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Draisaitls fünftes Drei-Punkte-Match

Der Oilers-Stürmer zeigt beim Sieg gegen die Devils einmal mehr eine glänzende Vorstellung

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Leon Draisaitl hat am Donnerstag einmal mehr eine glänzende Vorstellung geboten. Beim 3:2 der Edmonton Oilers im Rogers Place gegen die New Jersey Devils erzielte er nicht nur den Siegtreffer in der Verlängerung, sondern schaffte auch sein fünftes Drei-Punkte-Spiel in dieser Saison. Mit 38 Punkten (16 Tore/22 Vorlagen) liegt er in der Scorer-Wertung der Oilers weiterhin souverän auf Platz zwei hinter Superstar Connor McDavid, der 50 Punkte (14/36) auf dem Konto hat und damit zugleich an der Spitze der NHL steht.

So ist es im Grunde wenig verwunderlich, dass es sich beim Overtime-Winner der Oilers in der Partie gegen die Devils um eine höchst ansehnliche Co-Produktion der beiden Top-Stürmer handelte. Draisaitl schnappte sich die Scheibe in der eigenen Verteidigungszone und passte zu McDavid. Der skatete auf der linken Seite in Richtung Devils-Tor, spielte den Puck an den rechten Bullykreis, wohin Draisaitl gestartet war. Der Deutsche fackelte nicht lange und beförderte das Spielgerät in die Maschen. "Es war ein tolles Zuspiel von Connor. Ich musste nur noch einschieben", lobte der 21-jährige Kölner die Zuarbeit seines ein Jahr jüngeren Mannschaftskameraden und schickte eine allgemeine Würdigung der Fähigkeiten McDavids hinterher. "Bei ihm muss man immer bereit sein. Er kreiert Sachen aus dem Nichts."

Video: NJD@EDM: Draisaitl versenkt McDavids Pass in Overtime

Für die Oilers war der doppelte Punktgewinn eminent wichtig, zumal mit den Anaheim Ducks und den Los Angeles Kings am Donnerstag zwei direkte Konkurrenten um die Playoff-Plätze im Westen ihre Begegnungen ebenfalls gewannen. "Wir brauchen wirklich jeden Zähler. Es ist unglaublich, wie eng das dieses Jahr zugeht und wie viele Teams zusammen mit uns um den Einzug in die Playoffs kämpfen", sagte Draisaitl zur aktuellen Situation in der Western Conference. Edmonton steht in der Pacific Division hinter den Ducks und den San Jose Sharks auf dem dritten Rang. Der Vorsprung auf den letzten Wildcard-Platz im Westen betrug nach den Donnerstagsspielen sechs Punkte. Ein solider Puffer zwar, aber keinesfalls ein Ruhekissen.

Gegen den Rivalen aus New Jersey taten sich die Oilers lange Zeit schwer. Zweimal liefen sie einem Rückstand hinterher, zweimal lieferte Draisaitl die Vorlage zum Ausgleich. "In den ersten beiden Dritteln waren wir einfach nicht konsequent genug. Aber wir standen als Team zusammen. Im weiteren Verlauf haben wir mehr Zug zum Tor entwickelt und das Spiel dadurch gedreht", analysierte der Angreifer.

Drei Punkte in einem Match hatte Draisaitl zuvor bereits am 14. Oktober gegen die Calgary Flames (5:3), am 21. November gegen die Chicago Blackhawks (5:0), am 1. Dezember gegen die Winnipeg Jets (6:3) und am 8. Dezember gegen die Philadelphia Flyers (5:6) verbucht. Beim Erfolg gegen New Jersey vergrößerte der deutsche Nationalspieler seine Ausbeute vor heimischem Publikum auf 15 Zähler. In der Fremde kam er bislang auf 23 Punkte.

Am Samstag hat Draisaitl die Möglichkeit, das Verhältnis wieder ein Stück anzugleichen. Dann kommt Calgary zum kanadischen Derby in den Rogers Place. Die Flames zählen ebenfalls zu den hartnäckigen Rivalen der Oilers im Gerangel um die Versetzung in die Playoffs. Nächste Woche folgen für Edmonton drei weitere Heimspiele gegen die Arizona Coyotes, die Florida Panthers und die Nashville Predators.

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