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Auf in die nächste Playoff-Runde!

Nachdem sich das Teilnehmerfeld der Stanley Cup-Playoffs halbiert hat, steigt die nächste Phase des Spektakels

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Die ersten rund zwei Wochen der Stanley Cup Playoffs 2018 liegen jetzt schon wieder hinter uns. Wir befinden uns gerade im unmittelbaren Übergang von Runde eins zu Runde zwei, in einer kurzen Verschnaufpause sozusagen. Doch Zeit um wirklich einmal tief durchzuatmen, die gibt es nicht. Nach dem Spektakel heißt in den Playoffs der besten Eishockeyliga der Welt traditionell unmittelbar vor dem nächsten Highlight zu stehen.

Erste, vielleicht durchaus zunächst recht ambitionierte sportliche Träume sind inzwischen zerplatzt, in anderen Fällen blühen die Gedankenspiele in Richtung eines möglichen Stanley Cup-Gewinns, ursprünglich der große Traum aller 16 Franchise, jetzt vielleicht erst so richtig und mit neuer Euphorie auf. Die Spannung und Dynamik streben aktuell bei allen Verbliebenen auf neue zu erwartende Highlights zu, die uns in den nächsten Tagen alle miteinander erneut mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mindestens so sehr wie die der ersten Runde in Atem halten werden.

 

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Aus den 16 ursprünglich erst nach äußerst hartem Kampf über 82 Hauptrundenspielen für die Playoffs qualifizierten Franchise werden bis Donnerstagmorgen unserer Zeit deren acht geworden sein. Die verbliebenen Mannschaften haben dann alle ihr erstes Erfolgserlebnis gehabt, konnten in emotionalen Duellen einen ersten Kontrahenten in einer 'Best of 7'-Serie erfolgreich aus dem Rennen eliminieren. Das hat diesen sicherlich jeweils viel frisches Selbstvertrauen gegeben, den Weg auf dem sich die jeweilige Organisation befindet für das gesamte Umfeld, die Mannschaft und die Betreuer bestätigt.

Verabschieden müssen wir uns hingegen an dieser Stelle schon von den Colorado Avalanche, den Minnesota Wild, den Los Angeles Kings, den Anaheim Ducks, den New Jersey Devils, den Columbus Blue Jackets, den Philadelphia Flyers und dem Verlierer des siebten und alles entscheidenden Spiels zwischen den Toronto Maple Leafs und den Boston Bruins in der kommenden Nacht.

 

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Ein Blick alleine auf die Namen der Verlierer zeigt schon, dass da in der Tat einige zuvor durchaus noch hoch gehandelten Vertreter mit dabei sind, Teams, die sich ursprünglich wohl selber gute Chancen ausgerechnet hatten in diesem Frühjahr einen ernsthaften Anlauf auf den ganz großen Preis am Ende dieser KO-Phase zu starten.

Bei etlichen dieser Teams wird im Sommer daher eine sehr kritische Analyse anstehen, wird hinterfragt werden, warum es nicht zu mehr gereicht hat als zu einem Kurzauftritt in der schönsten Jahreszeit des Eishockeyjahres. Genannt seien als Beispiele hier die Vertreter Los Angeles und Anaheim, die nach den vergleichsweise großen Erfolgen der letzten Jahre sicherlich nicht gerade ein zufriedenes Fazit dieser Saison ziehen werden.

In Colorado und New Jersey wird es sicherlich einen ganz anderen Schlussstrich nach dem Erstrunden-Aus geben, selbst wenn natürlich das Playoff-Aus dieser Mannschaften zunächst schmerzlich war. Doch mit ein paar Tagen Abstand dürfte sich auf das Erreichte gut und gerne in Zukunft aufbauen lassen, haben die Klubs ihre aufstrebende Tendenz in den Playoffs unter Beweis stellen können. Ein Erstrunden-Aus in den Playoffs der NHL muss also nicht zwangsläufig zu großer, bleibender Unzufriedenheit mit dem Erreichten führen.

Jetzt zu Beginn der zweiten Runde sieht das Teilnehmerfeld jedoch schon ganz anders aus. Die vermeintlichen Außenseiter, die noch in Runde eins herzerfrischend ihre Chancen gesucht haben, die gibt es nicht mehr. Die Ansprüche aller Vertreter steigen mit dem Fortgang der Ereignisse. Egal welche Mannschaft aus den kommenden Duellen ausscheiden wird, es wird zwangsläufig mit deutlich mehr Bitterkeit und Enttäuschung verbunden sein, denn letztendlich wird die Chance auf Lord Stanleys Cup für alle acht Franchise jetzt in den nächsten Tagen durchaus schon besser greifbar, ist der Weg bis zum großen Finale schon sichtbar kürzer, der Kreis der potenziellen Titelkandidaten recht überschaubar.

Wenn die Nashville Predators nun auf die Winnipeg Jets treffen, sich die Vegas Golden Knights mit den San Jose Sharks, die Pittsburgh Penguins mit den Washington Capitals und die Tampa Bay Lightning mit dem Sieger aus dem Duell der Bruins mit den Maple Leafs messen können, dann erreichen die Begegnungen bereits auf der reinen Papierform ein ganz anderes, ein deutlich höheres Level als das zuletzt schon der Fall war.

Nicht nur sportlich, auch durch das aktuelle Playoff-Format noch einmal ein ganz anderes Level an Intensität. Vier tolle Divisionsduelle mit jeweils sehr viel gegenseitiger sportlicher Abneigung stehen uns jetzt ins Haus. Vier zweifelsohne spektakuläre Rivalitäten suchen in den nächsten rund zwei Wochen ihren Sieger, nur um danach die Spannung einmal mehr zu verdichten, wenn wir danach dann die Conference-Finalspiele bestaunen dürfen.

Damit bietet die NHL uns allen ein großes Spektakel, das man zum Beispiel in der deutschen Fußball-Bundesliga seit Jahren schon weitestgehend vergeblich sucht, konzentriert sich die hier in den letzten Saisonwochen vorherrschende Spannung doch weitestgehend auf den Kampf um die hinteren Plätze in der Meisterschaft oder den Abstiegskampf.

In einer durch das Salary-Cap-System grundsätzlich schon sehr ausgeglichen gehaltenen Liga, die zusätzlich in den Playoffs ein sich stetig zuspitzendes Prozedere in Richtung eines möglichen Titelgewinns bietet, sind die letzten Wochen der Spielzeit noch immer das Highlight der gesamten Runde. Da schlägt das Herz eines jeden Sportfans immer höher, wenn die entscheidenden Tage des Jahres ins Haus stehen.

Diese Entwicklung war auch in den vergangenen zwei Wochen schon zu bestaunen. Nun steht das Ganze jedoch unmittelbar vor dem nächsten faszinierenden Schritt. Wir dürfen uns alle darauf freuen!

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