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Hurricanes bringen sich in eine gute Position

Das Team aus Carolina ist eine der großen Erfolgsgeschichten seit Jahresbeginn und inzwischen sehr selbstbewusst

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Langsam aber sicher müssen die Carolina Hurricanes mit zum Kreise der ernsthaften Anwärter auf die Stanley Cup Playoffs hinzugerechnet werden. Am Freitagabend bezwang das Team aus North Carolina die Vegas Golden Knights mit 5:2 Toren. 

In der PNC Arena gelang den Gastgebern damit der neunte Sieg im Kalenderjahr. Die Punkteausbeute seit dem Jahreswechsel ist mit 19 Punkten (9-3-1) gemeinsam mit den Calgary Flames (9-2-1) die stärkste der gesamten Liga.

Mit jetzt nur noch drei Punkten Rückstand auf einen Wild Card-Platz sind die Träume der Hurricanes so groß wie schon seit Jahren nicht mehr. Alles andere als unbeteiligt an dieser unerwarteten Erfolgsgeschichte der vergangenen Wochen ist der Schweizer Nino Niederreiter, der gegen die Golden Knights erneut zu den spielentscheidenden Akteuren des Tages gehörte und sich einmal mehr in die Torschützenliste eintragen konnte.

Neben Niederreiter überzeugte vor allem Torhüter Petr Mrazek, der mit 23 Paraden dafür sorgte, dass die Hurricanes nach einer ausgeglichenen Anfangsphase am Ende die zwei Punkte verdient daheim behalten konnten.

Video: VGK@CAR: Williams zu Niederreiter der trifft

"Es war insgesamt eine solide Teamleistung", stellte Trainer Rod Brind'Amour die Gesamtleistung der Mannschaft in den Mittelpunkt. "Unsere Chancenverwertung war heute längst nicht ideal, doch der Einsatzwille bei den Jungs war klar zu erkennen."

Da störte es den Coach in der Nachbetrachtung auch nicht mehr, dass Shea Theodore mit zwei Treffern für die Gäste das Spiel bis kurz vor Ende des Mitteldrittels ergebnistechnisch völlig offen halten konnte.

Mit Maxine Legacy im Kasten, der seinen ersten Einsatz der Saison für Vegas abliefern durfte, und erst am Mittwoch aus Chicago vom AHL-Team der Golden Knights angefordert wurde, setzte es am Ende des Tages die dritte Pleite für Vegas hintereinander. 

Eine Niederlage, die Gerard Gallant, der Trainer der Golden Knights, als verdient anerkannte: "Für mehr waren wir heute einfach nicht gut genug. Die Hurricanes waren eindeutig besser als wir." 

 

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Dass es am Ende eine klare Angelegenheit wurde, war lange nicht zu abzusehen. Zunächst brachte Theodore die Golden Knights in der 6. Minute in Führung. Dieser Powerplaytreffer wurde seitens der Hausherren durch Neuzugang Niederreiter, der seit seinem Wechsel aus Minnesota nach Carolina am 17. Januar seinen fünften Treffer markieren konnte, in der 12. Minute egalisiert.

"Er passt hervorragend zu uns", freute sich Brind'Amour über den Schweizer. "Uns war klar, dass er ein toller Spieler ist. Das Tempo, in dem er sich integriert hat und so treffsicher wie er ist, macht ihn für uns umso wertvoller."

Groß war die Freude über den 1:1-Ausgleich ebenfalls bei Justin Faulk, der durch seine Torvorlage seinen 241. NHL-Punkt gutgeschrieben bekam. Mit dem Erreichen dieser Marke überholte er Dave Babych als punktbesten Verteidiger der Franchise-Geschichte.

Die erstmalige Führung der Gastgeber durch Brett Pesce in der 21. Minute glich Theodore mit seinem zweiten Erfolgserlebnis des Abends in der 38. Spielminute aus. Die Hurricanes zeigten sich alles andere als geschockt und eroberten die Führung 36 Sekunden später zurück. Jordan Martinook zeichnete für das wichtige 3:2 verantwortlich. 

In der Folgezeit dominierte Carolina das Geschehen auf dem Eis zunehmend. Sebastian Aho besorgte in der 44. Minute das beruhigende 4:2. Faulk ließ mit einem weiteren Treffer in das inzwischen verwaiste Tor in der Schlussminute den Endstand folgen. 

Video: CAR@VAN: Niederreiter mit seinem zweiten Tor

Carolina hatte eine weitere Reifeprüfung erfolgreich bestanden und seine neu erkämpften Ansprüche auf einen Platz in den im April beginnenden Playoffs eindrucksvoll untermauert. 

Es wird spannend sein zu beobachten, was das aufstrebende Team, das Kritiker mehr und mehr von seinem erfolgreichen Neuaufbau zu überzeugen vermag, zur nahenden Trade Deadline Ende Februar unternehmen wird. Nach dem Spiel stand jedoch erst einmal die momentane Situation im Mittelpunkt des Interesses.

"Wir sind von Anfang an voll da und bereiten uns stets intensiv auf die Gegner vor", freute sich Aho. "Insgesamt sind wir derzeit viel stärker als das zu Saisonbeginn der Fall war. Je häufiger du gewinnst, je mehr wächst das Vertrauen in das, was du tust. So muss das jeden Abend sein."

Auch Stürmer-Kollege Martinook zog eine zufriedene Zwischenbilanz: "Heute haben wir vielleicht fünf Minuten gehabt, wo wir nicht unser bestes Eishockey gespielt haben. Jetzt nach der Pause ist das ein guter Start gewesen. Wir haben ja auch schon vor dem All-Star Game sehr gute Ergebnisse abgeliefert. Dass wir jetzt daran so nahtlos anknüpfen konnten, das war sehr wichtig für unsere Mannschaft."

Die nächste große Herausforderung wartet auf die selbstbewussten Hurricanes schon am Sonntag, wenn die ebenfalls sehr erfolgsverwöhnten Calgary Flames in der Stadt sein werden (2 p.m. ET; SN360, FS-SE, NHL.TV, Sport1+). 

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