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Draisaitl und McDavid erreichen die 50-Punkte-Marke

Die Superstars der Edmonton Oilers wandeln auf den Spuren von großen Namen

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Freier Autor

Die Edmonton Oilers bleiben das Maß aller Dinge in der Pacific Division. In der Nacht von Sonntag auf Montag fuhren die Oilers in der Rogers Arena einen 3:2-Auswärtssieg bei den Vancouver Canucks ein. Dabei erreichten die beiden Superstars Leon Draisaitl und Connor McDavid jeweils das 50-Scorerpunkte-Plateau.

Auf das Powerplay und die Superstars ist Verlass

Nach zwei Niederlagen in Folge und vielen Ausfällen sprach eigentlich wenig für Edmonton: Torwart Mike Smith (Beinverletzung) und Stürmer Zack Kassian (Rückenverletzung) konnten genauso wenig auflaufen wie Verteidiger Kris Russell, der zusammen mit seiner Frau sein zweites Kind erwartet. Doch auf das beste Powerplay der Liga (32,5 Prozent Erfolgsquote) sowie die beiden Superstars war voll Verlass.

Beim Oilers-Führungstreffer durch Josh Archibald (10.) lieferte McDavid den zweiten Assist. Nachdem Vancouver die Partie durch Tore von Brock Boeser (16.) und Josh Leivo (33.) zwischenzeitlich gedreht hatte, starteten die Oilers dann im Powerplay durch und holten sich mit zwei Überzahl-Treffern den Sieg: Erst servierte McDavid von der Quarterback-Position zentral an der blauen Linie für Draisaitl, der am rechten Bullykreis einen Laserstrahl abfeuerte, der sich in die Maschen bohrte (34.). Genau dort lauerte der 24-jährige Kölner auch beim Siegtreffer und vollendete mit der nächsten Direktabnahme zum 3:2-Endstand (41.). "Es war kein schönes Spiel, kein schöner Sieg, aber danach wird am Ende des Tages keiner mehr fragen", bilanzierte Draisaitl. "Es war ein griffiger Auftritt von jedem Einzelnen. Wir haben sie kaltgestellt, immer nach vorne und viel in ihrer Zone gespielt."

Video: EDM@VAN: Draisaitl versenkt Onetimer im Powerplay

Neue Reihen - alter Scoringtouch

Herausragend war einmal mehr das Überzahlspiel (2/2) - natürlich dank Draisaitl und McDavid. "Sie machen da draußen Dinge möglich", zeigte sich Trainer Dave Tippett von seinen beiden Superstars beeindruckt. Vor dem Spiel musste er die Reihenkollegen durch den Ausfall von Kassian trennen. McDavid ging mit James Neal und Archibald aufs Eis. Draisaitl bildete eine Linie mit Jujhar Khaira und Sam Gagner. "Sie waren auch heute wieder hervorragend. Wir wollten, dass sie andere Spieler mitziehen und das haben sie getan", so Tippett. "Mir hat gefallen, wie wir uns reingearbeitet haben. Unsere Jungs haben hart gekämpft, unser Torwart war klasse und unsere großen Spieler haben heute richtig gut gespielt."

Goalie Mikko Koskinen stoppte 30 Schüsse und kam auf eine Fangquote von 93,8 Prozent. Die "großen Spieler" McDavid (zwei Assists) und Draisaitl (zwei Tore) brachten es zusammen auf vier Scorerpunkte. 

Ein Duo für die Geschichtsbücher

Damit durchbrachen sowohl McDavid (19-32-51) als auch Draisaitl (18-32-50) die Schallmauer von 50 Scorerpunkten. Sie sind die ersten der bislang 772 eingesetzten NHL-Spieler in der laufenden Saison, die diesen Meilenstein erreichen konnten und führen zusammen die Scorerwertung der Liga an.

Sie sind darüber hinaus die ersten Teamkollegen seit der Spielzeit 1995/96, die nach 29 Spielen auf eine derart hohe Anzahl kamen. Vor 24 Jahren waren das noch Mario Lemieux, Jaromir Jagr und Ron Francis mit den Pittsburgh Penguins.

Dass ein Oilers-Akteur als erster Spieler in der gesamten Liga die Marke von 50 Punkten erreicht, schaffte neben McDavid und Draisaitl bislang nur Wayne Gretzky. Ihm gelang das sogar sieben Mal in Folge zwischen 1981/82 und 1987/88.

Video: COL@EDM: McDavid verleiht den Oilers viel Schwung

Hochgerechnet auf 82 Hauptrunden-Spiele würde Draisaitl auf 141 und McDavid auf 144 Scorerpunkte zum Ende der regulären Saison kommen. Eine schier unwirkliche Ausbeute, die zeigt, wie herausragend das Duo bislang auftritt.

Vier Heimspiele in Folge

Die Oilers verbringen nun über eine Woche in Edmonton, wo gleich vier Partien auf dem Spielplan stehen: Im Rogers Place geht es gegen die Ottawa Senators (Donnerstag, 3.30 Uhr MEZ, live auf NHL.tv), die Los Angeles Kings (Samstag, 3 Uhr), die Buffalo Sabres (Montag, 2 Uhr) und die Carolina Hurricanes (Mittwoch, 3 Uhr).

In der Pacific Division herrscht weiter ein enges Rennen: Die Edmonton Oilers (37 Punkte) führen in der Tabelle vor den Arizona Coyotes (34), San Jose Sharks (31), Vancouver Canucks (30), Vegas Golden Knights (30) und Calgary Flames (30). Erst dahinter fallen die Anaheim Ducks (26) und Los Angeles Kings (24) ein wenig ab.

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