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Das erste Team mit 40 Siegen

Die Washington Capitals untermauern ihre Vormachtstellung beim 4:1 in Philadelphia eindrucksvoll

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Es war einmal wieder der Abend der Washington Capitals. Nach zuvor zwei vergeblichen Anläufen konnten sie die US-Hauptstädter am Abend beim 4:1-Erfolg gegen die gastgebenden Philadelphia Flyers nun tatsächlich ihren bereits 40. Saisonsieg sichern.

Zwei Treffer von Evgeny Kuznetsov (2-0-2), einer von Nicklas Backstrom (1-1-2) und ein weiterer von T.J. Oshie (1-1-2) sicherten Washington als erstem Team der Liga diesen Meilenstein in der Saison 2016-17. Bei nun aktuell 40 Siegen, lediglich 12 Niederlagen in regulärer Spielzeit, sowie noch weiteren 7 Pleiten nach Verlängerung oder Shootout haben die Jungs aus Washington derzeit bereits 87 Zähler auf der Habenseite. Das sind drei Punkte mehr als die Minnesota Wild und sogar deren fünf im Vergleich zum Titelverteidiger aus Pittsburgh, der aktuell von allen30 Mannschaften ligaweit auf Rang Drei rangiert.

Und das Alles gelang der Truppe von Coach Barry Trotz der jüngsten Rückschläge im erst 59. Saisonspiel. Undes ist damit erst das insgesamt dritte Mal in der schon langen Franchisegeschichte des Teams, dass dieses Kunststück in einer Anzahl von unter 60 gespielten Saisonspielen gelang.

Video: WSH@PHI: Oshie erzielt einen leichten Treffer

Die beiden erfolgreichen Anläufe zuvor gelangen übrigens in der Spielzeit 2009-10 (nach 58 Spielen) und jüngst noch einmal im Jahre 2016, als gar nur 53 Saisoneinsätze vonnöten waren um diese beeindruckende Marke an siegreichen Spielen in der Hauptrunde der NHL zu erreichen.  

Zudem glänzte auch Torhüter Braden Holtby, der an diesem Abend im Auswärtsspiel bei den Flyers bereits zugleich seinen persönlich insgesamt 30. Saisonsieg unter Dach und Fach brachte. Holtby konnte zudem von seinen 17 letzten Saisonspielen schier unglaubliche 15 letztendlich siegreich gestalten. In den beiden anderen Spielen in dem er das Netz hütete gelang es dem Team und ihm sich zumindest noch einen Zähler zu sichern, unterlag er mit Washington erst nach dem Ablauf der regulären Spielzeit unglücklich.

Der Torhüter rangiert damit derzeit mit einem Gegentorschnitt von knapp unter Zwei und bisher schon stolzen sieben Shutouts ligaweit auch ganz weit vorne. Seine Fangquote von 92,7% bringt ihm in der Rangliste aller Torhüter mit mindestens 25 Saisoneinsätzen zudem Rang Zwei ein. Nur Minnesotas Devan Dubnyk liegt hier mit aktuell 93,3% noch leicht vor ihm. Die Capitals wissen also längst nicht nur im Bereich Offensive zu überzeugen, wie ja häufig behauptet wird.

Held des Abends für das Team mit den nun meisten Saisonsiegen im Wells Fargo Center zu Philadelphia war am Mittwoch allerdings diesmal Holtbys Teamkollege Kuznetsov. Dieser zeichnete, nach den zuvor zwei in Serie erlittenen Pleiten mit seinen beiden Treffern hauptverantwortlich für den weiteren Sieg. Seine beiden Treffer gelangen ihm dabei übrigens per Powerplay gut drei Minuten vor dem Ende des Eröffnungsdrittels und zum Zwischenstand von 3:1, rund zwei Minuten vor dem Ende des Mitteldrittels. Torhüter Michal Neuvirth im Kasten der Gastgeber des Abends hatte jeweils keine wirkliche Abwehrchance.

Backstrom und Oshie konnten neben ihren beiden Treffern auch jeweils noch einen Assist-Punkt sammeln, strahlten nach dem Ende der Begegnung daher auch bei der Befragung durch die versammelten Journalisten um die Wette.

Für die Flyers gab es bei der Generalprobe vor heimischem Publikum, bevor es nun zum Freiluftspektakel im Rahmen der Stadium Series 2017 gegen die Pittsburgh Penguins geht, hingegen recht wenig Grund zur Freude.

"Immer wenn ich die Gelegenheit sehe einen Treffer beizusteuern, dann schieße ich auch" lächelte Kuznetsov danach. "Das geht ja immer so schnell auf dem Eis, da darf man nicht lange zögern."

Sein Gegenüber Claude Giroux gab sich entsprechend frustriert nach der Begegnung: "Das ist natürlich frustrierend. Wir haben heute gar nicht so viel falsch gemacht, hatten selber unsere Möglichkeiten am Ende erfolgreich zu sein, doch wir haben heute einfach keinen Weg gefunden."

Auch Flyers-Coach Dave Hackstol musste den Erfolg der Gäste anerkennen: "Die Capitals haben es uns heute auch wirklich extrem schwer gemacht. Das muss man dann am Ende auch mal respektieren. Sie haben hart gespielt und ihre Möglichkeiten dann sehr effektiv genutzt. Auch wir haben in Summe gut agiert, dann aber den Abschluss nicht so gut hinbekommen wie sie. Das hat heute letztendlich wohl den großen Unterschied zwischen beiden Teams ausgemacht."

Im Schlussdrittel traf dann nur noch Oshie für die Gäste, der rund fünf Minuten vor dem Ende des Spiels den Endstand von 4:1 herstellte. Alex Ovechkin bediente ihn dabei mustergültig, spielte zuvor herrlich mit seinem Mannschaftskollegen Backstrom zusammen. Die berühmt berüchtigte Offensivpower der Capitals sucht halt in der Liga ihres Gleichen.

"Nachdem wir zuletzt ja leider zwei Spiele in Serie verloren hatten, was uns naturgemäß nicht so gefallen hat, war das heute ganz wichtig für uns. Das gibt uns noch einmal frisches Selbstvertrauen. Darauf können wir nun bestimmt wieder gut aufbauen." sagte Nicklas Backstrom danach.

Nun, wenn die Capitals ihre ohnehin tolle Saison nun auch noch weiter ausbauen wollen, dann kann das in den Ohren vieler Konkurrenten wohl nur wie eine Art Drohung klingen. Schließlich liegen die "Caps" ja trotz der beiden Pleiten zuletzt ja jetzt schon weit vorne in der Tabelle der NHL.

Die nächste Gelegenheit ihre Dominanz in der Liga erneut unter Beweis zu stellen, eventuell weiter auszubauen, die erhalten die Capitals bereits am Freitag, wenn man in der heimischen Arena die Edmonton Oilers rund um Leon Draisaitl empfängt.

Die Flyers hingegen betreten die ganz große Bühne im Freiluftspiel in Pittsburgh gegen die ebenfalls mit Offensivpower gespickten Penguins erst am Samstag wieder, wenn sie im Rahnem der Stadium Series 2017 aktiv werden dürfen.

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