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Heimvorteil ein Fremdwort für die Blues

St. Louis holt gegen Dallas den vierten Auswärtssieg in Folge und erhält eine perfekte Statistik

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

So hatten sich die Dallas Stars ihre Rückkehr in das American Airlines Center nicht vorgestellt. Sie unterlagen den St. Louis Blues am Montag im dritten Spiel der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs der Western Conference zu Hause mit 4:3. Die Blues führen in der Serie mit 2:1. Der Heimvorteil erweist sich für die Gegner von St. Louis als Heimfluch. Die Blues sind das einzige verbleibende Team in den Playoffs, das kein Auswärtsspiel verlor und vier Siege auf fremdem Eis feierte.

"Ich denke unser Team findet einfach immer wieder eine Antwort", feierte Stürmer Pat Maroon die Leistung der Blues. "Wir haben diesen Glauben. Es ist komisch, aber wir haben immer das Gefühl, dass wir einen Weg finden werden, das Spiel zu gewinnen. Das ist bei uns einfach so. Man muss Respekt dafür haben, wie die Stars zurückgekommen sind und gekämpft haben, aber wir hatten einfach das gewisse Etwas, haben noch mehr Druck gemacht und gekämpft und nie aufgegeben."

Leicht war es nicht, denn die Stars glichen dreimal den Spielstand aus, ehe Maroon 98 Sekunden vor der Schlusssirene die Entscheidung brachte. Die Blues gingen noch nie in einem Playoff-Sieg öfters in Führung, um anschließend wieder den Ausgleich zu kassieren. Am Ende wurde ihr Kampfgeist aber belohnt.

Video: STL@DAL, Sp3: Maroon schießt Führungstor der Blues

"Man muss einfach weitermachen", erklärte Verteidiger Alex Pietrangelo, der zum zwischenzeitlichen 3:2 getroffen hatte. "Man weiß nie. Manchmal braucht man einfach die kompletten 60 Minuten. Manchmal auch mehr. Wir spielen einfach immer weiter."

Die Blues gewannen ihr viertes Auswärtsspiel in Folge, noch nie gelangen ihnen in den Playoffs mehr Siege in fremden Arenen am Stück. Den Rekord stellten sie ursprünglich 1969 auf. Damals, in der zweiten Saison ihrer Franchise-Geschichte, standen sie am Ende im Finale, unterlagen dort jedoch mit 4:0 den Montreal Canadiens. Am Mittwoch haben sie nun die Chance, diese Bestmarke zu brechen. Keine einfache Aufgabe, denn die Stars haben ihnen in Spiel 3 bereits alles abverlangt und scheiterten nur knapp.

"Das letzte Drittel war besser für uns, aber sie haben uns einfach kaputt gearbeitet, sie waren die bessere Mannschaft und haben den Sieg verdient", gab Tyler Seguin von den Stars zu. "Sie haben mehr Zweikämpfe gewonnen. Sie haben verzweifelter gekämpft und wir haben dem nichts entgegengehalten. Vor eineinhalb Wochen war es das gleiche. Morgen müssen wir uns erst mal sammeln."

Video: STL@DAL, Sp3: Pietrangelos krachender Schuss ins Ziel

Für einen weiteren Sieg der Blues in Dallas im vierten Spiel spricht nicht nur die eigene Statistik, sondern auch der aktuelle Trend in den Playoffs. Die acht verbleibenden Teams gewannen in der zweiten Runde sechs von neun Auswärtsspielen. In der Serie der Blues gegen die Stars verbuchten die Blues im ersten Spiel den einzigen Heimsieg, ein 3:2. Die Stars befinden sich in keiner ungewohnten Situation. In der ersten Runde verloren sie ebenfalls eines der ersten beiden Auswärtsspiele und das erste Heimspiel gegen die Nashville Predators und lagen 2:1 zurück. Die drei Spiele zu Beginn der ersten Runde endeten alle mit einem Tor Unterschied.

"Ob es Parallelen zwischen Spiel 3 der ersten Runde und diesem gibt? Keine Ahnung. Vermutlich", so Seguin. "Es geht im Moment viel um Emotionen, man darf nicht zu sehr abheben und sich nicht zu sehr runterziehen lassen. Es sind die Playoffs, da geben wir nicht auf. Es wird nicht leicht, aber sie haben im Moment den Vorteil. Deshalb müssen wir jetzt zurückkommen und im nächsten Spiel eine Antwort bieten."

 

[Hier findest du alles über die STL-DAL Serie]

 

Der Vorteil liegt bei den Blues, besonders mit der perfekten Auswärtsstatistik im Rücken, was sicherlich auch ein mentaler Bonus für sie ist. Bekanntlich endet jede Erfolgsserie, doch es wäre nicht verwunderlich, wenn die Blues mit dem starken Rückhalt durch Torwart Jordan Binnington und einer warmlaufenden Offensive, diese noch verlängern würden. Was genau entscheidend für die Erfolge in der Fremde ist, vermag nicht einmal Trainer Craig Berube zu sagen.

"Ich weiß es nicht", gab Berube nach dem Spiel am Montag zu. "Ich kann es nicht erklären, aber wir waren die ganze Saison über auswärts gut. Unsere Auswärtsstatistik war das ganze Jahr fantastisch. Ich denke, wir waren von Anfang an mit vollem Einsatz dabei und wir waren aggressiv und das prägt das gesamte Spiel.

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