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Lightning suchen den Fehler im Stromkreis

Tampa hofft auf eine erfolgreiche Reparatur vor Spiel 4 in Columbus und ein starkes Comeback von Kucherov

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Die Tampa Bay Lightning steuern weiter ungebremst auf den Abgrund zu. Nach der 1:3-Niederlage bei den Columbus Blue Jackets am Sonntag liegen sie in der Best-of-Seven-Serie der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference mit 0:3 hinten. Damit hat sich die Ausgangslage dramatisch zugespitzt. Das Team aus Florida muss jetzt nicht nur unbedingt Spiel 4 am Dienstag in der Nationwide Arena für sich entscheiden, sondern jedes der maximal vier verbleibenden Duelle. Andernfalls stürzt der Gewinner der Presidents´ Trophy und Topfavorit auf den Stanley Cup endgültig in die Tiefe.

Die Hoffnungen der Lightning auf eine entscheidende Wende zum Besseren bündeln sich in der Rückkehr von Angreifer Nikita Kucherov. Der mit 128 Punkten erfolgreichste Scorer der NHL in der regulären Saison steht seiner Mannschaft wieder zur Verfügung. Beim letzten Mal war er wegen einer Sperre nach einem Bandencheck gegen Blue-Jackets-Verteidiger Markus Nutivaara zum Zuschauen verurteilt.

In den Playoffs konnte Kucherov bislang jedoch nicht an die berauschenden Auftritte in der Hauptrunde anknüpfen. Nach zwei Einsätzen hat er keinen einzigen Scorerpunkt zu verzeichnen. Gleiches gilt für Kapitän Steven Stamkos und Brayden Point, die in der teaminternen Scorerwertung nach der regulären Saison die Plätze zwei und drei belegten. Sie gingen sogar dreimal leer aus.

Dennoch hofft Trainer Cooper, dass Kucherov den Lightning mit seinem Comeback einen Energieschub verleiht. "Er ist ein wichtiger Teil der Mannschaft. Wenn ein Spieler seines Kalibers fehlt, bedeutet das automatisch eine beträchtliche Schwächung", meinte er.

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Ein Blick auf die Statistik legt die Problembereiche der Lightning schonungslos offen. Trotz eines positiven Schussverhältnisses von 84:83 gelangen Tampa bei den drei Vergleichen gegen die Blue Jackets (3:4, 1:5, 1:3) lediglich fünf Treffer. Das macht die mangelnde Effizienz beim Abschluss überdeutlich. Chancen, die die Abteilung Attacke in der Hauptrunde vermutlich ohne mit der Wimper zu zucken in Tore umgemünzt hätte, werden nun reihenweise vergeben. Darüber hinaus hapert es sowohl im Powerplay als auch im Penalty-Killing. Alle fünf Überzahlsituationen in der Serie ließ das Team ungenutzt verstreichen, während es bei Unterzahl in jedem Spiel mindestens einmal im Kasten von Torhüter Andrei Vasilevskiy klingelte.

Im Lager der Lightning ist man deshalb beinahe verzweifelt auf der Suche nach dem Kurzschluss, der nach der ersten Drittelpause des Auftaktmatches der Serie zu einem Zusammenbruch des Betriebssystems führte und der trotz intensiver Bemühungen noch nicht vollständig behoben werden konnte. Lediglich im letzten Abschnitt der Partie vom Sonntag hatte es zwischendurch den Anschein, als sei der Stromkreis wieder intakt.

 

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Deswegen wollen die Akteure und der Trainerstab bei der Reparatur genau dort weitermachen. "In der dritten Periode haben wir gekämpft und zu unserem Spiel gefunden. Im Anschluss habe ich in der Kabine gespürt, dass nach wie vor Tatkraft vorhanden ist", sagte Cooper.

Angreifer Tyler Johnson teilte diese Einschätzung. "Je länger das Match andauerte, umso besser haben wir unsere Fähigkeiten zur Geltung gebracht. Wir haben das Kommando übernommen und uns einige Torgelegenheiten erarbeitet. Das sollte uns auf jeden Fall neues Selbstvertrauen für die bevorstehende Aufgabe geben", betonte er. Trotz der schwierigen Ausgangslage glaubt Johnson an die Möglichkeit zum Weiterkommen. "Wenn es jemand schaffen kann, dann sind es wir."

 

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Kapitän Steven Stamkos stellte ebenfalls die Leistungssteigerung der Lightning in den letzten 20 Minuten der Sonntagsspiels heraus. "Wir haben die Blue Jackets in dieser Phase unter Druck gesetzt. Leider ist es uns nicht gelungen, ihre defensive Ordnung in dem Maße aufzubrechen, wie es notwendig gewesen wäre", erläuterte er.

Der Mannschaftsführer ist sich darüber im Klaren, dass es bei der kommenden Begegnung um alles oder nichts geht. "Wir brauchen diesen Sieg unbedingt, um die Serie noch einmal zurück nach Tampa zu bringen. Es wird hart, aber wir müssen einen Weg finden. Sollten wir es schaffen, werden wir weitersehen", sagte er.

Spiel 4 in der ersten Playoff-Runde der Eastern Conference zwischen den Blue Jackets und den Lightning findet am Dienstag um 19 Uhr Ortszeit (Eastern Time) in der Nationwide Arena von Columbus statt (CNBC, SN360, TVAS, FS-O, SUN, NHL-TV).

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