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Tampa Bay ist wieder auf dem richtigen Weg

In Spiel 3 gegen die Caps funktionierte das Spiel der Bolts insgesamt deutlich besser als zuletzt, diesen Weg gilt es in Spiel 4 fortsetzen

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Das Powerplay der Tampa Bay Lightning ist eine bekannt starke Waffe des in den letzten Monaten so erfolgreichen Teams aus Florida. Dies stellte die Truppe auch beim 4:2-Erfolg in Spiel 3 des Eastern Conference Finales gegen die Washington Capitals am Dienstag wieder unter Beweis.

Zwei der insgesamt vier Tore des Abends gelangen Tampa Bay einmal mehr in numerischer Überzahl. Es waren die ersten beiden Treffer des Abends in der Capital One Arena, die durch Steven Stamkos im Eröffnungsdrittel und Nikita Kucherov in der zweiten Minute des Mitteldrittels durch das Gastteam an diesem Abend markiert wurden. Die Quote in numerischer Überzahl ist wahrlich beeindruckend, konnten zuletzt doch fünf von zwölf dieses Situationen erfolgreich in einen eigenen Treffer umgemünzt werden.

 

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Der Knackpunkt der Lightning, die trotz des jüngsten Auswärtserfolges in Spiel 3 ja immer noch mit 1:2 Siegen in der Serie gegen die Hauptstädter zurückliegen, nun am Donnerstag im Rahmen der 'Best of 7'-Serie an gleicher Stelle die Chance zum Serienausgleich erhalten werden (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, SN, TVAS), war in den letzter Zeit eher die magere Torausbeute bei ausgeglichener Mannschaftsstärke, im '5 gegen 5' auf dem Eis also.

Hierbei gelangen bisher erst drei Torerfolge für die Bolts. Zum Vergleich, Washington rangiert in dieser Kategorie bereits bei immerhin acht Treffern. Schaffen es die Jungs aus Florida das Kräfteverhältnis in dieser für den Serienausgang vermutlich neuralgischen Statistik zu den eigenen Gunsten zukünftig noch weiter zu den eigenen Gunsten zu verschieben, die Erfolgsaussichten für das Franchise würden mit Sicherheit deutlich steigen, zumal dann, wenn das starke Powerplay parallel ebenfalls erhalten bliebe.

Coach Jon Cooper bilanzierte nach dem Training am Montag gegenüber NHL.com/de folgendermaßen: "Auch wenn wir zuletzt das Spiel zum Glück gewonnen haben, wir müssen uns in Spiel 4 noch einmal steigern, wir liegen ja immer noch mit 1:2 in der Serie zurück."

An eine dauerhafte Entwicklung der Serie in einen Direktvergleich der 'Special Teams' glaubt er jedoch nicht, wie er betonte. "Zuletzt hat es sich ja so entwickelt, als ob diese Serie sich tatsächlich in einen Vergleich der Special Teams entwickeln würde. Doch das kann nur eine Momentaufnahme sein. Das Spiel '5 gege5' ist und bleibt sehr wichtig für uns. Wir müssen aggressiv sein und dann daraus Kapital schlagen, wenn wir die Möglichkeit bekommen."

Genau dieser Punkt war es jetzt auch einmal mehr, der am Dienstag der letztendlich wohl siegbringende Faktor für Stamkos & Co. war. Denn schließlich gelang es dem Gast diesmal zusätzlich zu den beiden Toren im Powerplay zwei Tore bei gleicher Mannschaftsstärke auf dem Eis zu markieren.

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Sowohl bei Victor Hedmans Treffer zum 3:0, seinem ersten Tor in den diesjährigen Playoffs übrigens, als auch beim vorentscheidenden 4:1 durch Brayden Point spielten die Teams gerade mit '5 gegen 5'. Der Anfang für eine sportlich wieder deutlich erfolgreichere Zukunft in der Serie war damit für Tampa gemacht, der nach den beiden Heimpleiten zum Serienauftakt so wichtige Auswärtssieg erfolgreich eingefahren.

Ryan McDonagh zeigte sich nach dem Montagstraining entsprechend erleichtert gegenüber NHL.com/de: "Es geht uns immer darum, dass wir die Strukturen aufrecht erhalten müssen. Das war heute schon viel besser als zuletzt. So können wir auch in den zweiten Anläufen effektiver spielen."

Angesprochen auf die Bedeutung des Spiels bei numerisch gleicher Spielzeit auf dem Eis entgegnete er: "Beim '5 gegen 5' müssen wir schon konzentriert in der Verteidigung stehen, geduldig auf unsere Möglichkeiten warten. Es geht darum körperlich zu agieren und bereits zu sein, wenn es die Möglichkeiten in der Offensive gibt."

Am Dienstag gelang dies deutlich besser als zuvor. Hieran gilt es nun schon ab Donnerstag möglichst direkt wieder anzuknüpfen, wenn die Serie, in der der Titelträger des Jahres 2004 bekanntlich ja immer noch hinten liegt, letztendlich tatsächlich komplett gedreht werden soll.

 

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Der Dienstag hat für jedermann deutlich sichtbar bewiesen, dass es den Caps rasch zu viel Offensivstärke des Gegners werden kann, wenn die Stürmer der Bolts hier weiter in dieser Dominanz agieren können.

J.T. Miller richtete den Blick somit schon hoffnungsvoll nach vorne: "Den ersten Treffer zu erzielen, das ist natürlich immer wichtig, besonders auswärts. Wir wollen grundsätzlich immer konstant agieren, egal ob in Überzahl oder bei gleicher Teamstärke auf dem Eis. Wenn sich eine Möglichkeit ergibt, dann muss man sie konsequent ausnutzen. Es geht darum clever zu agieren, das ist der entscheidende Punkt. Und natürlich muss man selber bestmöglich Strafzeiten vermeiden. Das ist zumindest der Spielplan. Und in Spiel 3 hat das ganz gut funktioniert. Wir haben ja genug offensivstarke Spieler im Team um dann im entscheidenden Moment zuzuschlagen."

Am Donnerstag werden wir sehen, ob der Plan auch in Spiel 4 gut umgesetzt werden kann.

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