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Playoff-Countdown in Deutschland und der Schweiz

In der Schweiz steht das Teilnehmerfeld fast fest, in der DEL kämpfen noch neun Teams um die Playoffs

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Jede zweite Woche wirft NHL.com/de in der Rubrik International Ice einen Blick über den Tellerrand der NHL. Hier können sie mehr über Spieler in Europa lernen, die nur ein Tor, einen Save, oder eine Entscheidung von einer NHL-Karriere entfernt sind, oder dort bereits Erfahrung gesammelt haben.

In der heutigen Ausgabe geht es um das mögliche Playoff-Bild in der National League und der Deutschen Eishockey Liga.

Während in Südkorea die Olympischen Spiele laufen, pausieren sowohl die Schweizer Liga als auch die höchste deutsche Spielklasse. Nach der Pause geht es dann in die heiße Phase, jeweils nur noch drei Spiele bleiben den Teams in beiden Ligen. Derzeit zeigt sich ein sehr unterschiedliches Bild. Während das Teilnehmerfeld der Playoffs in der Schweiz bereits größtenteils klar ist, kämpfen in Deutschland noch weite Teile der Liga um die Qualifikation.

In der Schweiz können rein rechnerisch noch zwei der acht bestplatzierten Teams die Qualifikation verpassen und dafür zwei andere die begehrten Plätze erobern. Realistisch betrachtet dürfte jedoch nur noch Rang acht umstritten sein. Die Teams des SC Bern, EV Zug, EHC Biel-Bienne, HC Lugano, ZSC Lions aus Zürich und der HC Davos sind bereits sicher qualifiziert. Fribourg-Gotteron hat acht Punkte Vorsprung auf den neunten Platz, sollte die Playoffs damit also ebenfalls erreichen. Spannend wird es noch zwischen dem Geneve-Servette HC und den SCL Tigers aus Langnau.

 

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Die Genfer belegen mit 66 Punkten aktuell den achten Platz der Tabelle, die Tigers liegen nur zwei Zähler dahinter auf dem neunten Rang. Als ob dieser Abstand nicht eng genug wäre, treten die beiden Teams auch noch in der ersten Partie nach der spielfreien Zeit gegeneinander an. In diesem direkten Duell könnten die Tigers sich einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Mit einem Sieg nach regulärer Spielzeit wären sie einen Punkt vor Genf auf Rang acht. In den letzten beiden Begegnungen tritt Genf gegen den Tabellenführer SC Bern an, die Tiger bekommen es hingegen mit dem Tabellenletzten EHC Kloten zu tun.

Wer auch immer am Ende die Qualifikation schafft, wird es mit Bern zu tun bekommen, die eindeutig schwerste Aufgabe in den Playoffs. Die Truppe aus der Bundesstadt hat mit 95 Punkten neun Zähler Vorsprung auf den Zweiten, den EV Zug. Mit einem Torverhältnis von 159:106 stellt sie außerdem die beste Offensive und die beste Defensive sowie das beste Powerplay der Liga.

Neben Bern und Zug sollten auch die Teams auf den Plätzen vier bis sechs, Lugano, Zürich und Davos, nicht unterschätzt werden. Die drei Vereine sind Stammgäste in den Playoffs. In den vergangenen drei Jahren war immer eine dieser Mannschaften im Finale. Davos holte vor drei Jahren den Meistertitel und stand voriges Jahr in den Endspielen gegen den späteren Meister Bern.

In Deutschland bietet sich ein ganz anderes Bild. Auch in der DEL sind nur noch neun Punkte pro Team zu vergeben. Jedoch sind erst drei Klubs sicher in den Playoffs, der EHC Red Bull München (103 Punkte), die Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg (94) und die Eisbären Berlin (92). München ist definitiv der Sieger der Hauptrunde. Nürnberg und Berlin könnten noch die Plätze tauschen. Allerdings haben die Ice Tigers das scheinbar leichtere Restprogramm. Das Trio konnte sich deutlich vom Rest der Liga absetzen. Hinter den Eisbären klafft eine Lücke von 18 Punkten auf den vierten Platz.

Bis zum elften Platz, den die Düsseldorfer EG belegt, können sich theoretisch noch alle Vereine einen der restlichen drei sicheren Playoff-Plätze erkämpfen. Der zehnte Platz ist auch für den derzeit Zwölften, die Augsburger Panther, noch erreichbar. Die Plätze sieben bis zehn spielen dann in den Pre-Playoffs die restlichen zwei Teilnehmer am Viertelfinale aus. Die beiden Mannschaften, die sich in den Pre-Playoffs durchsetzen, müssen im Viertelfinale gegen München und den Tabellenzweiten, also entweder Nürnberg oder Berlin antreten - eine Situation, die sich kein Verein wünscht. Red Bull ist in der DEL ähnlich dominant wie Bern in der Schweiz. Mit 173:120 Toren haben die Münchner die beste Offensive und die zweitbeste Defensive, das zweitbeste Powerplay (20,21%) und das zweitbeste Penalty-Killing (87,34%) der Liga.

Als Favoriten sind ganz klar die drei Erstplatzierten zu nennen. München wurde in den vergangenen beiden Jahren Meister, die Eisbären sind Rekordmeister der DEL und alle drei Teams haben eine starke Hauptrunde gezeigt. Die Adler Mannheim gehören für gewöhnlich immer zu den Favoriten, konnten in der regulären Saison aber nicht überzeugen und müssen mit 70 Punkten auf Platz neun gar um die Playoffs bangen. Wolfsburg belegt mit vier Punkten mehr den vierten Platz der Liga und ist als Vize-Meister der letzten beiden Jahre nicht zu unterschätzen.

Eine Sensation wollen diese Saison die Fischtown Pinguins Bremerhaven schaffen. Bereits in der vergangenen Spielzeit überraschten die Norddeutschen in ihrer ersten DEL-Saison, indem sie von Rang zehn aus das Viertelfinale erreichten. Zwar schieden sie in vier Spielen gegen München aus, zeigten aber eine durchaus ansprechende Leistung.

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