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Barry Trotz soll die Islanders neu strukturieren

31 in 31: Nach dem schmerzlichen Abgang von Teamkapitän John Tavares blickt man in New York nach vorne

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Die NHL-Saison 2018/19 wirft langsam aber sicher ihre Schatten voraus. Vor dem Start der Trainingslager analysiert NHL.com/de ab 5. August die 31 Teams der Liga in 31 Tagen. Zu jeder Mannschaft gibt es in der Serie "31 in 31" zwei Berichte mit interessanten Fakten, Einschätzungen und Einblicken. 

In dieser Folge: New York Islanders

 

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Bilanz 2017/18: 35-37-10, 7. Platz in der Metropolitan Division
Playoffs 2018: Nicht qualifiziert
Trainer: Barry Trotz, seit 21. Juni 2018
Neuzugänge:  Leo Komarov (Toronto Maple Leafs), Valterri Filppula (Philadelphia Flyers), Tom Kühnhackl (Pittsburgh Penguins), Matt Martin (Toronto Maple Leafs), Robin Lehner (Buffalo Sabres)
Abgänge: John Tavares (Toronto Maple Leafs), Dennis Seidenberg (Ziel unbekannt), Jaroslav Halak (Boston Bruins), Eamon McAdam (Toronto Maple Leafs), Calvin DeHaan (Carolina Hurricanes)

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Nachdem die New York Islanders im vergangenen April zum zweiten Mal in Folge die Stanley Cup Playoffs verpasst hatten, begann man umgehend mit dem bis heute andauernden Neuaufbau. Wenn für das Franchise am 4. Oktober die Spielzeit 2018/19 beginnt, wird sich Vieles auf und neben der Eisfläche im Vergleich zur Vorsaison deutlich verändert haben.

Die Phase der Personalwechsel hatte bei den Islanders am 22. Mai dieses Jahres mit der Ernennung von Lou Lamoriello zum Präsidenten begonnen, und sie fand ihre Fortsetzung als Barry Trotz am 21. Juni das Amt des Cheftrainers übertragen wurde.

Trotz hatte im vergangenen Juni erstmals den Stanley Cup mit den Washington Capitals gewonnen. Dass er nur wenige Tage später Nachfolger des kurz zuvor entlassenen Islanders-Coaches Doug Weight wurde, überraschte.

Aber es gab auch einen prominenten Abgang: Der langjährige Teamkapitän John Tavares wurde am 1. Juli zum Free Agent und schloss einen 7-Jahres-Vertrag mit den Toronto Maple Leafs ab.

"Es ist immer schmerzhaft, wenn ein Spieler von diesem Kaliber das eigene Team verlässt", konstatierte Stürmer Brock Nelson den sportlichen Verlust. "Er war schließlich für neun Jahre unser unangefochtener Anführer und so etwas wie das Gesicht der Islanders. Natürlich habe auch ich es nicht gerne gesehen, dass er ging."

 

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In den Monaten zuvor hatte es jedoch ständig Spekulationen über Tavares´weitere Pläne gegeben, entsprechend waren die Islanders von seinem Abgang auch nicht völlig kalt erwischt worden: "Immer wenn jemand dem Team den Rücken kehrt, dann ist das eine Chance für jene, die nachrücken und sich beweisen wollen. Es wird sich einiges verändern, doch wir werden damit umzugehen wissen. Da bin ich mir sicher", fügte Nelson hinzu.

Einer der Spieler, die zukünftig deutlich mehr Verantwortung übertragen bekommen, ist Mathew Barzal. Ab Oktober wird er wahrscheinlich der neue Top-Center im Team der Islanders sein. In der letzten Saison war der heute 21-Jährige mit der Calder Trophy als bester Rookie des Jahres ausgezeichnet worden. 85 Punkte (22 Tore, 63 Assists) lautete seine Bilanz in den 82 Begegnungen der Hauptrunde.

Unterstützt werden die Islanders zusätzlich von den Neuzugängen Leo Komarov, Valterri Filppula, dem Deutschen Tom Kuhnhackl und von Matt Martin, den es am 3. Juli von den Maple Leafs zurück zu seinem früheren Team nach New York zog.

"Selbstverständlich könnten wir jetzt lang und breit darüber jammern, dass Tavares nicht mehr bei uns ist, doch ich bin unverändert davon überzeugt, dass wir mit diesem Team vor einer wirklich großen Zukunft stehen", gab sich Nelson hinsichtlich des neu zusammengestellten Kaders optimistisch.

"Mit Barzal verfügen wir über einen der besten Spieler der Liga. Dass er die Calder Trophy gewinnen konnte, ist Beweis genug für seine außerordentliche Klasse, glaube ich. Er wird sich sicherlich rasch weiter verbessern und zudem reifer werden. Dann kann er uns noch mehr helfen als ohnehin schon zuletzt. Auf Spieler seiner Güte können wir uns mit Sicherheit zukünftig verlassen."

Die Hoffnungen auf eine erfolgreichere Zukunft der Islanders ruhen zu einem guten Stück auch auf den Schultern von General Manager Lamoriello. Ihm war es bei den Maple Leafs innerhalb von lediglich drei Jahren gelungen, eine sportliche Misserfolgsserie zu beenden. Nachdem Toronto vor seinem Einstieg als Manager in neun von zehn Jahren die Stanley Cup Playoffs verpasst hatte, qualifizierte sich die Organisation in den letzten drei Jahren unter ihm zweimal für die KO-Phase. 

Unterstützt werden wird der Neuaufbau der Isles tatkräftig vom 56-jährigen neuen Cheftrainer Trotz, der erfolgreich von den Capitals losgeeist werden konnte. Mit ihm will das Franchise möglichst rasch an die erfolgreichen Zeiten von 1980 bis 1983 anknüpfen, während diesen der Stanley Cup viermal in Folge gewonnen wurde. 

Lamoriello gelang es neben dem Meister-Coach der Caps das Trainerteam mit weiteren langjährigen Vertrauten von Trotz zu bestücken: Assistenztrainer Lane Lambert und Mitch Korn wechselten in der Offseason nach Long Island.

Zusätzlich verstärkt wurde das Betreuerteam mit erfahrenen Kräften von Außerhalb. Trotz wird in Zukunft von John Gruden unterstützt, der im Vorjahr mit Hamilton den Meistertitel in der Ontario Hockey League gewann. Als Torwarttrainer wurde Piero Greco vom amtierenden Calder Cup-Champion (AHL) aus Toronto verpflichtet.

"Wir sind sehr glücklich mit der Zusammensetzung unseres neuen Trainer-Gespanns", betonte Lamoriello. "Da ist nicht nur sehr viel Erfahrung versammelt, sondern auch echte Siegermentalität."

Und eine neue Spielstätte soll der Klub auch bekommen. Die geplante Halle beim Belmont Park in Elmont wird zur Saison 2021/22 fertiggestellt. Bis dahin wird das Team einige Heimspiele im altehrwürdigen Nassau Coliseum austragen - sehr zur Freude der Fans, die mehrheitlich in der Nähe wohnen. "Alles entwickelt sich insgesamt sehr gut", schwärmt Lamoriello mit Blick auf die nächsten Jahre.

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