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NHL.com/de diskutiert über Wünsche für Global Series

Welche NHL-Begegnung wäre in unseren Breiten ein Traum? Unsere Autoren haben sich im Writer's Room damit beschäftigt.

NHL.com @NHLdotcom

Während der Saison 2019/20 wird das Team von NHL.com/de jeden Samstag in der Rubrik "Writer's Room" wichtige Themen der Liga diskutieren und analysieren. In dieser Ausgabe: Die Wünsche unserer Autoren in Sachen NHL Global Series für die Zukunft. 

An diesem Wochenende begeistert sie wieder die Eishockey-Fans. Die NHL Global Series 2019 gastiert in Stockholm. In der schwedischen Hauptstadt duellieren sich die Buffalo Sabres und Tampa Bay Lightning zwei Mal. 

Im Vormonat trafen die Philadelphia Flyers und die Chicago Blackhawks in Prag aufeinander, um dort zwei reguläre Punktspiele gegeneinander zu absolvieren. 

Stets ist das Interesse der Eishockeyfans an diesen Veranstaltungen in Europa gigantisch, die von der Liga dafür ausgewählten Hallen innerhalb kurzer Zeit restlos ausverkauft.

Zustände, die unsere Redakteure zum Träumen anregen. Wenn die NHL auch, wie gestern verkündet wurde, im kommenden Herbst wieder zu zwei Testspielen im Rahmen der NHL Global Series Challenge 2020 nach Deutschland und in die Schweiz zurückkehren wird (wir berichteten), müssen alle deutschsprachigen Fans vorerst weiter auf ein reguläres Punktspiel zweier NHL-Teams gegeneinander warten. Zuletzt war das in Berlin im Jahr 2011 der Fall, als sich dort in der damaligen O2 World Berlin (heute Mercedes-Benz Arena) die Buffalo Sabres in einer Begegnung mit den Los Angeles Kings maßen. 

Welches Duell auf deutschsprachigem Boden wäre für die Zukunft besonders reizvoll, wovon träumen unsere Autoren. In dieser Ausgabe des 'Writer's Room' auf NHL.com/de haben wir genau über diese Frage einmal diskutiert:

Robin Patzwaldt: Ich wäre ja grundsätzlich froh, wenn die NHL Global Series in naher Zukunft überhaupt einmal zu uns nach Deutschland, nach Österreich oder in die Schweiz käme. Diese Spiele im Rahmen der NHL Global Series Challenge sind nicht so unbedingt für mich gemacht. Mein Interesse am Eishockey konzentriert sich fast ausnahmslos auf die NHL. Da ich persönlich auch nicht so sehr auf die NHL-Spieler aus unseren Breiten schaue, mich eher die Liga mit ihren internationalen Top-Stars im Ganzen interessiert, würde ich mich über ein direktes Duell meiner beiden Lieblingsteams wohl am meisten freuen. Im konkreten Fall wäre das ein Spiel der Los Angeles Kings gegen die New York Islanders. Eher zufällig wäre das aktuell ja auch zugleich ein Spiel mit nationalem Bezug, könnte man dort dann doch den ehemaligen deutschen Bundestrainer Marco Sturm als Assistenztrainer der Kings treffen. Zudem stehen Thomas Greiss und Tom Kühnhackl derzeit in Diensten der Islanders. Das wäre zum Beispiel ein Duell, das ich mir in möglichst naher Zukunft sehr gerne hierzulande anschauen würde. Als Standort plädiere ich ganz lokalpatriotisch natürlich für eine Austragung in Dortmund, auch wenn die gute, alte Westfalenhalle ihre Glanzzeiten leider längst hinter sich hat und mit den aktuellen Standards der NHL-Arenen nicht einmal mehr ansatzweise mithalten könnte. Doch immerhin gab es dort schon WM-Spiele zu bestaunen. So habe ich mir dort 1993 einige Spiele der Weltmeisterschaft direkt bei mir vor der Haustür anschauen können. Das war wirklich toll damals. 

Christian Rupp: Ich denke, es ist Zeit für ein reguläres Saisonspiel in Deutschland. 2019 in Berlin und 2018 in Köln waren es zumindest Vorbereitungsspiele. Diese wurden vom deutschen Publikum sehr gut angenommen, sodass nun auch ein Pflichtspiel zwischen zwei NHL-Teams geben sollte. Als Standort bieten sich aufgrund der Stadien logischer Weise erneut Berlin und Köln an. Doch auch Hamburg hat eine Halle von NHL-Format. Wünschen würde ich mir natürlich ein Spiel in Nürnberg. Sehr interessant wäre auch ein Freiluft-Spiel in Europa...

Christian Treptow: Mitte der 90er-Jahre hat es bei mir angefangen mit dem Eishockeyvirus. Die erste Finalserie, die ich bewusst mitverfolgt habe, war die 1996. Uwe Krupp schießt in der Verlängerung das entscheidende Tor für die Colorado Avalanche gegen die Florida Panthers. Von da an gab es kein Zurück mehr. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich gerne noch mal dieses Team sehen. Joe Sakic, Patrick Roy, Adam Deadmarsh, Claude Lemieux, Peter Forsberg, Mike Ricci, René Corbet … Letzteren hab' ich einige Jahre später dann im Trikot der Adler Mannheim live gesehen. Als Gegner würde ich gerne die Edmonton Oilers von Mitte der 1980er-Jahre erleben. Wayne Gretzky in seiner besten Phase, Jari Kurri, Mark Messier … Die Lanxess-Arena in Köln wäre ein entsprechender Rahmen dafür. Grundsätzlich muss ich allerdings auch sagen, dass es endlich mal wieder Zeit wird für ein reguläres Saisonspiel in Deutschland. Die Hallen sind da, die Fans auch. Und genügend deutsche Spieler sind mittlerweile auch in der NHL. Unabhängig davon, dass er in Köln geboren ist: Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers des Jahres 2019 würden die Arena in Köln im Handumdrehen füllen. Als Gegner? Colorado mit Philipp Grubauer, die New York Islanders mit Thomas Greiss und Tom Kühnhackl, die Penguins mit Dominik Kahun … Reizvolle Paarungen gäbe es genug.

Christian Göbel: Der Blick in die Vergangenheit bietet sicher viele spannende Duelle. Die großen Namen der Eishockeygeschichte zu sehen wäre eine Erfahrung, die bestimmt viele gerne machen würden. Doch warum sollten wir uns mit diesen nicht umsetzbaren Gedankenspielen die Zeit vertreiben, wenn es auch heute noch Begegnungen gibt, die einen ins Schwärmen kommen lassen? Boston Bruins, mit der Formation Brad Marchand, Patrice Bergeron und David Pasternak gegen die Edmonton Oilers um McDavid und Draisaitl? Oder doch eine Partie, die nur so vor Rivalität strotzt, wie Pittsburgh Penguins gegen Philadelphia Flyers? Die Entscheidung ist alles andere als einfach und am Ende wäre ich sicher für jedes Duell in einer deutschen Arena dankbar.

Stefan Herget: Also lieber Christian Rupp, die Arena in Nürnberg ist wohl kaum geeignet ein NHL-Spiel auszutragen, wenngleich die kleinste Eisfläche der DEL schon eine gute Voraussetzung wäre. Ebenso ist Robin's Wunsch nach der Westfalenhalle schon etwas abwegig. Die erwähnte WM ist schon 26 Jahre her. Ich denke, dass die NHL sofort nach München gehen würde, wenn es dort eine neue Halle gäbe. Das haben die Verantwortlichen in Gesprächen mit mir angedeutet. Ansonsten ist es schon interessant, dass es auch 2020 wieder für die Schweiz und Deutschland nur zu Vorbereitungsspielen reicht und die Saisonspiele erneut nach Skandinavien und Tschechien gehen. Auch für 2021 hat Gary Bettman in Aussicht gestellt nach Stockholm zurückzukehren. Ich kann mir das nur so vorstellen, dass die Situation mit den Sponsoren besser ist und auch höheren Eintrittspreisen durch das höhere Preisniveau verlangt werden können und damit ein Aufenthalt dort wirtschaftlicher ist. Das trifft aber nicht für Prag zu, obwohl die Eintrittspreise dort auch sehr hoch waren und fraglich wäre, ob genügend Fans in Deutschland bereit wären, bis zu 300 Euro für ein NHL-Spiel zu opfern, in der Schweiz wahrscheinlich schon. Der Clou wäre natürlich schon mal in Europa ein Freiluft-Spiel der NHL auszutragen. Welche Teams kommen ist mir grundsätzlich egal, aber ich könnte mir vorstellen, dass viele in Europa gerne mal die Montreal Canadiens oder Toronto Maple Leafs sehen würden.

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