Skip to main content

Draisaitl zeigt Vielseitigkeit bei den Oilers

Der Stürmer leistet seinen Beitrag als Center, nachdem er vergangene Saison meist an McDavids Seite spielte

von Tim Campbell @TimNHL / NHL.com Redakteur

EDMONTON -- Leon Draisaitl agierte in den letzten vier Spielen der Edmonton Oilers als Center seiner Reihe und ist, wie die meisten NHL-Spieler, auf der Suche nach Konstanz.

In der vergangenen Saison schloss der 22-jährigen Kölner mit 77 Punkten (29 Toren, 48 Assists) in 82 Partien, an der Seite von Hart Trophy und Art Ross Trophy Gewinner Connor McDavid, die ligaweite Scorerwertung auf Platz 8 ab.

"Es ging einige Male Auf und Ab und es gab Phasen, in denen ich nicht so gespielt habe, wie ich es mir vorgenommen hatte. Ich glaube aber, dass so etwas normal ist und jeder Spieler, das einmal durchmacht", sagte Draisaitl. "[Auch als Center] versuche ich alle besser zu machen. Es macht keinen Unterschied, mit wem ich auf dem Eis stehe."

"Wenn ich mit [McDavid] spiele, dann ist es natürlich etwas anderes, doch am Ende des Tages bin ich doch der Selbe."

Die Berg- und Talfahrt beinhaltet auch Edmontons Suche nach mehr Offensivkraft. Am 6. November waren die Oilers mit 30 Toren in 13 Partien das NHL-Team mit den wenigsten geschossenen Toren, doch in den letzten 14 Spielen sind ihnen 48 Treffer gelungen.

Oilers Coach Todd McLellan hat seine Sturmreihen ständig umgebaut. Draisaitl spielte in den letzten vier Begegnungen zusammen mit den Flügelstürmern Ryan Strome und Drake Caggiula.

Nach dem ersten Spiel der neuen Reihe am 26. November, bei dem Draisaitl ein Tor und ein Assist beim 4:2-Sieg gegen die Boston Bruins gelang, sagte McLellan: "Er ist heute gelaufen. … Leon läuft immer, doch häufig läuft er nur für Leon. Heute Abend ist er für seine Teamkollegen gelaufen, hat Freiräume geschaffen und einiges gemacht, wovon seine Kameraden profitiert haben. Das hat mir gefallen und für uns ist es wichtig, dass er so weitermacht."

Video: EDM@STL: Draisaitl mit einem tollen Onetimer

Viele glaubten, dass in der Aussage Kritik versteckt war, doch McLellan erzählte am Tag danach dem Edmonton Journal, dass er bestürzt darüber sei, dass jemand so etwas denken könne.

"Es war als ultimatives Kompliment gedacht", sagte McLellan. "Ich bin davon ausgegangen, dass es positiv aufgenommen wird. Wir hatten ein großartiges Spiel abgeliefert und ich wollte ihn dafür loben, dass er für uns so viel gelaufen ist und uns Platz verschafft hat."

"Wenn das, was ich gesagt habe, Missverständlich gewesen wäre, hätte dann nicht jemand nach dem Spiel in Boston nachgefragt? Bei dem Interview waren zwölf Leute dabei und kein Einziger hat es falsch aufgefasst. Was ich über Leon sagen wollte: 'Wenn er läuft und Freiräume schafft, dann ist es gut. Doch wenn er mit seinen Reihenkollegen kombiniert, dann ist es eine großartige Sache'."

Der Fokus auf Draisaitl hat in dieser Spielzeit zugenommen, nach seiner überragenden letzten Saison und nachdem er in den Stanley Cup Playoffs Edmontons teaminterne Scorerwertung mit 16 Punkten (sechs Tore, zehn Assists) in 13 Partien angeführt hat. Die Oilers zogen in die zweite Runde der Western Conference ein, in der sie den Anaheim Ducks in sieben Spielen unterlagen.

Das Interesse an ihm wurde auch größer, nachdem er am 16. August einen 8-Jahres-Vertrag über $68 Millionen (jährliches Durchschnittsgehalt $8,5 Millione) unterzeichnet hatte.

Video: EDM@NJD: McDavid bedient Draisaitl zum OT-Siegtor

Egoismus zählt nicht zu Draisaitls Eigenschaften, sagte Center Mark Letestu.

"Für ihn steht die Mannschaft an erster Stelle. Er hatte schon einige Erfolge auf der internationalen Bühne und in den Playoffs", sagte Letestu. "Er nimmt die Flügelposition ein, wenn gewünscht, er spielt Center, er geht in die zweite Reihe, in die dritte Reihe und hat keine Ausreden parat, meckert nicht und beschwert sich nicht. Er macht seinen Job und spielt mit wem auch immer. Er ist immer derselbe Leon."

"Diese Art von Beständigkeit, diese Beständigkeit in seiner Persönlichkeit führt zu Konstanz auf dem Eis."

Letestu ist der Meinung, dass Draisaitl, der Nr. 3 Pick vom NHL Draft 2014, momentan nicht ausreichend für seine hervorragenden Leistungen und seine Vielseitigkeit für die Oilers gewürdigt wird.

"Ich würde sogar sagen, dass er an manchen Abenden Connors Spiel antreibt", sagte Letestu. "Manchmal ist er auf dem Eis der beste Spieler dieser Mannschaft. Ich glaube nicht, dass er gegenüber irgendjemand in den Hintergrund tritt. Dadurch, dass er momentan in unterschiedlichen Reihen spielt, hat er auch die Möglichkeit auf eigenen Füßen zu stehen. Es ist interessant zu beobachten, wie er tatsächlich das Kommando übernimmt."

"In seinem ersten Jahr führte jeder seinen Erfolg darauf zurück, dass er mit Taylor (Hall) spielte. Im nächsten Jahr hieß es, er sei besser mit Connor. Doch er ist er selbst. Er beweist, dass er weder einen Taylor noch einen Connor braucht, um großartig zu sein. Er schafft es, dass Außenstürmer besser werden. Das zeichnet einen guten Spieler aus."

Mehr anzeigen

Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung der NHL Websites oder anderer Online-Dienste stimmen Sie den in unseren Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken einschließlich unserer Cookie-Richtlinien zu.