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Mit Nerven aus Stahl zum Sieg in letzter Minute

In knappen Spielen, die nur durch ein Tor Unterschied entschieden werden, sind die Dallas Stars eines der besten Teams

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Diese Saison fallen so viele Tore, wie schon lange nicht mehr, was teilweise zu deutlichen Kantersiegen führt. Doch die Dallas Stars haben sich auf eine andere Art von Ergebnis spezialisiert. Am Freitag gewannen sie 2:1 gegen die Anaheim Ducks und bewiesen damit erneut ihre Stärke in knappen Spielen.

 

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"Es war ein großartiges Gefühl diese beiden Punkte zu bekommen", freute sich Stars Center Tyler Seguin nach der Partie. "Wir stehen kurz vor einer langen und wichtigen Auswärtsserie. Das Publikum war heute großartig, besonders im dritten Drittel. Wir hatten schon den Verdacht, dass wir den ganzen Abend kämpfen müssen und die Jungs sind geduldig geblieben und unser Powerplay hat funktioniert."

Vier der letzten fünf Begegnungen der Stars wurden nur durch ein Tor entschieden, alle vier in der eigenen Arena. Nur fünf Teams der Liga holen mehr Punkte in Spielen, die nur durch ein Tor Unterschied entschieden werden. In diesen engen Partien haben die Stars eine Statistik von 15-3-6 und holten damit 62,5% der möglichen Punkte. Diese Stärke könnte sich am Ende der Saison als entscheidend erweisen und den Unterschied ausmachen, zwischen einer Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs und einer verfrühten Sommerpause.

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"Ich glaube, man muss einfach auf seinen Plan vertrauen", erklärte Stürmer Devin Shore. "Wir wissen was funktioniert, wir haben uns über die Saison als Team eine Identität erarbeitet und wissen, wie wir zum Erfolg kommen. Wenn wir gut spielen, wie in diesem Spiel, aber das Ergebnis nicht stimmt, ist glaube ich das Schlimmste, wenn man frustriert wird und seinen Plan nicht weiter verfolgt."

Der Plan geht auf und das sollte ein gewaltiger Vorteil sein, in einer Phase der Saison, in der um jeden Punkt, jeden Millimeter auf dem Eis gekämpft wird. Aktuell sieht es gut aus für die Stars, sie halten mit 82 Punkten (38-24-6) die erste Wild Card der Western Conference und haben vier Punkte Vorsprung vor den Colorado Avalanche, die knapp außerhalb der Playoff-Ränge liegen. Vor ihnen liegen die Minnesota Wild mit 85 Punkten auf dem dritten Platz der Central Division.

Je länger die Saison dauert, desto wichtiger sind solche Kampfleistungen. Die lange Saison kostet Kraft, Spieler fallen verletzt aus und die Kader werden ausgedünnt. Dadurch werden die Spiele enger, was den Stars dank ihrer Spezialität in die Karten spielen dürfte.

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Auf diese Stärke müssen die Stars nun hoffen, denn das Restprogramm ist nicht einfach. Von den restlichen 14 Spielen finden nur vier im American Airlines Center von Dallas statt. Dabei weisen sie zuhause mit 24-10-3 eine deutlich bessere Statistik auf, als mit 14-14-3 in der Fremde. Auch was die Gegner angeht, gäbe es leichtere Aufgaben. Mit den Winnipeg Jets, Pittsburgh Penguins, Washington Capitals und Boston Bruins stehen noch Spiele gegen einige der besten Teams der Liga an. Wegweisend könnten auch die beiden Duelle gegen die Minnesota Wild werden, gegen die sie Ende des Monats zwei Mal in drei Tagen antreten müssen.

Doch die Stars haben diese Saison bereits einige Male bewiesen, dass sie genug Kampfgeist haben, um auch schwierige Spiele noch in letzter Minute zu entscheiden. Zwar müssen sie derzeit auf Stammtorhüter Ben Bishop verzichten, der unter einer Knieverletzung leidet, doch sein Ersatz Kari Lehtonen erwies sich in dieser Saison immer wieder als zuverlässiger Rückhalt. Hinzu kommt, dass mit Verteidiger Esa Lindell zuletzt auch ein wichtiger Mann in den Kader zurückkehrte. Mit einer gesunden Defensive, die immerhin die zweitwenigsten Tore der Western Conference kassierte, und fähigen Stürmern wie Tyler Seguin, Jamie Benn und Alexander Radulov sind die Stars ein ernstzunehmender Gegner und Kan.

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