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Sind die Flyers reif genug für die Playoffs?

Philadelphia hatte die Maple Leafs am Rande der Niederlage, war aber nicht abgeklärt genug für den wichtigen Sieg

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Elf Partien vor Beginn der Stanley Cup Playoffs stellt sich für die Philadelphia Flyers die Frage, ob sie in die Schlussrunde einziehen, oder den Titelkampf vom heimischen TV aus verfolgen müssen. Am Freitag schien der Weg in Richtung Playoffs nach 34 gespielten Minuten wieder etwas breiter, doch am Ende mussten sich die Flyers den Toronto Maple Leafs doch mit 6:7 geschlagen geben. Ein herber Rückschlag im Saisonendspurt.

Die Flyers lieferten in Toronto bis zur 34. Spielminute eine starke Auswärtspartie und führten mit 5:2. Toronto war durch mehr Offensivanteile zwar optisch mindestens ebenbürtig, konnte gegen Philadelphias Schlussmann Brian Elliott jedoch nur zwei Tore erzielen. Mit Jake Muzzins Doppelpack noch vor der zweiten Pause kippte die Partie jedoch zu Gunsten der Maple Leafs. Philadelphias Defensive lies Elliot allein und Toronto nutzte die daraus entstehenden Chancen für fünf Treffer hintereinander. Das Match war gedreht und die Flyers konnten, trotz des Treffers von James van Riemsdyk nur auf 6:7 heran kommen, aber nicht ausgleichen.

Video: PHI@TOR: van Riemsdyk mit seinem fünften NHL-Hattrick

Der Weg in die Playoffs wird für Philadelphia steinig und schwer. Durch die Niederlage gegen Toronto beträgt der Rückstand auf den letzten Wildcard-Platz im Osten sieben Punkte. Der schon sicher geglaubte Erfolg gegen die Leafs wäre der Startschuss für den letzten Angriff auf die Playoffs gewesen.

So stellt sich die Frage, ob die Flyers reif genug sind, um den Weg in die Schlussrunde zu finden. Verteidiger Radok Gudas legte seinen Fokus nach der Niederlage gegen Toronto auch auf diese Frage: "Wir dürfen unseren Fuß nicht vom Gas nehmen. Wir haben geführt und sie haben fünfmal hintereinander getroffen, ohne, dass wir geantwortet haben. Wir waren einfach nicht abgeklärt genug, um unser Spiel da zu halten, wo es sein muss. Wir müssen besser mit dem Puck umgehen und dürfen ihnen keine Chance geben zurückzukommen."

 

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Für die Flyers ist die Niederlage allein schon schwer genug zu verdauen, die Rahmenumständen machen den Rückschlag aber noch härter. Philadelphia hatte alle Chancen das Auswärtsspiel zu gewinnen. Van Riemsdyk erzielte seinen zweiten Saison-Hattrick und den fünften in seiner Karriere. Elliot hielt 44 der 51 von Toronto abgegebenen Schüsse. Die Flyers führten nach 34 Minuten mit drei Treffer und trotz all dieser positiven Nachrichten waren es am Ende die Maple Leafs, die das Eis als Sieger verließen.

Im Kampf um jeden Zähler kann eine solche Niederlage den Kampfgeist von Mannschaften brechen doch van Riemsdyk legt den Fokus direkt auf die nächste Partie: "Natürlich haben wir, mit dem Blick auf unsere Position in der Tabelle, keinen Platz für Fehler. Deshalb tut es weh, aber wir müssen weitermachen und für Sonntag (gegen die Pittsburgh Penguins) bereit sein. Mit dem was auf dem Spiel steht kommen wir irgendwann zu dem Punkt, an dem nur noch wenige Chancen übrig sind. Wir müssen einen verdammt guten Lauf für den Rest der Saison haben, um uns in Position zu bringen."

 

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Mit den Penguins wartet auf Philadelphia ein wahrer Prüfstein. Pittsburgh konnte die vergangenen drei Matches gewinnen und verließ in neun der zuvor absolvierten zehn Partien das Eis mit Punkten (sieben Siege).

Auf Flyers Coach Scott Gordon kommt vor der Begegnung die schwere Aufgabe zu, die Frustration in seinem Team gering zu halten: "Es gibt keine Alternative. Du musst da rausgehen und Spielen. Wenn wir auf Januar zurückblicken, dann waren wir letzter in unserer Conference. Wir haben einen Weg gefunden, überhaupt an die Playoffs zu denken. Das ist ein wichtiger Teil des Charakters dieser Mannschaft. Und solange wir nicht sicher die Playoffs verpasst haben, wir genauso weiterkämpfen."

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