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Diese guten Spieler sind noch zu verpflichten

von Stefan Herget / NHL.com

Genau drei Wochen nach Beginn des neuen Vertragsjahres sind noch einige gute Spieler, die für eine Mannschaft eine Verstärkung sein können, auf dem Markt und auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber.

Es ist spannend zu sehen, wer von Ihnen kurzfristig einen neuen Arbeitgeber findet oder wer abwarten muss, bis im September die Trainingscamps beginnen und mögliche Verletzungen oder neue Erkenntnisse der Trainer neue Freiräume für Verpflichtungen schaffen.

Hier ist eine Auswahl der aktuell noch vertragslosen Spieler:

Verteidiger:

Christian Ehrhoff, zuletzt Pittsburgh Penguins (Jahresgehalt 4 Millionen):

Der deutsche Verteidiger konnte vergangene Saison nur 49 Spiele wegen Verletzungen und einer Gehirnerschütterung absolvieren. Nachdem ihn im Sommer 2014 die Buffalo Sabres aus seinem langfristigen Vertrag herausgekauft hatten, entschied er sich für einen Ein-Jahres-Vertrag bei den Penguins, in der Hoffnung um den Stanley Cup mispielen zu können. Dies klappte leider nicht und auch jetzt liegt der Fokus des 33-jährigen Spielers darauf, bei einer Mannschaft zu unterschreiben, die Titelambitionen hat. Doch scheinbar gestaltet sich die Suche schwieriger als gedacht.

Cody Franson, Nashville Predators (3,3 Millionen):

Der 27-jährige Franson befindet sich im besten Eishockeyalter und er schießt rechts, was seltener vorkommt. Das sind seine zwei Pluspunkte. Allerdings überzeugte er nach seinem Wechsel von den Toronto Maple Leafs nach Nashville im Februar nicht wirklich. Er sammelte nur vier Punkte in 23 Spielen und zwei in fünf Playoffpartien.

Tim Gleason, Washington Capitals (1,2 Millionen):

Mit 32 Jahren auch noch nicht zu alt und mit über 700 NHL-Spielen ein erfahrener Mann ist Gleason. Er dürfte nicht zu viel kosten und stellt zusätzlich einen soliden Ergänzungsverteidiger dar, der einige Minuten Eiszeit problemlos herunterspulen kann.

Andrej Meszaros, Buffalo Sabres (4,125 Millionen):

Ob es an den Gehaltsvorstellungen des 29-jährigen Verteidigers liegt, dass er noch keinen neuen Verein gefunden hat? Mit nur 14 Punkten in 60 Spielen ließ seine Leistung in der vergangenen Saison zu Wünschen übrig, so dass er sicher Abstriche zu seiner bisherigen Vergütung wird machen müssen.

Lubomir Visnovsky, New York Islanders (4,75 Millionen):

Der 38-jährige Visnovsky hat zweifelsohne aufgrund seiner langjährigen Erfahrung einen guten Namen, aber vier Jahre hat er keine komplette Saison mehr absolviert und war immer wieder verletzungsanfällig. Zuletzt setzte ihn eine Gehirnerschütterung außer Gefecht. Immerhin holte er 20 Punkte in 53 Spielen in der abgelaufenen Saison.

Marek Zidlicky, Detroit Red Wings (4 Millionen):

Ebenfalls 38 Jahre ist Zidlicky, den die Red Wings im Frühjahr von den New Jersey Devils verpflichtet hatten. Der Rechtsschütze holte elf Punkte in 21 Spielen für Detroit. Er ist ein ausgesprochener Powerplay-Spezialist. 20 seiner insgesamt 34 Punkte in 2014-15 verbuchte er in Überzahlspielen.

Stürmer:

Sean Bergenheim, Minnesota Wild (2,75 Millionen):

Mit 18 Punkten in 39 Spielen wurde Bergenheim im Februar von den Florida Panthers zu den Wild transferiert, doch seine Leistungen stagnierten dort mit einem Tor in 17 Spielen und keinem Punkt in drei Playoffpartien. Nicht gerade eine gute Werbung für ihn.

Brad Boyes, Florida Panthers (2,625 Millionen):

Die Panthers haben Boyes aus dem letzten Jahr seines Vertrages herausgekauft und machten ihn so kurzfristig zum Free Agent. Immerhin 38 Punkte in in 78 Spielen markierte Boyes, der damit zwei mehr erreichte als 2013-14, doch seine Torproduktion fiel dabei um Sieben von 21 auf 14.

Eric Fehr, Washington Capitals (1,5 Milionen):

Fehr erreichte 19 Tore und 14 Vorlagen in 75 Spielen der abgelaufenen Saison. Ein Mann für die Unterzahlsituationen und Bullies, von denen er 52 Prozent gewann. Seine Punktausbeute ist nicht unbeachtlich, weil er zumeist gegen die Topreihe des Gegners eingesetzt wurde.

Curtis Glencross, Washington Capitals (2,55 Millionen):

Ein solider Linksaußen für die dritte oder vierte Reihe ist der 32-jährige Glencross. Seine Bestleistung von 48 Punkten in der Saison 2011-12 konnte er nicht mehr erreichen, aber gute 25 bis 30 Punkte produziert er ohne Probleme.

Alexander Semin, Carolina Hurricanes (7 Millionen):

Deutliche Abstriche müsste Semin bei seinem Gehalt machen. Die Hurricanes kauften ihn aus seinem Vertrag heraus und machten ihn so zum Free Agent. Mit nur 19 Punkten in 57 Spielen war er auch überbezahlt. Nach 40 Toren in der Saison 2009-10 für die Capitals wartet der 31-jährige Russe vergeblich auf solche erfolgreichen Tage. Gut möglich, dass er in seiner Heimat anheuert, wenn kein NHL-Team zuschlägt.

Jiri Tlusty, Winnipeg Jets (2,95 Millionen):

Seine beste Spielzeit hatte Tlusty in der Lockout-Saison 2012-13 mit 38 Punkten in 48 Spielen für die Hurricanes. Seitdem konnte er nur 61 Punkte in 140 Spielen verbuchen. Der 27-jährige Tscheche ist aber ein guter Ergänzungsspieler.

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