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Islanders gegen Panthers in der Analyse

New Yorks Abwehr muss sich gegen Floridas Abteilung Attacke ins Zeug legen, um die Serie zu gewinnen

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Seit dem 12. März pausiert die NHL wegen der Coronavirus-Pandemie. Die Liga verkündete am 26. Mai den Neustart mit 24 Mannschaften, die in einem neuen Format den Stanley-Cup-Sieger 2020 bestimmen werden. Die vier besten Teams der beiden Conferences sind für die Stanley Cup Playoffs qualifiziert und spielen in einer Vorrunde ihre Platzierungen aus, während die jeweils weiteren acht in einer Qualifikationsrunde im Best-of-5-Modus die restlichen vier Teilnehmer an den Playoffs pro Conference ermitteln. In dieser Ausgabe: Die Analyse der Qualifikationsrunde zwischen den New York Islanders und den Florida Panthers.

Direkter Vergleich in der regulären Saison:

New York Islanders 3-0-0

12. Oktober: Islanders 3:2 (SO) Panthers 
9. November: Islanders 2:1 Panthers
12. Dezember: Panthers 1:3 Islanders

Offensive:

In Sachen Offensivpower haben die Panthers die Nase vorne. Sie erzielten 228 Tore in der regulären Saison 2019/20, was den 6. Platz in der NHL bedeutete. Die 189 Treffer der Islanders reichten dagegen nur für Rang 24.

Die drei Top-Scorer von Florida waren Jonathan Huberdeau (78 Punkte), Aleksander Barkov (62) und Mike Hoffman (59). Alle drei sind jederzeit in der Lage, einem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Von der Mannschaft aus New York bewegte sich lediglich Mathew Barzal (60) in diesen Sphären. Der zur NHL Trade Deadline im Februar von den Ottawa Senators verpflichtete Jean-Gabriel Pageau blieb hinter den hohen Erwartungen zurück. In seinen sieben Einsätzen für die Islanders gelangen ihm zwei Punkte. Bei den Senators hatte er zuvor 42 Zähler in 60 Spielen gesammelt.

Video: FLA@OTT: Huberdeau, Barkov gemeinsam zum Tor

Ein deutlicher Gegensatz ist auch beim Blick auf die Torschützenliste erkennbar. Die Panthers verfügen mit Hoffmann (29 Tore), Evgenii Dadonov (25), Huberdeau (23), Barkov und Noel Acciari (beide 20) über fünf Stürmer, die mindestens 20 Mal ins Schwarze getroffen haben. Bei den Islanders sind es mit Brock Nelson (26) und Anders Lee (20) bloß zwei.

Defensive:

In dieser Kategorie haben die Islanders ohne Zweifel einen Vorteil. Sie ließen 190 Treffer in 68 Begegnungen zu und belegten mit einem Gegentorschnitt von 2,79 pro Spiel den 9. Platz in der Liga. Die Bilanz der New Yorker wäre noch eindrucksvoller ausgefallen, wenn sie sich nicht zwischen Januar und März drei Klatschen gegen die New York Rangers (2:6), die Nashville Predators (0:5) und die Montreal Canadiens (2:6) eingefangen hätten. Trotzdem gilt das Gleiche wie im Vorjahr: An guten Tagen ist die Abwehr der Islanders ein schwer zu knackendes Bollwerk. Mit Andy Greene wurde im Februar ein Routinier für die Defensive hinzugeholt. Er kam von den New Jersey Devils.
Trotz erfahrener Verteidiger, wie Aaron Ekblad, Keith Yandle und Anton Stralman, war die Defensive der Panthers alles andere als sattelfest. Das Team musste 224 Treffer in 69 Spielen hinnehmen und lag mit einem Gegentorschnitt von 3,25 gemeinsam mit den Devils auf Position 28. Um in der Serie gegen die Islanders zu bestehen, gilt es die Abwehrschwäche in den Griff zu bekommen.

Torhüter:

Video: Starke Saves von Thomas Greiss in der Saison bisher

Mit Semyon Varlamov und Thomas Greiss verfügen die Islanders über ein starkes und ausgeglichenes Duo zwischen den Pfosten. Varlamov lief in 45 Begegnungen auf und feierte 19 Siege bei 39 Starts. Seine Fangquote betrug 91,4 Prozent, der Gegentorschnitt lag bei 2,62. Greiss brachte es auf 31 Spiele, 29 Starts und 16 Erfolge. Er wehrte 91,3 Prozent aller Schüsse ab und verzeichnete einen Gegentorschnitt von 2,74.

Bei den Panthers steht mit Sergei Bobrovsky ebenfalls ein Könner seines Fachs im Kasten. Er ist die unumstrittene Nummer 1 in Florida. Für ihn sind 50 Spiele, 49 Starts, 23 Siege sowie eine Fangquote von 90,0 Prozent und ein Gegentorschnitt von 3,23 verzeichnet. Dass er gerade in entscheidenden Spielen ein Turm in der Schlacht ist, bewies er in der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs 2019 Seinerzeit noch in Diensten der Columbus Blue Jackets stehend, musste er in den vier Begegnungen beim Sweep gegen die Tampa Bay Lightning lediglich acht Gegentore einstecken.

Sollte Bobrovsky aus irgendeinem Grund ausfallen, wäre dies eine gewaltige Schwächung für die Panthers. Die Backups Chris Driedger und Sam Montembeault haben nicht seine Klasse.

Special Teams:

Gravierende Unterschiede zwischen beiden Rivalen gibt es im Powerplay. Die Panthers münzten 21,3 Prozent ihrer Überzahlspiele in ein Tor um (10. in der NHL). Mit 17,3 Prozent schnitten die Islanders um einiges schlechter ab (Platz 24). Beim Penalty Killing befinden sich beide Mannschaften in etwa auf gleichem Niveau. Die Vertretung aus New York machte 80,7 Prozent aller Unterzahlsituationen unschädlich (Rang 15), bei Florida waren es 78,5 Prozent (Platz 20). Um sich Schwierigkeiten zu ersparen, sollten sich die Islanders auf alle Fälle von der Strafbank fernhalten.

Trainer:

Mit Barry Trotz (Islanders) und Joel Quenneville (Panthers) stehen zwei mit allen Wassern gewaschene Coaches auf den Trainerbänken. Beide wissen, wie man den Stanley Cup gewinnt. Trotz holte 2018 den Titel mit den Washington Capitals, Quenneville triumphierte 2010, 2013 und 2015 mit den Chicago Blackhawks. Das Duell zwischen den Trainerfüchsen gibt der Serie zusätzliche Würze. Sie sind beide jederzeit in der Lage, das entscheidende Ass aus dem Ärmel zu ziehen.

X-Faktor:

Der Ausgang der Serie wird entscheidend davon abhängen, welches Team besser aus den Startlöchern kommt und das Momentum auf seine Seite ziehen kann. Vor der Zwangspause waren sowohl die Islanders als auch die Panthers außer Tritt geraten. New York verlor neun von elf Spielen, davon sieben in Folge (0-3-4). Florida zog in zwölf der letzten 18 Partien (6-9-3) den Kürzeren.

Das glatte 3:0 für die Belegschaft aus Long Island im direkten Saisonvergleich taugt nur bedingt für Prognosen im Hinblick auf die bevorstehenden Spiele. Alle drei Partien waren umkämpft und hätten durchaus andersherum ausgehen können. 108:94 lautete das Schussverhältnis in der Summe zugunsten von Florida. Ein psychologischer Nachteil für die Panthers ist sicherlich, dass ihre letzte Best-of-Serie inzwischen vier Jahre zurückliegt (Playoff-Teilnahme 2016).

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