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Golden Knights zeigen sich unbeeindruckt

Nach der Pleite in Spiel 1 gegen die Winnipeg Jets wollen die Jungs aus Vegas in Spiel 2 Wiedergutmachung betreiben

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

"Das war wahrlich nicht der Start den wir uns alle gewünscht hatten. Sie hatten ja im Gegensatz zu uns nur zwei Tage zur Erholung, doch sie waren heute eindeutig bereiter für dieses Spiel als wir", beklagte Stürmer Jonathan Marchessault nach der 2:4-Auftaktpleite seiner Vegas Golden Knights in die Serie des Western Conference Finales gegen die Winipeg Jets am Samstag.

"Jetzt können wir jedoch am Montag beweisen, was für ein Team wir wirklich sind. Spiel 2 ist somit definitiv schon ein Pflichtsieg für uns." Damit setzte er schon sehr früh den Ton im Vorfeld der nächsten Partie am Montag (8:00 p.m. ET; NBCSN, CBC, SN, TVAS) im Bell MTS Place.

 

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In der Tat stellt sich die Frage, wie gut die Golden Knights wohl mit der ersten Auftaktniederlage in eine Playoff-Serie in ihrer jungen Franchise-Geschichte umgehen können. Sollte nämlich auch der nächste Vergleich mit den Kanadiern zu Ungunsten der Gäste aus der Spielerstadt enden, die Ausgangslage vor den folgenden beiden Heimspielen in der T-Mobile Arena hätte sich nicht nur psychologisch bereits plötzlich sehr verkompliziert.

Sowohl gegen die Los Angeles Kings in Runde eins als auch gegen die San Jose Sharks im darauf folgenden Duell konnte Vegas auf heimischem Eis die erste Begegnung zu den eigenen Gunsten entscheiden, ging somit mit frischem Selbstvertrauen und viel Rückenwind in die weiteren Spiele.

Letztendlich setzte sich das Überraschungsteam der bisherigen KO-Phase in beiden Runden nach geglücktem Auftakt jeweils relativ locker durch, konnte die Kings mit einem 4:0-Sweep nach Hause schicken und beendete mit einem 4:2 nach sechs Begegnungen auch den still und heimlich geträumten Titeltraum der Sharks ziemlich frühzeitig.

Video: VGK@WPG, Sp1: Byfuglien bringt die Jets in Führung

Jetzt, selber erstmalig unter einem gewissen Druck, wird sich in Kürze erweisen müssen, wie gut die Golden Knights wirklich sind. Noch nie zuvor hat das Team zwei Playoff-Niederlagen in Folge kassiert. Am Montag droht in Winnipeg also eine äußerst unrühmliche Premiere für die Truppe von Coach Gerard Gallant.

Drei sehr schnelle Tore für die Jets innerhalb von nur 7:35 Minuten gleich zu Beginn des ersten Spieldrittels brachten die Golden Knights in Spiel 1 des Western Conference Finales früh und eindeutig auf die Verliererstraße. Ein Rückstand, von dem sich Vegas in der Folgezeit nicht mehr erholen konnte. Zudem ärgerten einige Undiszipliniertheiten die Verantwortlichen.

Genau einen solch verunglückten Start gilt es im zweiten Duell der beiden West-Vertreter für Vegas möglichst zu vermeiden, soll der 1:1-Serienausgleich vor der Heimkehr für die Spiele 3 und 4 tatsächlich gelingen.

Video: VGK@WPG, Sp1: Fleury rettet gegen Little

Torhüter Marc-Andre Fleury, im bisherigen Saisonverlauf sicherlich einer der mitentscheidenden Spieler für den großen Erfolg des Expansion-Franchise, sieht sein Team jedenfalls gut gerüstet, wie er am Sonntag nach dem Training gegenüber NHL.com/de bestätigte: "Ich stimme Marchessault grundsätzlich zu, das ist wirklich ein Pflichtsieg für uns in Spiel 2. Doch wir haben erkannt, worauf es ankommt. Wir werden die entsprechenden Lehren daraus ziehen und dann diesmal mit der passenden Einstellung und Ausrichtung ans Werk gehen."

Die emotionale Atmosphäre in Winnipeg begeistert den erfahrenen Goalie, der mit den Pittsburgh Penguins wiederholt den Stanley Cup gewinnen konnte, verunsichert ihn nach eigener Aussage jedoch überhaupt nicht, auch wenn Teile des Publikums ihn durch provozierende Zurufe zu irritieren versucht haben.

"Das sind doch diese ganz besonderen Spiele, die man als Aktiver unbedingt spielen will. Ich mag das, auch wenn sie meinen Namen rufen. Mich verunsichert das gar nicht, auch wenn ein Spieler das natürlich selbst während des Spiels ständig sehr deutlich hört. Mich motiviert das eher", machte Fleury im Gespräch am Sonntag glaubhaft.

Nate Schmidt gab sich gegenüber NHL.com/de ebenfalls optimistisch: "Wir wollen das Spiel gewinnen und dann nach Hause gehen. Dazu müssen wir mit dem notwendigen Einsatz auftreten. Wir müssen ja nicht jedes Spiel gewinnen, doch wenn wir unseren Stil etwas besser durchsetzen können als zuletzt, dann bin ich für Montag recht optimistisch."

 

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Insgesamt sieht er die Jets jedoch deutlich stärker als die vorherigen Gegner: "Sie sind das eindeutig schnellste Team gegen das wir bisher in den Playoffs gespielt haben. Da haben sie ein anderes Auftreten als die Kings und die Sharks vorher. Wir müssen hochkonzentriert sein und uns im Vergleich zum Samstag deutlich steigern, wenn wir mit dem 1:1 zurück zu unseren Fans wollen."

Coach Gallant warf den Blick ebenfalls optimistisch nach vorne: "Wenn wir unsere Einstellung verbessern, dann haben wir gute Chancen. Ich möchte, dass wir das Spiel besser kontrollieren, dazu müssen wir höchst konzentriert agieren." Einen Pflichtsieg sieht er aber nicht auf sein Team zukommen. "Nein, das ist kein Spiel, welches wir unbedingt gewinnen müssen. Auch mit einem 0:2 in der Serie können wir das Ganze am Ende noch siegreich beenden."

Ob das Vorhaben der Golden Knights gelingt, die Serie gegen die Jets bereits in Spiel 2 auszugleichen, wird sich am Montagabend zeigen.

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