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Duchene und die Predators am Ziel ihrer Wünsche

Nashvilles Neuzugang richtet eine Liebeserklärung ans Umfeld und ist gespannt auf seine Mitspieler

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Spätestens nach dem frühzeitigen Aus in den Stanley Cup Playoffs war den Verantwortlichen der Nashville Predators klar, dass eine dosierte Blutauffrischung des Kaders unumgänglich ist. Vor allem in der Offensive machten sie einen Handlungsbedarf aus. Die 240 Tore in der regulären Saison 2018/19 bedeuteten lediglich Platz 19 in der Liga und die elf Treffer in den sechs Spielen gegen die Dallas Stars waren am Ende zu wenig, um die erste Playoff-Runde zu überstehen.

General Manager David Poile nahm sich der Lösung des Problems an und traf dafür in den vergangenen Tagen zwei vielbeachtete Entscheidungen. Erst verschaffte er dem Klub mit dem Trade von Verteidiger und Großverdiener P.K. Subban zu den New Jersey Devils mehr Cap-Space. Den gewonnenen finanziellen Spielraum nutzte er wenig später und angelte sich bei der NHL Free Agency 2019 mit Matt Duchene einen der begehrtesten Stürmer. Der 28 Jahre alte Center unterschrieb in Nashville einen Siebenjahresvertrag im Gesamtwert von 56 Millionen US-Dollar.

Duchene galt als absoluter Wunschspieler der Predators, um der Abteilung Attacke in der kommenden Spielzeit zu mehr Durchschlagskraft zu verhelfen. "Es war unser vordringlichstes Ziel für die Offseason, unsere Offensive besser auszustatten. Dass wir dabei ein Auge auf Matt Duchene geworfen hatten, war ja kein Geheimnis. Mit ihm haben wir einen dynamischen Scorer und Torjäger hinzugewonnen, der zudem über Spielmacherqualitäten verfügt", sagte Poile über den Neuzugang.

Video: CBJ@BOS, Sp2: Duchene in Überzahl zum Sieg

Der Mittelstürmer begann die Saison 2018/19 bei den Ottawa Senators. Bei der NHL Trade Deadline im Februar wechselte er zu den Columbus Blue Jackets. Mit starken Darbietungen sorgte er dafür, dass sich die Vertretung aus Ohio für die Playoffs qualifizierte und in der Auftaktrunde mit den Tampa Bay Lightning einen der großen Titelfavoriten ausschaltete. In der zweiten Runde war allerdings Endstation. Die Blue Jackets unterlagen den Boston Bruins nach sechs Duellen.

Mit 70 Punkten (31 Tore, 39 Assists) aus 73 Hauptrunden-Partien für die Senators und die Blue Jackets stellte Duchene in der abgelaufenen Spielzeit seine persönliche NHL-Bestleitung von 2013/14 ein. In den Playoffs kam er in zehn Begegnungen zum Einsatz und erzielte zehn Punkte (5 Tore, 5 Vorlagen).

 

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Seine NHL-Laufbahn begann der Linksschütze bei den Colorado Avalanche, die ihn 2009 beim Draft an Gesamtposition 3 ausgewählt hatten. Er sicherte sich sofort einen Stammplatz in Denver und gehörte fortan zu den besten Offensivkräften des Teams. Im November 2017 wurde er von den Avalanche zu den Senators getradet.

Für seine drei bisherigen Arbeitgeber absolvierte Duchene insgesamt 727 Spiele in der regulären Saison und verbuchte 547 Punkte (232 Tore, 315 Vorlagen). In der Postseason-Statistik sind für ihn 18 Auftritte und 16 Punkte (5 Tore, 11 Assists) festgehalten. Besonders bemerkenswert: Über die Hälfte seiner Playoff-Punkte (7) gelangen ihm im Powerplay, das zu seinen großen Stärken zählt.

Video: ARI@COL: Comeau bedient Duchene zu einem Powerplaytor

Nach dem aktuellen Stand der Dinge ist es am plausibelsten, dass Duchene die Centerposition in der zweiten Sturmreihe bei den Predators einnimmt. Generell ist der Stanley-Cup-Finalist von 2017 in der Sturmmitte nun sehr gut aufgestellt. Neben dem neu erworbenen Angreifer sind dort auch Ryan Johansen, Kyle Turris, Nick Bonino und Colton Sissons zu Hause. Denkbar ist deshalb, dass Turris als Rechtsaußen an die Seite von Duchene rückt. Zusammen mit Mikael Granlund auf dem linken Flügel könnten sie ein spielstarkes Trio bilden. Ob es wirklich so kommt, wird sich in der Vorbereitung zeigen.

Den endgültigen Ausschlag für seine Vertragsunterzeichnung in Nashville gab laut Duchene ein längeres Gespräch mit Trainer Peter Laviolette vorige Woche. "Da habe ich sofort gemerkt, dass wir auf gleicher Wellenlänge liegen. Er hat unter anderem gesagt, dass er sich mehr Tore von seiner Mannschaft wünscht. Bei einem offensivfreudigen Burschen wie mir stieß er damit natürlich auf offene Ohren", berichtete er von der Begegnung.

Nicht nur Duchene selbst ist glücklich, dass er in Nashville gelandet ist, sondern auch seine Familie. "Wir wollten schon lange hierher, weil wir die Stadt, die Leute und die Fans toll finden. Das Wichtigste aber ist der sportliche Aspekt. Ich stoße zu einem richtigen guten Team hinzu und kann es kaum erwarten, die Jungs zu treffen und mit ihnen in die Saison zu starten", sagte er.

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