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Die Trade Deadline 2019 in der Analyse

Inside the numbers: Nach dem Transferschluss wirft NHL.com/de einen Blick auf die Zahlen der Deadline

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Jeden Mittwoch in der Saison 2018/19 wird NHL.com/de in der Rubrik "Inside the numbers" nach verschiedenen Trends und Statistiken suchen, um Euch die Analyse des Spiels näherzubringen.

In dieser Ausgabe: Die Trade Deadline.

Jede Saison wird gegen Ende Februar oder Anfang März, 40 Tage vor dem Ende der regulären Saison, der Transferschluss mit Spannung erwartet. Teams die um einen Platz in den Stanley Cup Playoffs kämpfen, oder den Cup im Visier haben, nutzen die letzte Möglichkeit, um sich zu verstärkten, während andere Mannschaften nach Draft Picks und jungen Talenten suchen, um sich bereits auf die nächste Saison vorzubereiten.

 

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Am Montag war die diesjährige Trade Deadline und es wurden wieder einige Spieler in eine neue Heimat geschickt. Lediglich sechs Mannschaften, die Chicago Blackhawks, Dallas Stars, Edmonton Oilers, New York Islanders, Washington Capitals und Tampa Bay Lightning verzichteten darauf, ihren Kader zu verändern.

Wie in jeder Saison waren einige Teams bereits in den Tagen kurz vor der Deadline aktiv, etwas die Columbus Blue Jackets, die sich die Rechte an Matt Duchene und Ryan Dzingel von den Ottawa Senators sicherten. Dennoch kam es am Montag wie üblich zu einer Flut an Transfers.

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In dieser Ausgabe von Inside The Numbers analysiert NHL.com/de die Trade Deadline 2019 im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Betrachtet werden fünf Deadline-Tage, zurückreichend bis zur Saison 2014/15 und ausschließlich der Tag der Deadline selbst, nicht die Tage davor, in denen die Teams bereits aktiv wurden.

Konstante Zahlen und Trend zum Angreifer

Die Summe an abgeschlossenen Transfers und der Spieler, die dabei das Team wechselten, ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren ziemlich gleichgeblieben. Von 2015 bis 2018 lag die durchschnittliche Zahl an Transfers bei 20,25, am Montag waren es 22. Die wenigsten Trades gab es im Vorjahr, als nur 18 Deals abgeschlossen wurden, die höchste Zahl stammt aus dem Jahr 2015, als es 24 waren. Dabei wechselte auch die höchste Zahl an Spielern, nämlich 45. 2016 und 2018 waren es je 37, 2017 36, diese Saison bietet mit 35 Athleten den Minusrekord.

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Betrachtet man die Positionen der Spieler, die die Teams wechselten, ist ein leichter Trend zu offensiveren Wechseln zu sehen. Im Durchschnitt waren in den vier Vorjahren 64,98 Prozent der getradeten Spieler Angreifer, wobei sich die Zahl, von 55,6 Prozent zur Deadline 2015 ausgehend, steigerte. Dieses Jahr liegt mit 68,6 Prozent über dem Durchschnitt und es ist der zweithöchste Anteil an Stürmern nach 2018, in dem es 75,7 Prozent waren. Dieser Trend passt zur Entwicklung der Spielweise in der NHL, die zu immer mehr Toren führt.

Insgesamt wurden in diesen fünf Jahren 190 Spieler getradet, darunter 124 Stürmer, 57 Verteidiger, und neun Torhüter. Betrachtet man wie viele Spieler auf den unterschiedlichen Positionen eingesetzt werden, stimmt grob das Verhältnis von etwa doppelt so vielen Stürmern zu Verteidigern. Auffällig ist, dass relativ wenig Torhüter getauscht werden, diese Saison war es lediglich Keith Kinkaid, der von den New Jersey Devils zu den Columbus Blue Jackets transferiert wurde.

Tore und Punkte

Der beste Scorer, der am Montag das Team wechselte, ist Mark Stone. Der 26-jährige Stürmer wurde von den Ottawa Senators an die Vegas Golden Knights abgegeben und kam bisher auf 62 Punkte (28 Tore, 34 Assists). Der beste Scorer, der vergangene Saison abgegeben wurde, war J.T. Miller. Er hatte am Ende der Saison 58 Punkte (23 Tore, 35 Punkte. Im Jahr zuvor war es Thomas Vanek mit 48 Punkten (17 Tore, 31 Assists) gewesen.

 

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Stone ist aber nicht der einzige große Spieler, der in Zukunft für ein neues Team auf Punktejagd gehen wird. Unter anderem haben Wayne Simmonds, Mikael Granlund, Kevin Hayes, Gustav Nyqvist, Marcus Johansson und der junge Schweizer Kevin Fiala eine neue Heimat gefunden. Granlund, Nyqvist und Hayes erzielten diese Saison bereits mehr als 40 Punkte und kommen gemeinsam auf 140 Zähler, 45 Tore und 95 Assists.

Die Nashville Predators sicherten sich die Dienste von Granlund mit 49 Punkten (15 Tore, 34 Assists) und Simmonds mit 27 Punkten (16 Tore, elf Assists). Dabei erlebt Simmonds seine schwächste Saison seit 2010/11. Seitdem kam er vier Mal auf wenigstens 50 Punkte und zwei Mal auf 60 Punkte. Zwei Mal erzielte er über 30 Tore. Granlund verbuchte in den vergangenen beiden Saisons über 60 Punkte und mehr als 20 Tore.

Finanzen

Zur Trade Deadline geht es oft um die Verträge der Spieler. Teams geben Spieler ab deren Verträge auslaufen, wenn klar, oder zumindest wahrscheinlich ist, dass man sich nicht auf eine Verlängerung einigen wird. Ein Faktor ist immer auch der Salary Cap. Die Mannschaften geben teure und erfahrene Spieler ab, um für die Vertragsverhandlungen mit den gebliebenen Spielern und mit möglichen Neuverpflichtungen Platz zu schaffen.

 

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Die größte Belastung für den Salary Cap in einem einzigen Transfer hatten diese Saison die Golden Knights mit Stone zu verbuchen. Der Stürmer verdient 7,35 Millionen US-Dollar, und damit 5,65 Millionen mehr als Oscar Lindberg, der für ihn an die Senators abgegeben wurde. Im Vorjahr gingen die San Jose Sharks eine ähnliche Verpflichtung ein, als sie Evander Kane für 5,25 Millionen holten. Damit ist Stone vor Kane die teuerste Verpflichtung zur Deadline in den vergangenen fünf Jahren.

Fazit

Es gab zur Deadline 2019 einige bedeutende Transfers, doch insgesamt relativ wenig Überraschungen. Der Transferschluss bestätigte die Zahlen und Trends der vergangenen Jahre, was dafür spricht, dass wir auch in den kommenden Jahren wieder mit Spannung auf eine Schwemme von Spielerwechseln warten dürfen. Dabei geht es zum großen Teil um junge Spieler, die eine Investition in die Zukunft darstellen, doch es gibt stets auch Leistungsträger, die eine neue Heimat finden.

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