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DEL, EBEL und NL kurz vor den Playoffs

In der Schweiz, Österreich und Deutschland stehen die Playoffs vor der Tür und manch ein Spieler verdient besondere Aufmerksamkeit

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Jede zweite Woche wirft NHL.com/de in der Rubrik International Ice einen Blick über den Tellerrand der NHL. Hier können sie mehr über Spieler in Europa lernen, die nur ein Tor, einen Save, oder eine Entscheidung von einer NHL-Karriere entfernt sind, oder dort bereits Erfahrung gesammelt haben.

In der heutigen Ausgabe geht es um die wichtigsten Spieler, die man in den Ligen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich zu den Playoffs im Auge behalten sollte.

In der Erst Bank Eishockey Liga in Österreich stehen bereits sechs der acht Teilnehmer an den Playoffs fest. Erwartungsgemäß setzten sich der aktuelle Meister, die Vienna Capitals, sowie der Vizemeister, der EC KAC aus Klagenfurt und der EC Red Bull Salzburg durch, der in den vergangenen zehn Saisons siebenmal den Titel holte.

Auch der EHC Liwest Black Wings Linz ist kein Überraschungsgast, immerhin erreichte das Team in den vergangenen vier Jahren immer das Halbfinale und wurde 2012 Meister. KHL Medvescak Zagreb kehrte zur aktuellen Saison aus der Kontinental Hockey League zurück und stand somit ebenfalls mit auf dem Zettel, die größte Überraschung ist wohl der HC TWK Innsbruck, die Haie erreichten nämlich vergangene Saison, erstmals seit dem Wiederaufstieg 2012, die Playoffs.

Die übrigen beiden Teilnehmer werden derzeit noch in einer Qualifikationsrunde der restlichen sechs Teams der Liga ermittelt, wobei die Dornbirn Bulldogs beinahe sicher qualifiziert sind. Die aussichtsreichsten Anwärter auf den letzten Platz in den Playoffs sind Fehervar AV 19 aus Ungarn, der HCB Südtirol Alperia aus Italien und der EC VSV aus Villach.

Zum Beginn der Playoffs sollte man vor allem auf die Offensive der Black Wings Linz achten. Sie stellten in der Vorrunde fünf der 14 besten Scorer und sechs der 14 besten Torschützen. Der beste Torjäger der Liga ist auch in Deutschland kein Unbekannter, denn der Linzer Brian Lebler war auch schon für den ERC Ingolstadt in der DEL aktiv. Sein Teamkollege Corey Locke, der zweitbeste Scorer der Liga, stand in Diensten der Eisbären Berlin und der Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg.

Die Vienna Capitals haben ihren Erfolg zu großen Teilen einem Mann zu verdanken, ihrem Torhüter Jean Phillipe Lamoureux. Der 33-jährige Kanadier stand in 39 von 44 Spielen zwischen den Pfosten und kommt auf eine sensationelle Statistik von 2,08 Gegentoren pro Spiel, 93,2% Fangquote und fünf Shutouts. Dank ihm kassierten die Hauptstädter nur 97 Gegentore. Die zweitbeste Abwehr der Liga stellte der KAC mit 112 Gegentoren.

In der Schweizer Liga stehen ebenfalls bereits sechs Teilnehmer fest, der SC Bern, EV Zug, EHC Biel-Bienne, HC Lugano, die ZSC Lions und der der HC Davos. Fribourg-Gotteron könnte rein rechnerisch noch ausscheiden, dürfte sich den Platz aber in den letzten drei Spielen kaum noch nehmen lassen. Geneve-Servette HC und die SCL Tigers werden den letzten Playoff-Platz wohl unter sich ausmachen.

Das Rennen um den Titel des Topscorer ist diese Saison eng und überraschenderweise stellt aktuell der Lausanne HC, der drei Spiele vor Ende der regulären Saison sieben Punkte hinter einem Playoff-Platz liegt, den besten und drittbesten Scorer. Jeffrey Dustin führt die Liga mit 51 Punkten (12 Tore, 39 Assists) an und Nicklas Danielsson liegt mit 47 Punkten auf Rang drei. Er ist mit 24 Treffern, gemeinsam mit Fredrik Pettersson von den ZSC Lions, der beste Torschütze der Liga.

Besonders interessant sind auch die zwei jüngsten Spieler unter den 15 Topscorern der Liga. Der 22-jährige Stürmer Luca Fazzini sammelte 18 Tore und 39 Punkte für den HC Lugano und liegt in der Liga damit auf Rang zehn nach Punkten und Rang sieben nach Toren. Der 21-Jährige Pius Suter ist der beste Vorbereiter der Lions und steuerte dazu noch elf Tore bei.

In der DEL gestaltet sich das Playoff-Bild anders. Nur der EHC Red Bull München, die Ice Tiger Nürnberg und die Eisbären Berlin haben ihren Platz sicher. Neun der restlichen elf Teams kämpfen noch um die fünf übrigen Plätze in den Playoffs.

Besonders bitter ist die Tabellensituation für Marcel Müller, denn der Stürmer ist zwar der beste deutsche Scorer der Liga (24 Tore, 52 Punkte), hinter Red Bull München Stürmer Keith Aucoin (elf Tore, 61 Punkte), doch trotz seiner Leistungen hat er mit den Krefeld Pinguinen keine Chance mehr auf einen der begehrten Plätze. Aus deutscher Sicht sind vor allem die Nationalspieler Brooks Macek, Felix Schütz und Dominik Kahun beachtenswert.

Macek ist vor Müller der beste Torschütze der Liga, er traf 26 Mal. Schütz liegt mit 44 Punkten (18 Tore, 26 Assists) auf Rang sechs. Kahun verbuchte bisher 12 Tore und 40 Punkte in 41 Spielen, liegt damit auf Rang 13 in der Liga und ist immerhin der drittbeste Scorer des Tabellenführers. Mit seinen 22 Jahren ist er der jüngste Spieler, der in einem solchen Tempo trifft. Er beeindruckt sowohl in der Nationalmannschaft, als auch in der Liga durch seine Schnelligkeit, seinen Torinstinkt und seine geniale Technik. Ihn sollte man nicht aus dem Auge verlieren, denn er hat eindeutig das Potenzial noch große Leistungen zu vollbringen.

Bald hat das Warten ein Ende, dann geht es wieder um den großen Titel, kleine Fehler können das Aus bedeuten und Spieler können in Sekundenbruchteilen zu Siegertypen werden. Die beste, nervenaufreibendste Phase der Saison steht vor der Tür und die Athleten scharren jetzt schon mit den Kufen, denn jeder will den Titel, jeder will zum Helden werden.

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