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Carolina Hurricanes befinden sich im Umbruch

31 in 31: Die Mannschaft aus Raleigh unternimmt neuen Anlauf auf die Playoffs

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Die NHL-Saison 2018/19 wirft langsam aber sicher ihre Schatten voraus. Vor dem Start der Trainingslager analysiert NHL.com/de ab 5. August die 31 Teams der Liga in 31 Tagen. Zu jeder Mannschaft gibt es in der Serie "31 in 31" zwei Berichte mit interessanten Fakten, Einschätzungen und Einblicken.

In dieser Folge: Carolina Hurricanes

Bilanz 2017/18: 36-35-11, 6. Platz in der Metropolitan Division

Playoffs 2018: Nicht qualifiziert

Trainer: Rod Brind'Amour, seit 8. Mai 2018

Neuzugänge: Dougie Hamilton, Micheal Ferland, Adam Fox (alle Calgary Flames), Calvin De Haan (New York Islanders), Petr Mrazek (Philadelphia Flyers), Cliff Pu (Buffalo Sabres)

Abgänge: Jeff Skinner (Buffalo Sabres), Elias Lindholm und Noah Hanifin (Calgary Flames), Cam Ward (Chicago Blackhawks), Joakim Nordstrom (Boston Bruins)

 

[Lies noch mehr 31 in 31 Saison-Vorschauen von NHL.com/de]

 


Nachdem es für die Carolina Hurricanes zum wiederholten Male nicht für die Stanley Cup Playoffs reichte, folgten einige Veränderungen. Erster wichtiger Schritt bei der Neuausrichtung in der Offseason war ein Trainerwechsel. Mit dem 48-jährigen Rod Brind'Amour steht künftig ein ehemaliger Spieler des Klubs mit Legendenstatus an der Bande. Er folgt auf Bill Peters, der wiederum bei den Calgary Flames anheuerte.

Zudem wurde Don Waddell zum neuen General Manager ernannt. Er trat die Nachfolge von Ron Francis an, der am 7. März seines Amtes enthoben worden war.

"Wir werden im Herbst eine ganz neue Mannschaft haben", kündigte Brind'Amour an. "Jeder hier in der Organisation darf sich freuen. Wir werden alles daransetzen, die richtigen Puzzleteile zusammenzufügen und wollen den Fans aufregendes Eishockey bieten."

Besonders großes Aufsehen erregte Anfang August der Abgang von Jeff Skinner, der für Nachwuchskraft Cliff Pu, einen Zweitrunden-Draft-Pick im Jahre 2019 , einen Draft-Pick der dritten Runde im Jahre 2019 und einen Sechstrunden-Pick des NHL Drafts 2020 zu den Buffalo Sabres abwanderte.

Video: CGY@BUF: Hamilton baut Führung im Powerplay aus

Doch der vom neuen Coach angedachte Neuaufbau in Carolina hatte schon zuvor einige Spielerwechsel mit sich gebracht. Am 23. Juni verpflichteten die Hurricanes den Verteidiger Dougie Hamilton, den Stürmer Micheal Ferland und das Talent Adam Fox von den Calgary Flames. Im Gegenzug wechselten Stürmer Elias Lindholm und Verteidiger Noah Hanifin nach Kanada.

Vom 25-jährigen Hamilton und dem ebenfalls neu hinzugekommenen Free Agent Calvin de Haan (Vierjahresvertrag, insgesamt 18,2 Millionen US-Dollar Gehalt) erhoffen sich die Hurricanes eine signifikante Verstärkung der zuletzt schwächelnden Defensive. De Haan ist mit seinen 27 Jahren neben Trevor van Riemsdyk der älteste Verteidiger im Team und bringt einiges an Erfahrung mit. In sechs Jahren bestritt er 304 Einsätze für die New York Islanders.

"Ich freue mich darauf, mit einer so talentierten und jungen Abwehrformation in der NHL spielen zu dürfen", sagte de Haan nach seiner Verpflichtung. "Ich kann dabei helfen, aus dieser Mannschaft ein echtes Gewinner-Team zu machen. Ich weiß, dass sie schon seit neun Jahren nicht mehr an den Playoffs teilgenommen hat und möchte dazu beitragen, dass diese Serie endet."

Auf dem Weg dahin gilt es eine Lösung für das Problem zu finden, dass die Canes im Vorjahr zwar die wenigsten Schüsse auf ihren Kasten gestatteten (28,9 pro Spiel), dabei jedoch durchschnittlich 3,09 Gegentore kassierten, was lediglich zu Rang 22 in der Liga reichte. Als Hauptursache dafür wurden die Torhüter ausgemacht. So hatte der 29-jährige Scott Darling seit seiner Verpflichtung von den Chicago Blackhawks im April 2017 mit einer Bilanz von 13-21-7 und einen Gegentorschnitt von 3,18 ganz offensichtlich Probleme, mit der gestiegenen Verantwortung bei den Hurricanes zurecht zu kommen. Eine Fangquote von lediglich 88,8 Prozent reicht jedenfalls nicht aus, wenn es für Carolina wieder in die Playoffs gehen soll.

Video: BOS@PHI: Mrazek beraubt Pastrnak mit der Fanghand

Weil mit Cam Ward der zweite Schlussmann nach 13 Jahren im Sommer in Richtung Chicago weiterzog, bestand ohnehin Handlungsbedarf auf der Torhüterposition. Als Ersatz entschieden sich die Verantwortlichen für Petr Mrazek, der die vergangene Saison für die Detroit Red Wings und die Philadelphia Flyers aktiv war. "Ich hoffe, dass ich mit Scott, den ich persönlich schon ganz gut kenne, ein gutes Goalie-Duo bilden werde", betonte Mrazek nach seiner Vertragsunterschrift. "Wir werden uns die Verantwortung teilen und dem Team hoffentlich Stabilität verleihen."

Unterstützung bekommen soll die Mannschaft außerdem von den beiden Nachwuchsstürmern Andrei Svechnikov (Gesamtpick Nr. 2 beim NHL Draft 2018) und Martin Necas (Nr. 12 von 2017). Dies ist auch notwendig, da die Hurricanes mit 2,7 Toren pro Spiel in Sachen Offensivkraft lediglich auf Rand 23 in der Liga rangierten. "Allerdings dürfen wir ihnen nicht zu viel Druck machen", forderte Brind'Amour für seine Nachwuchsleute noch etwas Entwicklungszeit ein.

Diese Geduld wird der Coach auch selbst benötigen. Denn ein größerer Teamumbau braucht erfahrungsgemäß einiges an Zeit. Brind'Amour selbst weckt allerdings große Vorfreude, wenn er auf die anstehende Runde angesprochen wird. "Jedes Jahr ist ein Neuanfang. Da ist es egal wie das Vorjahr lief. Du willst in jeder Saison den Stanley Cup gewinnen, wenn es wieder los geht."

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