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Bruins wollen der langen Pause trotzen

Boston hatte durch den Sweep im Conference Finale eine ungewohnte zehntägige Pause

von Stefan Herget @NHLde / Chefautor NHL.com/de

Das lange Warten auf das Stanley Cup Finale 2019 bezieht sich nicht nur auf die reguläre Saison und die Stanley Cup Playoffs, aus denen die beiden Mannschaften, die um den Titel letztendlich kämpfen werden, Boston Bruins aus der Eastern Conference und St. Louis Blues aus der Western Conference, heraus kristallisiert haben, sondern auch die Unterbrechung, die die Bruins durch ihren Sieg nach vier Spielen gegen die Carolina Hurricanes im Conference Finale hatten. Zehn Tage Pause sind für die NHL Playoffs eine ungewöhnliche Zeitdauer.

Prompt kommt sie wieder hoch und war am Media Day am Sonntag im TD Garden von Boston bei den Interviews mit den Spielern omnipräsent, die alte Diskussion darüber, was besser in den Playoffs ist, nahezu ohne große Pause durchspielen zu können oder durch frühes Ende einer Serie Unterbrechungen und Erholungsphasen zu erleben?

"Es ist immer die gleiche Diskussion, ob es besser ist, Ruhe zu haben oder durchzuspielen", wirkte Bruins-Stürmer Brad Marchand bereits leicht genervt, ob der Frage danach. "Beides führte schon zum Erfolg und man muss es so nehmen, wie es kommt. Wir waren froh, die Serie gegen Carolina in vier Spielen abzuschließen und haben die Pause sinnvoll genutzt, um am Montag bereit zu sein. Alles andere zählt nicht."

 

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Eineinhalb Wochen keinen Auftritt zu haben, ist trotzdem keine einfache Geschichte. Einen Spielrhythmus kann man sehr schnell verlieren, wie die Vergangenheit schon mehrfach gezeigt hat. Auf der anderen Seite besteht die Möglichkeit kleine Blessuren, Prellungen und Quetschungen, wie sie in den Playoffs bei den Spielern häufiger vorkommen, auszukurieren und so körperlich fitter neu anzugreifen.

Trainer und die erfahrenen Spieler in der Mannschaft haben keine leichte Arbeit damit, die Anspannung hoch zu halten und dafür zu sorgen, dass rechtzeitig alle bereit sind. Doch Trainer Bruce Cassidy sieht diese Aufgabe eher bei seinen Führungsspielern.

"Wir stehen im Stanley Cup Finale", sagte er. "Da sollte eigentlich jeder zum ersten Spiel bereit sein, aber wir wissen schon, worauf in diesem Zusammenhang zu achten ist. Die Mannschaft hatte in den vergangenen Tagen einige Treffen, um die Wichtigkeit zu verdeutlichen und gerade die jungen Spieler anzuleiten. Jeder sollte am Montag bereit sein."

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Zu den Führungsspielern gehört Stürmer David Krejci, der seit 13 Jahren für die Bruins spielt und sowohl im erfolgreichen Stanley Cup Finale 2011 (4:3-Sieg gegen Vancouver Canucks), als auch im unterlegenen 2013 (2:4 gegen die Chicago Blackhawks) dabei war. Er bestätigte den Job, den er und andere in der Mannschaft verrichtet haben.

"Wir hatten sehr viele Treffen mit den jungen Spielern, um ihnen zu verdeutlichen, was es bedeutet, diese Chance zu haben und wie man mit so einer langen Pause umgeht, damit wirklich alle in Spiel 1 präsent sind und wir diese Chance nicht aus der Hand geben", merkte Krejci an.

 

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Einer, der weniger Erfahrung besitzt, aber mit 30 Jahren schon eine gewisse Reife, ist Verteidiger Steven Kampfer. "Wir haben uns sehr gut vorbereitet", gab auch er eindeutig zu Protokoll. "Erholung ist in dieser Zeit des Jahres ein wichtiger Faktor. Man muss sich auf die Aufgabe fokussieren, die noch vor einem liegt. Wir haben uns nicht auf dem Erfolg ausgeruht und wissen, was noch vor uns liegt. Wir haben die Zeit genutzt, um unseren Tank wieder aufzuladen und mental und physisch bereit zu sein."

Inwieweit die Bruins es geschafft haben, die lange Pause gut und effektiv zu nutzen, ohne die nötige Anspannung zu verlieren, wird sich am Montag in Boston zeigen. Dann werden die Bruins ein neues Kapitel zu der ewigen Diskussion liefern, ob eine Unterbrechung in den Playoffs positiv oder negativ ist.

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