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Draisaitl übernimmt die Rolle des Teamleaders

Der Stürmer der Oilers glänzt beim Heimsieg gegen die Blackhawks als Anführer und Scorer

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Draisaitls 30. Saisontreffer

NSH@EDM: Draisaitl trifft zum 30. Mal

Ryan Nugent-Hopkins spielt den Puck zu Leon Draisaitl, dieser vollendet gekonnt zu seinem 30. Treffer der Saison

  • 00:30 •

Leon Draisaitl macht bekanntermaßen wenig Aufhebens um seine Person. Der Angreifer der Edmonton Oilers lässt lieber seine Leistung auf dem Eis sprechen. Genauso hielt er es, als klar war, dass Kapitän Connor McDavid wegen einer Muskelverletzung längere Zeit ausfallen würde. Mit der größten Selbstverständlichkeit übernahm er dessen Rolle als Teamleader und führte die Oilers am Dienstag im Rogers Place zu einem 5:3-Heimsieg gegen die Chicago Blackhawks.

Draisaitl schoss ein Tor und bereitete drei Treffer vor. Damit legte er sein drittes Vier-Punkte-Spiel in der laufenden Saison hin und baute seine Führung in der NHL-Scorerwertung weiter aus. Mit nunmehr 89 Punkten (32 Tore, 57 Assists) steht er unangefochten an der Spitze, vor McDavid (81), Nathan MacKinnon von den Colorado Avalanche und David Pastrnak von den Boston Bruins (beide 78). Zugleich knackte der Sturmtank der Oilers die Marke von 400 Scorerpunkten in der NHL. Nach 407 Hauptrunden-Partien sind 401 Zähler (157 Tore, 244 Vorlagen) für ihn verzeichnet.

Mit dem Verlauf des Spiels gegen die Blackhawks und dem Ergebnis zeigte sich Draisaitl zufrieden. "Am Anfang waren wir etwas wacklig. Das lag auch daran, dass sie einige Leute mit Weltklasse-Format in ihren Reihen haben, gegen die man manchmal einfach nichts ausrichten kann. Wir haben jedoch gekämpft und uns zwei wichtige Punkte gesichert", lautete seine Analyse.

Die Blackhawks machten den Oilers das Leben lange Zeit schwer und lagen zwischendurch zweimal in Führung. Doch gegen Edmontons erste Angriffslinie mit Draisaitl auf der Centerposition sowie Kailer Yamamoto und Ryan Nugent-Hopkins auf den Flügeln war am Ende kein Kraut gewachsen. Vier Treffer gingen auf das Konto dieses Trios. Yamamoto brillierte als zweifacher Torschütze. Es war sein erster Doppelpack in der NHL.

Video: STL@EDM: Draisaitl überwindet Allen mit Schlagschuss

"Es macht sehr viel Spaß mit ihm zu spielen", würdigte Draisaitl seinen Nebenmann. "Mit seinem Temperament steckt er uns alle an. Er ist schnell unterwegs mit dem Puck und zwingt den Gegner darüber hinaus mit seinem Einsatz zu Scheibenverlusten. Ich finde, er hat heute einen großartigen Job gemacht", ergänzte er. Draisaitl hatte beide Aktionen eingeleitet, die zu Yamamotos Toren führten.

Von daher war es kein Wunder, dass Yamamoto das Kompliment seines Teamkollegen zurückgab. "Das ist der reine Wahnsinn", meinte er mit Blick auf Draisaitls beeindruckende Scorerpunktzahl. "Ich hoffe, dass das alles so weitergeht und wir gemeinsam noch viel Freude haben werden."

Lobende Worte an die Adresse von Draisaitl kamen auch vom Gegner. "Er hat hervorragend gespielt. Die Chemie zwischen ihm, Nugent-Hopkins und Yamamoto stimmt einfach, wie man nicht nur heute Abend sehen konnte", betonte Blackhawks-Stürmer Patrick Kane. "Wir wussten zwar, dass sie einige Chancen kreieren würden. Aber aus unserer Sicht wäre es natürlich schöner gewesen, wenn wir es geschafft hätten, die Zahl wesentlich geringer zu halten."

Edmontons Trainer Dave Tippett freute sich über die gelungene Darbietung seiner Schützlinge beim ersten Auftritt ohne McDavid. "Ich hatte schon vorher das Gefühl, dass sie ein gutes Spiel machen würden. Mit Connor hat zwar ein zentraler Bestandteil unserer Mannschaft gefehlt, aber die Jungs haben alle eine Schippe draufgelegt und seinen Ausfall wettgemacht."

Der Coach hofft, dass seine Mannen in den nächsten Spielen ohne ihren Kapitän genauso selbstbewusst und mutig auftreten. "Viele Teams haben derzeit mit Widrigkeiten zu kämpfen, meistens sind es Verletzungen. Wir bilden da beileibe keine Ausnahme. Das heißt allerdings nicht, dass wir keine Wege finden könnten, um unsere Spiele zu gewinnen", sagte er.

Die kommenden Aufgaben der Oilers haben es in sich. Für sie steht in dieser Woche noch ein drei Stationen umfassender Auswärtstrip auf dem Programm. Zunächst geht es am Donnerstag gegen die Tampa Bay Lightning. Es folgen Gastspiele bei den Florida Panthers am Samstag und den Carolina Hurricanes am Sonntag. Alle drei Kontrahenten liegen wie die Oilers aussichtsreich im Rennen um einen Platz für die Stanley Cup Playoffs.

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