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Anaheims Prospects Larsson und Steel im Fokus

31 in 31: Der Verteidiger und der Center könnten in 2018/19 ihren Platz bei den Ducks finden

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Die NHL-Saison 2018/19 wirft langsam aber sicher ihre Schatten voraus. Vor dem Start der Trainingslager analysiert NHL.com/de ab 5. August die 31 Teams der Liga in 31 Tagen. Zu jeder Mannschaft gibt es in der Serie "31 in 31" zwei Berichte mit interessanten Fakten, Einschätzungen und Einblicken.

In dieser Folge: Anaheim Ducks

Bilanz 2017/18: 44-25-13, 2. Platz in der Pacific Division
Playoffs 2018: 4:0-Niederlage in der ersten Runde gegen die San Jose Sharks
Trainer: Randy Carlyle, seit dem 14. Juni 2016
Neuzugänge: Brian Gibbons, Carter Rowney, Luke Schenn, Isac Lundestrom
Abgänge: J.T. Brown, Derek Grant, Reto Berra, Mike Liambas

 

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Einige Talente der Anaheim Ducks finden selbst im Sommer keine Zeit, die Beine hochzulegen. Vom 28. Juli bis zum 4. August fand das World Junior Summer Showcase in Kamloops, British Columbia, statt. Mit Isac Lundestrom, Olle Eriksson Ek, Antoine Morand und Maxime Comtois haben sich gleich vier Perspektivspieler der Ducks präsentiert. Einige weitere hinterließen im Development Camp eine Duftmarke.

Über Jahre hinweg konnten sich die Fans der Ducks auf ihre zuverlässigen Stars verlassen. Die Generation von Ryan Getzlaf, Corey Perry und Ryan Kesler lieferte Jahr für Jahr solide Leistungen ab und stand für erfolgreiches und sehenswertes Eishockey im Süden Kaliforniens. Doch der Ofen brennt nicht von alleine. Der Zahn der Zeit nagt auch an den etablierten Spielern, was zahlreiche Verletzungsausfälle in der abgelaufenen Saison unterstreichen. Zum Glück haben die Ducks einige Talente in der Pipeline.

Was darf von ihnen erwartet werden?

Am Freitag nahmen die Ducks schwedischen Presseberichten zufolge Isaac Lundestrom für ein durchschnittliches Jahresgehalt von 0,925 Millionen US-Dollar unter Vertrag. Beim NHL Draft 2018 hatten sie den 18-jährigen Schweden in der ersten Runde (Nummer 23) ausgewählt.

Anaheim belohnte den jungen Außenstürmer für eine beeindruckende Saison 2017/18 beim SHL-Klub Lulea HF. In seiner Premierensaison in der höchsten schwedischen Spielklasse markierte Lundestrom 15 Punkte (sechs Tore, neun Assists) in 42 Spielen.

Beim Juniorenturnier in Kamploops gelang Außenstürmer Lundestrom ein Tor in vier Spielen für die Auswahl der Tre Kronor und machte deutlich, dass sich Ducks-Fans mittelfristig Unterstützung von ihm erhoffen dürfen.

"Der Vertrag ist eine große Ehre für mich. Weil ich zurzeit mit der Nationalmannschaft in Kanada bin, habe ich es noch gar nicht realisiert", erzählte Lundestrom der Presse seines Heimatlandes. "Es ist fix, dass ich noch ein Jahr in Schweden spielen kann. Es fühlt sich besser an, als direkt rüber zu gehen und in der AHL zu enden."

Und tatsächlich könnte sich ein weiteres Jahr in gewohnter Umgebung als der richtige Weg erweisen. "Jetzt beginnt für mich die harte Arbeit. Natürlich wird bei einem Klub wie den Ducks viel von mir erwartet", fügte er hinzu.

Lundestrom könnte sich für Anaheim als ein Glücksgriff erweisen. Der letzte schwedische Stürmer, den die Ducks in der ersten Runde gedraftet hatten, heißt Rickard Rakell. Er beendete die Vorsaison als teaminterner Topscorer (34 Tore, 35 Assists).

Neben Lundestrom zeigten sich auch die Kanadier Comtois und Morand beim Junioren-Turnier in Kamloops. Comtois erzielte ein Tor in zwei Spielen für Kanada, Morand legte einen Treffer auf. Beide Frankokanadier wurden beim NHL Draft 2017 in der zweiten Runde ausgewählt und werden aller Voraussicht nach auch noch im kommenden Jahr in der QMJHL auf Torejagd gehen.

Eines der heißesten Eisen unter den Perspektivspielern der Ducks ist Sam Steel. Beim NHL Draft 2016 wurde der Außenstürmer in der ersten Runde (Nummer 30) von Anaheim ausgewählt. In der darauffolgenden Saison beeindruckte er mit 131 Punkten (50 Tore, 81 Assists) in 66 Spielen für die Regina Pats in der Western Hockey League. Er holte sich die Punktetrophäe und wurde als Spieler des Jahres ausgezeichnet.

Nach einer weiteren, teilweise verletzungsgeplagten Saison in Regina, wird Steel ab der kommenden Spielzeit für die Ducks-Organisation stürmen. Er ist ein kleiner (180 cm) aber schneller Mittelstürmer und könnte bei einem verletzungsbedingten Ausfall eines Stammspielers eine echte alternative im Aufgebot der Ducks darstellen.  

Einer der bereits zum Saisonauftakt auf Einsatzzeiten hoffen darf, ist Jacob Larsson. Der 21 Jahre junge Verteidiger feierte schon in der Saison 2016/17 sein Debüt in der NHL, wurde jedoch von einer langwierigen Knieverletzung stark zurückgeworfen.

 

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"Ich hatte eine Saison voller Verletzungen", erzählte der Schwede im Frühjahr. "Es war ein ständiges auf und ab. Ich bin mit meiner Saison nicht wirklich glücklich. Jetzt muss ich einfach weitermachen und mich regenerieren."

Die Regeneration ist ihm geglückt. Beim Development Camp der Ducks präsentierte sich Larsson in Topform. Mit 188 cm und 88 kg besitzt Larsson Gardemaße. Er ist Zweikampfstark und kann hervorragend mit dem Puck umgehen. Larsson ist eine echte Alternative für die Defensivreihen der Ducks.

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