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Topscorer und Anführer auf und neben dem Eis

P.K. Subban ist einer der Topscorer unter den Verteidigern der Liga und zeigt auch in der Kabine echte Führungsqualitäten

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Die NHL erlebt seit Beginn dieser Saison wieder einen Trend zu torreicheren Spielen, was einigen Teams mehr in die Karten spielt, als anderen. Eine dieser Mannschaften sind die Nashville Predators. Der Vizemeister der vergangenen Stanley Cup Playoffs brauchte zwar einige Spiele, um in die Saison zu finden, mauserte sich aber im November zu einem der besten Teams der Liga und liefert sich derzeit mit den St. Louis Blues und den Winnipeg Jets einen spannenden Dreikampf um die Spitze der Central Division. Im Dezember gewannen die Predators bisher vier von fünf Spielen (4-0-1) und erzielten 4,6 Tore pro Spiel.

Diese Ausbeute verdanken sie auch ihren Verteidigern, die eine unglaubliche Gefahr in der Offensive ausstrahlen. Die Abwehrabteilung aus Nashville konnte bisher 77 Punkte verbuchen, der beste Wert aller Teams, und 22 Tore, öfter trafen nur die Verteidiger des Rivalen aus St. Louis. Angeführt werden sie dabei in beiden Kategorien von Roman Josi und P.K. Subban, mit jeweils sechs Toren und 20 Punkten. Während Josi seine erste Saison als Kapitän der Predators bestreitet, ist Subban dennoch einer der unbestrittenen Anführer der Mannschaft.

Schon Subbans Produktivität im Spiel auf das gegnerische Tor ist beeindruckend. Er erzielte bereits in den ersten 22 Partien vier Tore und 18 Punkte, bevor er eine kleine Durststrecke von sieben Spielen durchleben musste. Am Mittwochabend, beim 7:1-Auswärtssieg gegen die Vancouver Canucks, war er mit den Treffern zum 1:0 und 3:0 entscheidend an dem Erfolg beteiligt, der sie wieder einen Punkt vor die Winnipeg Jets und bis auf zwei Punkte an die Blues heranbrachte, die allerdings bereits zwei Spiele mehr hinter sich haben.

"Ich habe einfach versucht so hart wie möglich zu schießen", analysierte Subban sein zweites Tor. "Wenn man das macht, sind die Pucks für den Torwart manchmal schwierig zu halten, sie prallen glücklich ab, aber ich kann mich diese Saison an einige Situationen erinnern, in denen der Puck ins Tor gegangen sein müsste, aber vorbei ging, deshalb nehme ich auch gerne die glücklichen Tore."

Video: NSH@VAN: Subban trifft aus der neutralen Zone

Es war in der Tat ein kurioses Tor. Subban feuerte einen Schlagschuss von der Mittellinie auf das Tor von Anders Nilsson, der verschätzte sich, griff neben den Puck und lenkte ihn mit der Fanghand in sein eigenes Netz.

Aber es ist nicht nur Subbans Instinkt in der Offensive, der ihn auf dem Eis wertvoll macht und nicht nur sein Schuss, der immens hart sein kann. Als sein Mitspieler Alexei Emelin im dritten Drittel einen harten Check von Jake Virtanen einstecken musste, bei dem er von dessen Schläger im Gesicht verletzt wurde, zeigte Subban, was er für ein Teamkollege ist. Er war sofort als erster Spieler bei Virtanen, schnappte sich den Spieler der Canucks und machte ihm unsanfte Weise klar, dass es keine gute Idee ist, zu hart mit den Teamkollegen eines P.K. Subban umzugehen.

So ist der 28-Jährige aus Toronto, er setzt sich immer für mit allem was er hat für sein Team ein und arbeitet bis zum Umfallen. Er bemüht sich stets mit Beispiel voran zu gehen und seiner Mannschaft nicht nur mit Punkten zu helfen, sondern auch Zeichen zu setzen, um die Moral im Team hochzuhalten, seine Mitspieler mitzureißen und anzutreiben.

Das gilt nicht nur für seine Aktionen auf dem Eis. Bereits bei den Montreal Canadiens, bei denen er sieben Spielzeiten verbrachte, bevor er vor der vergangenen Saison nach Nashville wechselte, war er ein absoluter Publikumsliebling und bekannt für sein besonderes Charisma. Er verdiente sich bereits in jungen Jahren einen Ruf als extrovertierter Showman und Stimmungsmacher, aber auch als engagierter Athlet gegenüber seiner Organisation und der Gemeinschaft seiner Stadt. Er ist bekannt für sein soziales Engagement, wofür er auch das Meritorious Service Cross bekam, eine Auszeichnung für Personen, die Kanada besondere Dienste erwiesen haben.

Subbans besonderer Charakter könnte den Predators noch große Dienste erweisen. Im Moment sind sie zweifelsohne eines der besten Teams der NHL, sie mussten in den letzten 18 Begegnungen nur zwei Mal ohne Punkte vom Eis gehen und stehen in der Tabelle weit oben. Doch auch solche Serien enden irgendwann, Spieler verletzen sich, oder haben manchmal Phasen, in denen der Puck einfach nicht das macht, was er soll. Das erlebte zuletzt auch Subban, überstand diese Zeit jedoch. Wenn es bei den Predators dann einmal nicht so gut laufen sollte, kann ein solcher Spieler mit seinem beispielhaften auftreten auf dem Eis und seiner Hingabe, seiner Hartnäckigkeit und seinem Humor in der Kabine entscheidend dafür sein, dass das Team zum Befreiungsschlag kommt.

Alleine diesen Monat stehen noch acht Partien in 18 Tagen an. Als nächstes geht es zu den Edmonton Oilers, bei denen die Truppe aus Nashville am Donnerstagabend zu Gast ist, bevor am Samstag ein Gastspiel bei den Calgary Flames ansteht. Die Oilers spielten bisher eine relativ enttäuschende Saison, scheinen in den letzten Spielen aber immer besser in die Spur zu finden. Hier wird Subban versuchen wieder eine Serie zu starten und die Predators zum Sieg zu führen, wie zuletzt im November, als er in vier Spielen in Folge punktete und sechs Vorlagen verzeichnete.

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