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Führungsspieler der Sharks gehen in Spiel 2 voran

Der Druck war nach der Auftaktpleite groß, doch die San Jose Sharks bewiesen beim Sieg nach Verlängerung ihre Klasse

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Der Druck auf die San Jose Sharks war nach der 0:7-Auftaktniederlage in ihrer Stanley Cup Playoff-Serie der zweiten Runde in der Western Conference gegen die Vegas Golden Knights gewaltig. Eine zweite Auswärtspleite galt es für das Team unbedingt zu vermeiden, um nicht schon deutlich ins Hintertreffen zu geraten, bevor die Serie für die Spiele 3 und 4 an der Westküste Station macht. Das nächste Spiel steigt am Montag in San Jose (10 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVAS).

Tatsächlich war die Reaktion der Truppe von Coach Peter DeBoer am Sonntagabend so wie gewünscht. Zwar gerieten die Sharks auch in Spiel 2 in der T-Mobile Arena zunächst bedrohlich mit 0:2 in Rückstand, doch war die Moral der Mannschaft danach ungebrochen. Sie steigerte sich im Laufe der Begegnung immer weiter. Am Ende wurde der couragierte Auftritt in der zweiten Verlängerung mit dem umjubelten Siegtreffer zum 4:3 durch Logan Couture belohnt.

Entsprechend zufrieden äußerte sich DeBoer gegenüber den Medienvertretern. "Wir waren heute deutlich stärker und haben uns in allen Bereichen des Spiels verbessert im Vergleich zum Auftakt. Die Jungs haben eine gute Reaktion gezeigt."

 

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"Auch wenn wir das Spiel verloren hätten, wäre ich mit der Leistung diesmal einverstanden gewesen", so der Coach. "Es war nicht leicht, nachdem wir erneut ins Hintertreffen geraten waren. Doch die Jungs haben nicht aufgegeben. Am Ende war es ein langes und intensives Spiel."

Sein Gegenüber Gerard Gallant zeigte sich hingegen deutlich weniger begeistert. "Viele Strafzeiten haben es uns heute schwer gemacht, den Rhythmus zu behalten. Dabei war das Spiel gar nicht sonderlich hart. Ich habe keine Fights gesehen, nur ein paar übliche Zweikämpfe. Trotzdem wurde sehr häufig gepfiffen."

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Einen Einfluss vom Auftaktsieg auf das Spiel in der vergangenen Nacht verneinte der Coach. "So etwas spielt keine Rolle. Man betrachtet die Spiele einzeln. Heute ging es wieder bei null los. Uns hat das Ergebnis vom Donnerstag nicht beeinflusst, da bin ich mir sicher."

Was die Sharks am Ende wohl fast genauso freuen dürfte wie der hart erkämpfte Sieg in Las Vegas, ist die Erkenntnis, dass sie sich im Ernstfall auf ihre Führungsspieler verlassen können. Diese zeigten die nach der Auftaktpleite von Fans und Verantwortlichen erhoffte Reaktion. Sie gingen auf dem Eis aktiv voran, als es darauf ankam. Eine Eigenschaft, die im weiteren Verlauf der Playoffs noch sehr wertvoll sein kann. Schließlich zeichnet genau das eine echte Spitzenmannschaft aus.

Couture, Brent Burns und Joe Pavelski, die Top-Scorer in der Spielzeit 2017/18 für San Jose, verbuchten in Spiel 2 gegen die Knights alle mehr als einen Zähler. Damit halfen sie entscheidend mit, das zwischenzeitliche 0:2 noch in einen knappen Sieg zu verwandeln. Couture, für den es bereits das insgesamt fünfte K.-o.-Rundenspiel seiner Karriere mit mehr als einem eigenen Treffer war, und Verteidiger Burns steuerten jeweils zwei Tore bei. Pavelski bekam zwei Assists gutgeschrieben.

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Pavelski gab sich nach der Partie beeindruckt vom Geschehen auf dem Eis. "Es war eine echte Achterbahnfahrt. Die Halle war wieder extrem stimmungsvoll. Wir mussten dagegenhalten. Das haben wir ganz gut geschafft. Wir haben das 0:2 gut weggesteckt und gingen dann unsererseits in Führung. Das Momentum ist zum Glück auf unsere Seite gewechselt. Endlich konnten wir Marc-Andre Fleury ein paar Mal überwinden. Wir waren absolut konkurrenzfähig heute."

Sein Teamkollege Couture sah die Sharks in Spiel 2 ebenfalls entscheidend verbessert. "Wir haben in allen Bereichen härter und engagierter gespielt. Wir waren besser in den Zweikämpfen, haben vorne und hinten entschlossener gewirkt und auch die entscheidenden Duelle häufiger zu unseren Gunsten entschieden."

Hinzu kam, dass Torhüter Martin Jones, der bei der Niederlage zwei Tage zuvor noch sehr unglücklich wirkte, diesmal ein sicherer Rückhalt war. Er wehrte 26 der auf ihn abgegebenen 29 Torschüsse ab. Nachdem seine Fangquote in Spiel 1 noch bei knapp über 60 Prozent gelegen hatte, steigerte er sie nun auf rund 90 Prozent.

Sein Gegenüber Fleury war nach der Begegnung in Gedanken schon beim nächsten Spiel. "Es ist doch ganz egal, ob mit 0:1 oder 3:4 in der zweiten Verlängerung verlierst. Verloren ist verloren. Ich habe das alles schon erlebt. Jetzt gilt es das Ganze rasch abzuhaken und nach vorne zu blicken."

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