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Letzter Platz bietet gute Chancen für Zukunft

Das bittere Tabellenende bietet den Sabres gleichzeitig die besten Chancen auf den Nummer-Eins-Pick im NHL Entry Draft, ein süßer Beigeschmack.

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Die Buffalo Sabres fixierten mit der 4:2-Niederlage gegen die Ottawa Senators in der Nacht auf Donnerstag den letzten Tabellenplatz. Eine enttäuschende Saison, die die Sabres als Schlusslicht beenden werden, bietet jedoch auch Chancen. In der NHL Draft-Lotterie hat das am schlechtesten platzierte Team die besten Chancen auf den Nummer-Eins-Pick im darauffolgenden Draft. 18,5% beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass der im Draft 2018 erstgewählte Nachwuchsspieler seine Karriere in Buffalo beginnt.

Buffalo machte mit dieser guten Ausgangsposition jedoch noch keine guten Erfahrungen. Auch in den Jahren 2014 und 2015 standen die Sabres in der Tabelle ganz unten und in der Liste im Wettstreit um die talentiertesten Spieler ganz oben, doch beide Male blieb der ultimative Glücksfall aus. 2014 standen die Chancen der Sabres bei 25% und dennoch durften die in der Abschlussrangliste vor Buffalo stehenden Florida Panthers den ersten Spieler wählen. Mit einer Chance von 18,8% hatten die Panthers das Losglück und konnten so Aaron Ekblad ihrem Kader hinzufügen. Buffalo an zweiter Stelle durfte sich dennoch über Sam Reinhart freuen. Am 18. April 2015 hatten erneut die Sabres die besten Chancen um im Draft das Supertalent Connor McDavid ziehen zu dürfen. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 20% lag Buffalo deutlich vor den Arizona Coyotes (13,5%) und den Edmonton Oilers (11,5%), konnte sich aber erneut nicht durchsetzen. McDavid, der potenzielle Hart-Memorial-Trophy-Gewinner dieser Saison, ging nach Edmonton und für die Sabres blieb Jack Eichel.

Für die Franchise aus dem Bundesstaat New York könnte der Nummer-Eins-Draft-Pick den Aufbruch in eine erfolgreiche Ära darstellen. Das diesjährige Team ist mit im Schnitt 25,88 Jahren das sechstjüngste der NHL. Die Top-Fünf-Scorer der Sabres sind allesamt unter 30 Jahre und besitzen noch Steigerungspotenzial. Angeführt von Topscorer und Nummer-Zwei-Pick aus 2015, Jack Eichel, mit 62 Punkten (25 Tore, 37 Assists) in 65 Spielen folgen teamintern Ryan O'Reilly, Sam Reinhart, Kyle Okposo und Rasmus Ristolainen. Neben Eichel und Reinhart sind auch Okposo und Ristolainen jeweils in der ersten Runde ihres Draftjahres gezogen worden. O'Reilly wurde in der zweiten Runde 2009 gewählt.

Buffalo schwächelte in dieser Saison besonders im heimischen KeyBank Center. Die Bilanz von 11-25-5 zeigt deutliche Probleme, die in der kommenden Spielzeit angegangen werden müssen. Hauptaugenmerk dürften die Sabres hierbei auf die Offensive legen, ist die Mannschaft doch mit nur 191 Treffern das einzige Team, das die 200 Tore-Marke bisher nicht knacken konnte. Doch auch die Defensive der Sabres benötigt Verstärkung. 269 Mal zappelte der Puck im Netz der Buffalo-Goalies.

 

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Ein talentierter Zwei-Wege-Verteidiger würde dem Team um Eichel gut zu Gesicht stehen. Mit Rasmus Dahlin ist ein ebensolcher Spieler im Draft verfügbar und wird als Top-Pick gehandelt. Der 17-jährige Schwede gilt als schneller Skater, der gut mit dem Puck umgehen kann und seine Aufgaben in der eigenen Zone zuverlässig und konsequent erfüllt.

Sollten die Sabres an Dahlin interessiert sein, so ist die Ausgangsposition nach der enttäuschenden Saison gut, auch wenn Sabres-Center O'Reilly mit einem besseren Abschneiden gerechnet hatte: "Ich habe definitiv viel mehr erwartet, aber du kannst erwarten so viel du willst. Am Ende kommt es darauf an es zu tun und besser zu werden und wir wurden eindeutig schlechter."

Im Blick auf die nächste Saison müssen sich die Sabres steigern, das sieht auch Trainer Phil Housley so: "Sein wir ehrlich, wir haben einen weiten Weg vor uns." Ein weiter Weg, bei dem der Nummer-Eins-Draft-Pick eine willkommene Abkürzung wäre, die mit 18,5% nicht unwahrscheinlich ist. Die auf Buffalo folgenden Teams benötigen hier mit 13,5% bis 1,0% schon deutlich mehr Losglück, doch die Draft-Lotterie-Geschichte der Sabres spricht eher für die Konkurrenz.

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