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Familien-Unterstützung auf dem Weg in die NHL

NHL.com/de hat sich bei einigen Spielern umgehört, wie Unterstützer sie auf dem Pfad in die NHL beeinflusst haben

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

NHL.com/de hat sich kürzlich mit einigen Spielern aus der Liga unterhalten, um einen Einblick in breit gefächerte Themen zu bekommen. In dieser Ausgabe schreibt Christian Göbel über den Einfluss von Vorbildern auf dem Weg zum NHL-Spieler:

Der Weg in die beste Eishockeyliga der Welt ist lang und hart. Von den vielen Jugendspielern, die weltweit von einem Einsatz bei einem der 31 Teams träumen, erreicht nur ein Bruchteil dieses Ziel. Neben dem eigenen Talent spielt auch das Umfeld des Nachwuchses eine entscheidende Rolle. Vorbilder, Trainer, Familie und andere Personen haben erheblichen Einfluss auf die Karriere und können das Zünglein an der Waage sein, das den Ausschlag zu einer grandiosen Eishockeylaufbahn gibt.

Alexander Wennberg und Oliver Ekman-Larsson sehen die wichtigsten Bausteine in ihren Familien. Wennberg wurde von seinen Eltern trainiert und diese Basis half ihm bei der Entwicklung: "Meine Mutter war immer im Fußball mein Trainer und mein Vater im Eishockey. Auch wenn das zwei unterschiedliche Sportarten sind, war es trotzdem das Gleiche. Es ging nicht darum wie viele Tore du machst oder dergleichen. Es ging darum ob du gepasst hast, die anderen um dich herum besser gemacht hast. Während ich aufgewachsen bin ging es immer darum das Team zu stärken, das haben mir meine Eltern sehr stark mitgegeben."

Video: CBJ@MIN: Wennberg bringt in der Verlängerung den Sieg

Der Rückhalt in der Familie ist entscheidend für den Erfolg. Schon in jungen Jahren müssen Eltern viel Zeit und Geld in das Hobby ihrer Schützlinge investieren. Mehrere tausend Euro müssen die Erziehungsberechtigten für die Jahre von der Laufschule in einem Eishockeyverein bis zu einem ersten möglichen Profivertrag einplanen, sollte der Sprössling den Weg bis dahin schaffen.

Ekman-Larssons hebt besonders die Leistung seiner Verwandtschaft hervor, wenn er nach Vorbildern gefragt wird: "Ich würde sagen meine Eltern. Eigentlich meine gesamte Familie. Sie haben mich seit dem ersten Tag unterstützt. Ich könnte stundenlang hier sitzen und über die Leute reden, die mir geholfen haben dorthin zu kommen, wo ich heute bin, aber meine Familie war immer mein größter Fan."

Video: CGY@ARI: Ekman-Larsson netzt zum 100. Tor ein

Auch bei deutschsprachigen Spielern steht die Familie in der Rangliste der wichtigsten Einflussgrößen für die Entwicklung ganz oben. Yasin Ehliz, der im Sommer einen Vertrag in der Organisation der Calgary Flames unterschrieben hat, lässt auf seiner Homepage die Bedeutung deutlich werden: "Mein ganzer Stolz ist meine Familie, ohne deren Unterstützung hätte ich es niemals soweit geschafft und auch heute geben sie mir Kraft für jede neue Herausforderung. Meine Nichten halten mich dabei immer auf Trab." Der Eishockeyvirus hat die Familie Ehliz voll im Griff, während der 25-jährige Yasin auf dem Sprung in die NHL ist, geht sein fünf Jahre jüngerer Bruder Aziz in der DEL 2 auf Torejagd.

Die Familie bildet die Grundlage, doch ohne Förderer, die das Talent erkennen und die Entwicklung vorantreiben wird der Weg zum Profi unmöglich. Wennberg erinnert sich an einige Trainier zurück: "Über die Jahre hatte ich viele großartige Coaches. Ich habe bis ich 16 war in meinem Jugendteam gespielt und verschiedene Trainer haben mir geholfen, der Spieler zu werden, der ich heute bin." Für Ehliz gab es einen entscheidenden Förderer, der mittlerweile verstorbene Lorenz Funk begleitete die Karriere des Tölzers mit türkischen Wurzeln von klein auf und gab seine Erfahrung aus vielen Jahren als Eishockeyprofi an den Stürmer weiter.

Die positive Seite der Personen die Einfluss nehmen ist groß, doch auch Neid und Missgunst spielen eine Rolle bei der Entwicklung der Talente. Es wird Wegbegleiter geben, die nicht ehrlich mit den Akteuren umgehen. Andre Burakovsky sieht es als wichtig an, dass sich Nachwuchsspieler auf die Menschen fokussieren, die sich freuen, wenn sich Erfolge einstellen und ein Teil des Lebens der Spieler sein wollen: "Das sind die Leute, mit denen du dich während dem Training abgeben willst. Es werden viele Leute um dich herum sein, wenn du aufwächst und werden versuchen sich einzumischen, aber du musst die wählen, die nur dein Bestes im Kopf haben."

 

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Am Ende steht für jeden Spieler aber doch ein Punkt im Fokus, den kein anderer beeinflussen kann. Der Eigenantrieb sich immer weiter zu verbessern und die Motivation auch in schwierigen Zeiten nicht nachzulassen, sind zwingende Voraussetzung, um irgendwann als Profi auf den Eisflächen dieser Welt zu stehen. Sebastian Aho hatte viele Personen, die ihn auf dem Weg in die NHL einschneidend begleitet haben: "Ja, da gibt es tatsächlich einige." Doch der Hauptanteil kam von ihm selbst: "Ich denke, es gab niemanden (speziellen), der mich motiviert hat. Ich wollte, seit ich denken kann, Eishockeyspieler sein. Ich wollte schon immer professionell Eishockey spielen. Mein Traum war es, für die Nationalmannschaft aufzulaufen. Ich war, glaube ich, 17 und habe realisiert, dass ich die Chance haben könnte es in die NHL zu schaffen, also habe ich noch härter gearbeitet. Und jetzt bin ich hier."

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