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Die Wild verpflichten Topstürmer Parise und Topverteidiger Suter

NHL.com @NHL

Die Minnesota Wild haben am Mittwoch den Topstürmer und den Topverteidiger des Transfermarktes an Land gezogen.

Michael Russo von der Minneapolis Star-Tribune berichtete, dass sich Verteidiger Ryan Suter mit den Wild geeinigt hat und nur Minuten später waren es Pierre LeBrun von ESPN.com sowie TSN, die bekannt gaben, dass Stürmer Zach Parise ebenfalls einig wurde. Ein phänomenaler Tag in der Geschichte der noch jungen Franchise.

LeBrun berichtete, dass die Verträge der beiden Akteure eine Laufzeit von 13 Jahren mit einem Gehalt von $98 Millionen haben, wodurch sie bis zur Saison 2024-25 an die Wild gebunden sind. Im Salary Cap der Wild werden für Parise und Suter je 7,568 Millionen Dollar pro Saison angerechnet.

Schon unter der Woche gab es Gerüchte darüber, dass sich Parise und Suter abgesprochen hätten, bei einem Team gemeinsam zu spielen. Die Wild, als eine der wenigen Mannschaften, die sich beide leisten kann, sind nun die Nutznießer.

Vergangene Saison war Parise Teamkapitän der Devils, bei denen er seine gesamte siebenjährige Karriere verbracht hat, nachdem er von ihnen beim NHL Draft 2003 in der ersten Runde gezogen wurde. In 502 Partien brachte er es auf 194 Tore und 216 Vorlagen. Letzte Saison erzielte Parise in 82 Spielen 69 Scorerpunkte, 31 Treffer und 38 Assists. Des Weiteren verhalf er den Devils zum ersten Einzug ins Stanley Cup Finale seit dem Jahr 2003.

Dennoch konnte Parise der Verlockung nicht widerstehen, in seiner Heimat für die Wild zu spielen. Nicht nur, dass er selbst aus Minneapolis stammt, nein auch seine Eltern, sein Vater ist der ehemalige NHL-Spieler J.P. Parise, leben hier und Parise hat ein Haus in der Umgebung der 'Twin Cities'.

Parise, der am 28. Juli seinen 28. Geburtstag feiert, wird noch in diesem Sommer heiraten. Seine Verlobte Alisha Woods stammt aus North Dakota.

Vier Jahre lang hatte Parise Eishockey in der High School bei Shattuck-St. Mary's in Faribault, Minn. gespielt. Sein Vater war damals auch dort tätig. Anschließend wechselte Parise für zwei Spielzeiten zur University of North Dakota. Dort lernte er auch seine Verlobte kennen.

Die Wild wurden wegen der Verbindung von Parise zu der Region schon immer als heißer Anwärter für ihn gehandelt. Minnesota hat seit dem dritten Platz in der Western Conference in 2008 nicht mehr die Playoffs erreichen können. Nach einem hoffnungsvollen Start, beendeten die Wild die letzte Saison als Zwölfter in der Western Conference mit 81 Punkten.

Wild Trainer Mike Yeo kennt Parise sehr gut, weil er als Assistenztrainer der Pittsburgh Penguins von 2005-10 häufig gegen ihn angetreten ist.

Die Wild benötigen Parise um ihre Offensive zu fördern. Sie schlossen letzte Saison mit nur 2,02 Toren pro Spiel als schlechteste Mannschaft ab und an 27. Stelle beim Powerplay mit nur 15,1 Prozent Erfolgsquote. Parise hat in fünf seiner letzten sechs voll absolvierten Spielzeiten (2010-11 verpasste er 69 Partien wegen einer Knieverletzung) mindestens 30 Tore erzielt. Parise traf 45 Mal und verbuchte 94 Scorerpunkte in der Saison 2008-09.

Parise schließt sich den Stürmerkollegen Mikko Koivu, Dany Heatley, Devin Setoguchi und Matt Cullen an. Mikael Granlund wird als eines der hoffnungsvollsten Talente von Minnesota gesehen, der in der nächsten Saison eingesetzt werden könnte.

Suter hat sieben Tore und 46 Punkte für die Nashville Predators in der letzten Saison geholt. Mit Shea Weber bildete er eine der besten Defensivreihen der NHL und zusammen mit Torhüter Pekka Rinne das Rückgrat eines Stanley Cup Aspiranten.

Der in Madison, Wisconsin, geborene Suter absolvierte in 2011-12 im Durchschnitt pro Spiel 26:30 Minuten Eiszeit, was Bestleistung seiner Karriere und die drittbeste in der Liga bedeutete. Er wird im Januar 28 Jahre alt und Suter hat in seinen letzten vier Spielzeiten jeweils mindestens 37 Punkte erzielt.

Während Weber in den letzten beiden Jahren Finalist bei der Norris Trophy Verleihung war, wird Suter ebenfalls als einer der besten Verteidiger der Liga angesehen. Der Wechsel nach Minnesota könnte ihm mehr Aufmerksamkeit verschaffen, aber bedeutet gleichzeitig mehr Druck sich abseits von Weber zu beweisen.

Suter verbrachte zwei Spielzeiten beim US Nationalteam Entwicklungsprogramm in Ann Arbor, Michigan, ehe er für ein Jahr nach Hause zurückkehrte, um für die Universität von Wisconsin zu spielen. Nachdem er 2004-05 aufgrund des Streiks in der NHL bei Milwaukee in der American Hockey League spielte, schloss sich Suter zu Beginn der Saison 2005-06 den Predators an.

Er sammelte im Durchschnitt mindestens 23:59 Minuten Eiszeit pro Partie in jeder der letzten vier Spielzeiten und Suter verbuchte ebenfalls vier Vorlagen für die USA bei den Olympischen Winterspielen 2010.

Rinne unterschieb im November einen Vertrag über sieben Jahre und insgesamt 49 Millionen Dollar Verdienst bei den Predators und General Manager David Poile hoffte seine beiden besten Verteidiger ebenfalls längerfristig zu binden. Weber ist restricted Free Agent und kann nach der nächsten Saison Unrestricted Free Agent werden.

Poile vollzog mit der Verpflichtung von Hal Gill, Andrei Kostitsyn und Paul Gaustad drei Wechsel vor dem Ende der Wechselfrist im Februar in der Hoffnung die Predators für eine Jagd auf den Stanley Cup aufzurüsten. Er holte außerdem Alexander Radulov zurück, der das Team kurz vor Ende der regulären Saison 2008-09 trotz laufenden Vertrages verlassen hatte, um in seiner Heimat in der KHL zu spielen.

Die Predators schlugen Detroit in der ersten Runde, aber Radulov und Kostitsyn wurden in der zweiten Runde für ein Spiel suspendiert, weil sie intern eine Ausgangssperre missachtet hatten und Nashville unterlag Phoenix in fünf Spielen.

Suter trifft in Minnesota auf eine Defensive, die einige junge Talente in ihren Reihen hat, aber keine Führungsperson, also einen Spieler, der mehr als 25 Minuten und in allen Situationen spielen kann. Natürlich erwarten die Wild, dass Suter dieser Typ sein wird.

Minnesota begrüßte die Wild in der NHL in der Saison 2000-01, aber in einem Tag wurde für die Saison 2012-13 der talentierteste Kader in der Teamgeschichte gebildet.

Die Wild erreichten die Playoffs lediglich drei Mal und kamen nur ein einziges Mal über die erste Runde hinaus, aber sie könnten mit der Verpflichtung von Parise und Suter, genauso wie durch den Einbau einiger guter Nachwuchsleute in naher Zukunft, zu den Topanwärtern der Western Conference gehören.

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