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Trotz Sieg müssen die Ducks beständiger werden

Nach ständigem Auf und Ab im Western Conference Finale, müssen die Ducks beständiger spielen

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Es ist vollbracht, die Anaheim Ducks haben die Serie des Western Conference Finales ausgeglichen. Nach einer 2-1 Führung für die Nashville Predators, konnten die Ducks am Donerstag mit einem 3-2 Sieg nach Verlängerung ausgleichen. Die Ducks zeigten zu Beginn eine dominante Leistung und holten eine 2-0 Führung, ließen die Preds aber im letzten Drittel zum Ausgleich zurück kommen. In der Verlängerung traf dann Veteran Corey Perry mit einem kuriosen Tor zum Sieg.

Im ersten Drittel kassierten sie lediglich zwei Torschüsse und feuerten selbst 14 Mal auf Pekka Rinne im Tor der Predators. Es war beeindruckend, was die Ducks aufs Eis zauberten. Dadurch gingen sie nach 11:30 auch durch Rickard Rakell in Führung.

Doch bereits im zweiten Drittel kippte der Spielverlauf. Zwar gingen die Ducks durch Nick Ritchie 2-0 in Führung, doch das Schussverhältnis im Mittelabschnitt war 18-12 zu Gunsten der Predators. Die Ducks wiegten sich vielleicht zu sehr in Sicherheit und ließen ihren Gegner kommen.

"Das ist ein Auf und Ab im Spiel", äußerte sich Trainer Randy Carlyle zu Spiel. "Wir wollten einen guten Start ins Spiel und das haben wir geschafft, aber deutlich. Nach dem letzten Spiel waren wir platt, wir hatten nicht die nötige Emotion und Energie, um auf ihrem Niveau zu spielen."  

Noch schlimmer wurde es im Schlussabschnitt, als die Preds mit 11-5 Schüssen das Spiel übernahmen und nicht nur den Anschluss durch P.K. Subban schafften, sondern kurz vor der Schlusssirene auch noch den Ausgleich erzielten.

In der Verlängerung schien dann wieder ein anderes Team, das aus dem ersten Drittel auf dem Eis zu stehen. Die Ducks waren wieder deutlich aktiver und kamen mit der doppelten Anzahl der Torschüsse der Preds zum Siegtreffer.

Vor Spiel fünf am Samstag gilt es nun das Problem der Beständigkeit in den Griff zu kriegen. Dieses Mal endete das Auf und Ab mit einem Sieg für die Ducks, doch in den meisten Fällen muss man 60 Minuten konsequent Spielen, um im Eishockey, besonders in der NHL, zu gewinnen. Das tat Anaheim im letzten Spiel nicht.

Bereits im letzten Spiel wurden sie von den Predators regelrecht überrannt und verloren bei 40-20 Torschüssen, nach einer 1-0 Führung 2-1.

Sie wurden am Donnerstag von Perry, einem ihrer Veteranen, gerettet und genau auf diese Spieler kommt es an. Die erfahrenen Akteure müssen das Team im Spiel halten, die Energie aufrecht erhalten, um die überraschend starken Predators zu schlagen.

"Wie wir schon die ganzen Playoffs sagen", erklärte Siegtorschütze Perry, "Wir haben eine Checkliste, die wir jeden Tag durchgehen und es ist egal welcher Zeitpunkt im Spiel es ist, man muss sich daran erinnern. Man muss sich an die Punkte der Liste erinnern. Und Hindernisse sind unter diesen Problemen, das Auf und Ab im Spiel."

Dabei kommt es darauf an, seine Emotion im Griff zu behalten, sich nicht vom Spielverlauf oder dem Verlauf der Serie beeindrucken zu lassen. Das Gelang in der Verlängerung perfekt. Im Eishockey wird oft von dem Momentum gesprochen, der Stimmung, dem Schwung, der Energie im Spiel. Das kann sich auch auf eine ganze Serie übertragen. In der aktuellen Serie schwingt das Momentum hin und her, doch wenn die Ducks das nächste Spiel gewinnen, können sie das Momentum und damit einen entscheidenden Vorteil auf ihre Seite ziehen.

"Ich glaube, die letzten drei, oder vier Jahre, haben wir viel durchgemacht", stellte Torwart John Gibson fest, "mehr Tiefen als Höhen in den Playoffs. Aber ich glaube, davon haben wir nur gelernt und jetzt, wo wir die Ruhe haben und die Fähigkeit uns immer wieder zu sammeln, ob wir führen, oder zurückliegen, wir haben einfach den Glauben in der Kabine und vertrauen einander, dass wir in jeder Situation zurückkommen können."

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