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Das Rennen um die Conn Smythe ist eröffnet

Mit dem Fortgang der Stanley Cup Playoffs reduzieren sich die Kandidaten um den besten Spieler der KO-Runde

von Stefan Herget @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Die Conn Smythe Trophy ist die einzige individuelle Auszeichnung der NHL, die nach dem Ende der Saison unmittelbar auf dem Eis überreicht wird. Dies geschieht sogar noch vor der Übergabe des Stanley Cups, sobald das große Finale gerade abgeschlossen ist, und wird von NHL Commissioner Gary Bettman an den besten Spieler der Stanley Cup Playoffs in dem entsprechenden Jahr ausgehändigt.

In aller Regel wird ein Spieler der siegreichen Mannschaft geehrt, doch bereits fünf Mal in der Geschichte der Liga erhielt ein Spieler des unterlegenen Teams die Trophäe. Vier davon waren Torhüter, wie zuletzt im Jahr 2003, als sie Jean-Sebastien Giguere von den unterlegenen Anaheim Ducks (gegen die New Jersey Devils in sieben Spielen) überreicht wurde.

Bereits jetzt laufen erste Diskussionen, auf wen die Wahl in dieser Saison fallen könnte. Fest steht nur, dass sie nach über zwei Jahren einen neuen Besitzer bekommen wird, nachdem sie in den letzten beiden Spielzeiten von Sidney Crosby (Pittsburgh Penguins) gewonnen wurde.

Natürlich sind es derzeit aus zwei Gründen nur Spekulationen, denn erstens ist erst die Hälfte der Playoffs gespielt, denn für die Finalisten stehen mit zwei Runden noch ebenso viele auf dem Programm, wie bisher absolviert wurden und zweitens werden erneut nur Spieler in Frage kommen, die letztendlich den Einzug in das Finale auch schaffen.

Trotzdem kristallisieren sich in jeder Mannschaft bereits erste Kandidaten heraus, auf die wir einen Blick werfen wollen.

Ziemlich eindeutig sieht die Sachlage bei den Vegas Golden Knights aus. Der bislang überragende Spieler ist Torhüter Marc-Andre Fleury mit vier Shutouts in zehn Spielen und einer Fangquote von 95,1 Prozent sowie einem Gegentorschnitt von 1,53. Würden sich die Golden Knights am Ende durchsetzen und Fleury nicht gänzlich einbrechen, dann führe wohl kein Weg an dem 32-jährigen Kanadier, der bereits drei Stanley Cup Siege mit den Pittsburgh Penguins feiern konnte (2009, 2016, 2017), vorbei. Durch die ausgeglichene Mannschaftsstärke von Vegas konnte sich kein Feldspieler besonders hervortun. Sollte Fleury weiter so auftreten, dann wäre sogar denkbar, dass er wie Giguere als einer des im Stanley Cup Finale unterlegenen Teams ausgewählt werden könnte.

 

[Ähnliches: Vieles spricht auch weiterhin für Vegas]

 

Die Torhüter sind zumeist im Pool, wenn über die Conn Smythe Gewinner geredet wird. Insofern sind auch Braden Holtby von den Washington Capitals (2,04 GAA / 92,5 %), Andrei Vasilevskiy (2,2 / 92,7 %) von den Tampa Lightning und Connor Hellebuyck (2,25 / 92,7 %) von den Winnipeg Jets heiß gehandelte Kandidaten.

Interessant zu beobachten ist, dass die Top 5 der Scorer (2x Penguins, 3x Bruins) allesamt bereits ausgeschieden sind. Auf Platz 6 folgt Alex Ovechkin mit 15 Punkten. Der Kapitän und Torjäger der Capitals dürfte alleine schon überglücklich sein, wenn er erstmalig den Stanley Cup überreicht bekäme. Zusätzlich als bester Spieler der Playoffs ausgewählt zu werden, wäre die Krönung des Ganzen. Schließlich wurde ihm lange Zeit unterstellt, kein Teamleader zu sein und dass er es nicht schaffen würde, eine Mannschaft zum großen Triumph zu führen. Bisher verdeutlicht er mit acht Toren und sieben Vorlagen eindrücklich das Gegenteil.

Video: WSH@PIT, Sp3: Ovechkin bringt die Caps in Führung

Ein "Konkurrent" ist sein Landsmann und Teamkollege Evgeny Kuznetsov, und das nicht nur wegen seines OT-Siegtreffers in Spiel 6 gegen Pittsburgh. Er sammelte bereits 14 Punkte mit sieben Toren und sieben Assists.

Als Option bei den Lightning gilt natürlich Kapitän Steven Stamkos, der allerdings bisher mit lediglich zehn Punkten (3 Tore / 7 Assists) auf Platz 26 der Scorerliste zu finden ist. Er müsste in den kommenden Runden zulegen. Mehr kann sicher auch noch Nikita Kucherov zeigen, der immerhin mit sechs Toren und sechs Vorlagen auf zwölf Punkte kommt und sich damit im Kandidatenkreis befindet.

 

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Beim Western Conference Finalisten, den Jets, steht neben Torhüter Hellebuyck Stürmer Mark Scheifele (11/5/16) im Fokus. Die Jets haben zusätzlich mit Dustin Byfuglien den punktbesten Verteidiger (4/8/12) in ihren Reihen.

Einer der hier Genannten wird es werden, außer es gibt in den nächsten Wochen noch einen Senkrechtsstarter. Mitte Juni sind wir definitiv schlauer.

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