder auch eines Verteidigers den Weg zwischen Puck und Tor.

 

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"Bei fünf gegen vier hatten wir unsere Chancen", spricht auch Trainer Jim Montgomery seinen Stars keinesfalls die Bemühungen ab. "Wir hatten viele Schussversuche, auch wenn ich nicht weiß, wie viele bis zum Tor durchkamen, das habe ich mir noch nicht angeschaut. Wir haben den Puck leicht in ihr Drittel gekriegt und ihn dort dann gut laufen lassen. Wir waren aggressiv und hatten Zug zum Tor."

Für das nächste Spiel am Mittwoch und den Rest der Serie, wie lange sie auch dauern möge, dürften sich beide Mannschaften einiges für das Powerplay vorgenommen haben. Bei der Qualität der Unterzahl-Formationen und der Torhüter, ist jedoch fraglich, ob daraus auch Zählbares entspringt. In den ersten drei Partien zeigte sich ein relativ konstantes Leistungsbild der zwei Kontrahenten und beide Mannschaften haben die Qualität, die Trainer und die Disziplin, um ihre Stärken weiterhin konsequent auf die Eisfläche zu bringen. Entscheidend dürften wohl eher jene Situationen sein, denen die bisher knappen Siege entsprangen: Schnelle Aufbaupässe zum Kontern und viel Verkehr vor den Torhütern.

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