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Donskoi macht Siegtreffer in Verlängerung

von Amalie Benjamin / NHL.com

SAN JOSE – Niemand wusste viel über ihn, als der neue Mann im Training ankam. Außer der Tatsache, dass er da war und die Nummer auf seinem Rücken.

Niemand erkannte ihn. Niemand wusste wer er war.

Also machten die Veteranen der San Jose Sharks, was jeder in so einer Situation macht: Sie googelten ihn.

Sie fanden ihn. Joonas Donskoi.

Er wurde von den Florida Panthers 2010 in der vierten Runde gedraftet. Er kam von Kärpät aus der Finnischen Liga. Er war jung. Er hatte einige Tore im Penaltieschiessen, einige starke Tore, wie Logan Couture sich erinnert. Er wurde im Mai von den San Jose Sharks aus Finnland geholt, etwa ein Jahr bevor er sich in San Jose einen Namen machte, den niemand so schnell vergessen sollte.

Aber damals war er nur ein weiterer junger Spieler, einer der wahrscheinlich in die American Hockey League gehen würde, einer dessen Verpflichtung nur eine kleine Pressemitteilung zur Folge hatte, mit wenig Informationen außer, dass er seinem Team zum Titel verhalf und MVP wurde.

Jetzt kennen sie ihn. Jetzt kennen sie ihn alle. Donskoi brachte sie in Spiel drei im SAP Center gegen die Pittsburgh Penguins am Samstag in Führung, ihre erste Führung im Stanley Cup Finale, als er nach 12:18 den Siegtreffer zum 3-2 für San Jose machte.

San Jose, das am Rande eines 3-0 Rückstands in der Serie war, anstatt am Montag mit einem 2-1 in Spiel vier zu gehen.

„Er hat Talent am Puck“, sagte Couture. „Er kam an und ihm wurde nichts geschenkt. Er hat sich alles erarbeitet. Er ist auf dem Fahrrad sobald das Spiel vorbei ist. Er wurde gedraftet und nicht unter Vertrag genommen, also fühlt er sich als müsste er etwas beweisen. Respekt vor demjenigen bei den Sharks, der ihn gefunden und verpflichtet hat.“

Das war die Tiefe im Team, die Sharks General Manager Doug Wilson mit sich gebracht hat, dessen Neuerungen sie ins Finale brachten: Martin Jones, Joel Ward, Paul Martin und eben Donskoi.

Er machte 11 Tore in der regulären Saison und weitere sechs in den Playoffs, keines wichtiger als das am Samstag. Er war umgeben von feiernden, lächelnden, erleichterten Mitspielern.

Der Spielzug begann damit, dass Melker Karlsson keinen Schläger hatte und Chris Tierney den Puck hinter die Grundlinie spielte, wo Donskoi ihn aufnahm. Der brachte ihn dann aus dem linken Bullykreis im Tor unter, mit einem Schuss der knapp an Justin Schultz Bein und an Penguins Torwart Matt Murray vorbei ging.

„Es ist ziemlich schnell passiert“, sagte Murray. „Ich weiß nicht ob er abgefälscht war, aber ich weiß, dass der Puck rollte als er Schoss“, sagte Murray. „So wie er seinen Schläger hielt dachte ich nicht, dass er hoch schießen würde, Ich glaube er hat einfach versucht den Puck zum Tor zu bringen. Entweder ist der Puck gerollt, oder er wurde abgefälscht und prallte einfach von meiner Maske ab. Er war gut platziert.“

Es war auch gutes Timing. Nach fünf Toren in den ersten drei Runden der Playoffs, traf Donskoi zum ersten Mal im Finale.

„Ich glaube ich hatte im Finale ein paar gute Chancen“, sagte Donskoi. „Es war ein guter Zeitpunkt.“

Ja, das kann man sagen.

Der Rookie war stark in den Playoffs, mit seinem zweiten Siegtreffer in Spiel drei in 21 Playoffspielen. Donskoi hatte auch in Spiel fünf gegen die Los Angeles Kings im Western Conference Finale die Ehre. Mit sechs Toren hat er mit die meisten aller Rookies, nur eins weniger als Coutures Vereinsrekord von 2011.

All das aus bescheidenen, unbekannten Ursprüngen. Nicht das es lange gedauert hätte, bis seine Mitspieler merkten, was sie an ihm hatten. Wie Couture sagte, brauchten sie nur ein paar Trainingseinheiten dafür.

Da konnten sie es sehen, obwohl der Verein der Meinung war, dass es erst später eine Hilfe sein würde, wie sich Sharks Trainer Peter DeBoer erinnert. Die Dinge ändern sich.

„Er war unser bester Spieler im Trainingslager“, sagte DeBoer. „Er kam eine Runde weiter und war wieder der Beste bei der Sichtung. Er überwand alle Hürden. Er ist ein wirklich guter Spieler für uns. Ohne ihn wären wir nicht hier.“

Vielleicht nicht.

Donskoi blieb vielleicht länger in Finnland als die meisten. Wie er sagte: „Ich habe auf den richtigen Moment gewartet um rüber zu kommen.“ Als dieser Moment kam, waren es die Sharks, das erste Team das Interesse an ihm zeigte und die Mischung aus Talent und Führungsqualität förderte, die ihn bekamen.

„Ich dachte, die Sharks hätten vielleicht Platz für einen jungen Spieler wie mich, das wäre ein gutes Gleichgewicht“, sagte Donskoi. „Großartiger Verein. Ich bin wirklich glücklich die Sharks gewählt zu haben.“

Darüber sind sie auch glücklich.

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